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SR Gruppe Augsburg stellt sich neu auf

Letzte Aktualisierung: 13. Februar 2014

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Das neue Führungsteam der SR-Gruppe Augsburg

Ein neuer Obmann und die Überraschung mit dem Jahresbeitrag

Thomas Färber ist neuer Obmann der Schiedsrichter-Vereinigung Augsburg. 242 Stimmberechtigte wählten den 32-Jährigen Rechtsanwalt einstimmig zum Nachfolger von Martin Meyer, der sich nach achtjähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl stellte. Da die Gruppe die Schallmauer von 400 Mitgliedern überschritten hat, bekommt Färber vier Beisitzer: Tobias Beyrle, Christian Heinisch, Manfred Keil und Dieter Tröger. Horst Schäfer bleibt Lehrwart. Daniela Göttlinger, Wilfried Ostrowski, Markus Riedel, Yervant Sarioglu und Wolfgang Tretter gehören dem Führungsteam nicht mehr an. Am Ende war es ein emotionaler Abschied für Martin Meyer: 20 Jahre war er Mitglied im Führungsteam der Augsburger Unparteiischen. Nun geht der 47-Jährige, wie er selbst sagt, in den Funktionärs-Ruhestand. "Der Bezirks-Schiedsrichter-Ausschuss bedankt sich sehr herzlich bei Dir. Als Gruppen- und Kreis-Schiedsrichter-Obmann hast Du vorbildliche Arbeit geleistet", lobte ihn der schwäbische Obmann Bernhard Veh. Hauptaufgabe des Bezirks in der nahen Zukunft werde sein, das Image der Fußball-Schiedsrichter aufzubessern. Veh hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit der neuen Führung. Der Vizepräsident des Bayerischen Fußballverbandes, Bezirksvorsitzender Volker Wedel, stellte fest, dass die Schiedsrichter-Vereinigung unter der Führung Meyers in den vergangenen vier Jahren gute Arbeit geleistet habe. "Schiedsrichter haben immer ein Auswärtsspiel", sagte Wedel. "Wenn sie aufs Spielfeld gehen, haben sie keine Fans." Auch wenn die Zahl der Anfeindungen zurückgegangen sei, so seien die Aufgaben, die die Unparteiischen zu erfüllen haben, umfangreich und bedeutend. Vor diesem Hintergrund müssten speziell die jungen Leute geschützt werden, so Wedel. Die erste Amtshandlung des frisch gewählten neuen Vorsitzenden war, seinen Vorgänger zu verabschieden. "Du hast den Zusammenhalt der Schiedsrichter gestärkt und dafür gesorgt, dass wir mit allen Strukturen in Schwaben und Bayern mit an der Spitze stehen", sagte Färber. Ein Motto in der kommenden Wahlperiode werde sein: "Auf den Sportplatz für den Sportplatz." Hinter diesem Slogan verbergen sich dezentrale Praxisschulungen und Veranstaltungen. "Wir sind eine Einheit - von der D-Junioren-Kreisklasse bis zur Bundesliga", meinte der neue Vorsitzende, der SR-Assistent in der Bundesliga ist. Zusammen mit seiner Mannschaft will er gemeinsam mit den Mitgliedern der Gruppe - und nicht über ihre Köpfe hinweg - etwas zum Wohle der Schiedsrichter-Vereinigung Augsburg bewegen. Färber: "Menschlich ist der Laden und menschlich soll er bleiben." Zu einem absoluten Novum entwickelte sich die Anpassung des Mitgliedsbeitrages, die auf der Tagesordnung stand. Nachdem Kassenwart Wolfgang Bschorr von einer jährlichen Unterdeckung in Höhe von 650 Euro berichtet hatte, schlug Färber vor, den Jahresbeitrag von 36 auf 42 Euro zu erhöhen. Völlig überraschend für das Führungsteam meldeten sich während der Diskussion mehrere Anwesende zu Wort, die einen immer höheren Beitrag vorschlugen. Letztlich beschloss die Versammlung mehrheitlich, dass jährlich ein Beitrag von 48 Euro erhoben werden soll. Da soll noch einer behaupten, die sparsamen Schwaben würden auf ihrem Geld hocken! Zusätzlich - aber das stand bereits vorher fest - wird Spitzen-Schiedsrichtern künftig ein Zusatzbeitrag abverlangt. Er beginnt bei fünf Euro pro Jahr für Kreisliga-SR und beträgt 100 Euro für SR-Assistenten in der Bundesliga. Auf diese Weise soll auch ein kleines Polster für die 100-Jahr-Feier der SR-Gruppe im Jahr 2019 geschaffen werden.
Georg Schalk

