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Podiumsdiskussion "Herausforderung WM 2018 - Fußball und Menschenrechte in Russland" mit DFB-Präsident Reinhard Grindel

Letzte Aktualisierung: 8. Juni 2017


Foto: getty

Im Meistern sportlicher Aufgaben hat die deutsche Nationalmannschaft jede Menge Erfahrung. Doch bei der 2018 anstehenden Weltmeisterschaft in Russland ist der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zusätzlich als Botschafter gefragt. Auf Einladung der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur diskutiert am Donnerstag, 8. Juni 2017, um 19 Uhr im Marmorsaal des Presseclubs Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 2, ein hochkarätig besetztes Podium um DFB-Präsident Reinhard Grindel über den richtigen Umgang mit der schwierigen menschenrechtlichen Situation vor Ort. Beim 11. "Nürnberger Gespräch zur Fußball-Kultur" sind außerdem auf dem Podium: Sportjournalist Christoph Becker von der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Martin Endemann für die Fanorganisation Football Supporters Europe (FSE) und Stefan Melle vom Deutsch-Russischen Austausch e.V. (DRA). Die Moderation übernimmt Prof. Bernd Gäbler von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld. Der Eintritt ist frei, die Akademie bittet um Anmeldung per E-Mail an info@fussball-kultur.org.

Im Sommer 2018 werden turnusgemäß die Weltspiele des Fußballs ausgerichtet. Doch um sportliche Aspekte allein drehen sich die Vorbereitungen auf die "Auswärtsfahrt" nach Russland nicht. Große Sportveranstaltungen besitzen immer auch eine politische Dimension. Auswärtige Fans, die berichtenden Medien und teilnehmenden Verbände wissen um das politische Risiko der Instrumentalisierung.

Eine Fußball-Weltmeisterschaft und die damit verbundene massive internationale Aufmerksamkeit bieten jedoch auch immer wieder Chancen: Hinweise auf Einschränkungen der Menschenrechte, der Blick auf eine vielfältige und komplex strukturierte Gesellschaft und nicht zuletzt das Ereignis selbst - als Ort interkultureller Begegnung. Der DFB hat bereits angekündigt, seine "Positionen auch in den Menschenrechtsfragen deutlich [zu] hinterlegen" sowie den Austausch mit zivilgesellschaftlichen Gruppen zu suchen.

Ohne "Scheuklappen", so der Teammanager Oliver Bierhoff, wolle man bereits zum im Juni anstehenden Confederations-Cup fahren. Sichtbar würden so menschenrechtliche Probleme: Strukturelle Diskriminierung von Homosexuellen, nachlässiger Umgang mit Hasskriminalität, Bagatellisierung häuslicher Gewalt und zunehmende Einschränkung der Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit werden beispielsweise im Zusammenhang mit dem Gastgeberland kritisiert.

Veranstalter der Podiumsdiskussion sind die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur in Kooperation mit dem Presseclub Nürnberg, dem Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg und dem Nürnberger Menschenrechtszentrum (NMRZ).

 

 
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