Bild: Die neue Führungsmannschaft der Schiedsrichter-Vereinigung Augsburg: (vorne von links) Florian Ertl, Florian Heilgemeir, Florian Wildegger, Elias Tiedeken, (hinten von links) Georg Schalk, Luka Beretic, Maximiliane Mayer, Horst Schäfer, Marietta Menner, Christian Heinisch, Tonguc Solgun, Manfred Kranzfelder, Tobias Beyrle, Thomas Färber, Dieter Tröger, Manfred Keil und Wolfgang Bschorr.
Bild: Siegfried Kerpf

Die Schiedsrichtergruppe in Zahlen

. Mitglieder Als die neue Führung unter Martin Meyer vor acht Jahren startete, da zählte die Schiedsrichtervereinigung Augsburg 369 Mitglieder. Vier Jahre später waren es bereits 382 Mitglieder. Inzwischen ist die Bestmarke von 400 geknackt: Zum Stichtag zählten die Unparteiischen in der Fuggerstadt 407 Mitglieder. Die Zahl der aktiven SR stieg im genannten Zeitraum von 270 (2005) über 301 (2009) auf 318 (2013).

. Altersstruktur Die aktiven Schiedsrichter im Raum Augsburg sind im Durchschnitt 38,1 Jahre alt. "Strukturschwach sind wir im Mittelalter, also zwischen 30 und 41 Jahren", sagte der scheidende Obmann Martin Meyer. Ziel sei, junge Referees schneller an den Herrenbereich heranzuführen.

. Spiele In den vergangenen vier Jahren wurden 31358 Spiele durch die Gruppe eingeteilt. Das sind 310 weniger als im Zeitraum von 2006 bis 2009. Spiele der D-Junioren-Gruppe werden nicht mehr besetzt. "Wir sind an der Grenze des Leistbaren angekommen", so Meyer. Seit Beginn der Rückrunde 2013 könnten auch nicht mehr zu allen Spielen der Reservemannschaften neutrale SR geschickt werden. Das liegt zum einen an der kleiner werdenden Verfügbarkeit jüngerer Kameraden, zum anderen daran, dass eine Vielzahl von Kreisliga-Spielen mit SR-Assistenten besetzt werden müssen. "Ältere Kameraden pfeifen deutlich mehr Spiele."

. Neulinge Das Lehrwesen um Horst Schäfer und Wolfgang Tretter hat von 2006 an 228 SR-Neulinge ausgebildet. 139 sind noch aktiv. Das entspricht einer Quote von 61 Prozent. Seit 2010 schaut es noch besser aus: Hier beträgt die Bleibe-Quote hervorragende 74 Prozent. . Qualifizierte Schiedsrichter In den vergangenen vier Jahren wurden 16 Spitzen-SR- und Talent-SR-Stützpunkte abgehalten. 31 Talente wurden gecoacht, neun von ihnen pfeifen inzwischen im Bezirk oder höher. Waren es 2006 14 Schiedsrichter in Augsburg, die ab Kreisliga-Pool aufwärts tätig waren, so pfeifen heute 23 Referees Partien der Kreisliga oder höher.

. Neues Veranstaltungskonzept Aus der traditionellen Weihnachtsfeier wurde der Ehrungstag zu Jahresbeginn, aus dem Grillfest im Sommer der Familientag, der die Mitglieder schon in den Augsburger Zoo, in die Puppenkiste und in die SGL-Arena führte.

. Soziales Engagement Jedes Jahr wird ein Soziales Wochenende ausgerufen, an dem die Unparteiischen auf ihre Spesen verzichten und diese einem guten Zweck zur Verfügung stellen. Auf diese Weise sind seit 2010 bereits 5400 Euro für soziale Projekte überwiesen wurden.

 
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