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Stefan Fritzenwenger zum Ehren-Junioren-Spielleiter gewürdigt

Letzte Aktualisierung: 26. Juli 2017


Stefan Fritzenwenger (2.v.l.)

Stefan Fritzenwenger zum Ehren-Junioren-Spielleiter gewürdigt

Vereine und Kreisausschuss sagten "Danke! für 38 Jahre - Dietmar Schwarz der Nachfolger

Teisendorf. Eine bewegende Jugendleiter-Versammlung gab es in der Gruppe Ruperti im "Postsaal" in Teisendorf. Stefan Fritzenwenger (Oberteisendorf), eine "Funktionärs-Dino" wurde nach 38 Jahren verabschiedet, Xaver Utzinger aus Ruhpolding hatte im Vorfeld ohne Fritzenwengers Wissen den terminplan "umgestaltet", um den bald 70-jährigen Gruppenjugendleiter gebührend zu verabschieden. Anschließend konnte der Funktionär des Bayerischen Fußball-Verbandes seine Versammlung abhalten.

Utzinger ließ alle Jugendleiter und Vereinsfunktionäre in ihren Vereinstrikots erscheinen, als das Fritzenwengers Frau Thea ("Die perfekte Ergänzung zu Stefan") noch erschien wusste der Gruppenjugendleiter, dass es am heutigen Tag nur um ihm gehen sollte. Utzinger sagte eingangs der Laudatio, "im Auftrag der Versammlung gibt es einen neuen Punkt 1!" 38 Jahre war er nun im Amt und Utzinger umschrieb den Menschen "Stefan Fritzenwenger" in vier Punkten: "Er war akkurat, sein gigantischer Aufwand für uns, seine nimmermüde Offenheit und sein Menschlichkeit als ,frappierendes Wesen', fernab von allen anderen, das war der Stefan". Stehende Ovationen waren nun der Lohn für seine anerkannte und lobenswerte Arbeit. Christian Wieninger, von der gleichnamigen Brauerei schloss sich den Dankesworten an: "Vor zehn Jahren gab es eine Idee, des Libella-Cups. Wir brauchten jemand, der es umsetzt, da war der Stefan genau der Richtige". Der Kreisvorsitzende Bernd Schulz (Großkarolinenfeld) sprach von einer großen Verantwortung, "auch für seine Heimat, die er an den Tag legte". Mit Xaver Utzinger (SV Ruhpolding), Max Graspointner (SC Anger) und Andreas Reichenberger (ASV Piding) - den drei dienstältesten Funktionären - überreichte Schulz ihm ein Geschenk, dass im Vorfeld von den Vereinen gesammelt wurde. "Für den wohlverdienten Urlaub", meinte alle unisono. Die BFV-Funktionärskollegen von Schulz ließen Worte und Geschenke folgen: "Stefan war nie ein Mann der ersten Reihe, Kinder und Jugendliche standen bei ihm an erster Stelle", so Bernhard Hellmich (Jettenbach), der Kreisjugendleiter. Im Anschluss ernannte Bernd Schulz Fritzenwenger zum Ehren-Junioren-Spielleiter. Hellmich übergab das Amt an Dietmar Schwarz, der beim TuS Traunreut 25 Jahre "in fast allen Ämtern" tätig war.
"Ich bin gerührt, heute ist alles überwältigend und bedanke mich bei allem die zum heutigen Abend beigetragen haben", sagte der Oberteisendorfer. In der Begrüßung hatte er die Lacher auf seiner Seite, als er die begrüßte "die ich eingeladen habe und die ich nicht eingeladen habe, aber trotzdem gekommen sind". Besonders begrüßte er Robert Bäumler, der mit ihm ihm das Kleinfeld der Junioren von Offenbach und Frankfurt aus steuerte. Im Totengedenken gedachte er an den langjährigen Kreisjugendleiter Florian Meier aus Garching, der kurz vor seinem 80. Geburtstag verstorben ist. "Er war der, der mich im Jahre 1979 überredet hat". Sein Rückblick auf die vergangene Saison hatte nicht nur Sonnenseiten:
In der Verbandsspielrunde wurde der Ablauf besonders durch Schlechtwetterperioden beeinflusst. So mussten gegen Ende der Herbstrunde viele Spiele abgesagt werden und mit knapp 100 Spielen, die in das Frühjahr verlegt werden mussten, war die Zahl der in der Winterpause neu anzusetzenden Spiele außergewöhnlich hoch.
Zur Ermittlung des Auf- und Abstieges waren auch heuer keine Entscheidungsspiele notwendig.
Erfreulicherweise hat sich die Zahl der Mannschaftszurückziehungen auf Großfeld von 14 auf sieben deutlich reduziert. "Auch die Nichtantretungen von Mannschaften im Großfeldbereich konnten von 30 auf 22 reduziert hat". Die Sportgerichtsfälle von Großfeldmannschaften aus der Gruppe Ruperti befinden sich weiter im vertretbaren Bereich mit Tendenz von 76 auf 65 nach unten. Unschöne Vorfälle gab es besonders bei den F-Junioren, die geltenden Grundsätzen des "Fairplay-Gedankens" nichts zu tun haben und bei denen die Erwachsenen äußerst schlechte Vorbilder für die spielenden jungen Fußballer gewesen sind. In keinem der Fälle haben sich die Kinder, sondern immer die erwachsenen Trainer und Zuschauer gestritten und gegenseitig beleidigt.
Geradezu gegensätzlich und gleichzeitig auch wohltuend ist es, wenn man als Spielleiter im Spielbericht unter "Besondere Vorkommnisse" liest, dass sich Spieler besonders fair verhalten haben.
Dies ist in den letzten Wochen bei 2 Spielen der D-Junioren vorgekommen, als 12/13-jährige Spieler vom ESV Freilassing und SV Laufen Christopher Utzmeier und Lukas Schauer SR-Entscheidungen von sich aus korrigiert haben und somit ein gegebenes Tor annuliert und ein Strafstoß wieder zurückgenommen wurde. Diese Spieler wurden vom DFB und BFV geehrt.
Dass Fußball mehr ist als ein 1:0 konnte ich auch für unsere Gruppe Ruperti im Herbst letzten Jahres unter Beweis stellen. Die DJK Weildorf hat vor 1 Jahr einen großartigen Benefiztag für 2 Familien mit fußballspielenden Kindern, die ihren jungen Vater plötzlich verloren haben, veranstaltet. "Aus der BFV-Sozialstiftung konnten Bernd Schulz und ich einen Spendenscheck in Höhe von EUR 6.000 zur Linderung der finanziellen Not überreichen".
Das Mitglied des Verbandssportgerichtes Helmut Schreckenbauer aus Bergen wies in seinem Kurzreferat auf die Konfliktsituationen und den Folgen hin, ehe Fritzenwenger "seine" letzte Versammlung schloss. - td

Foto: td

Der Sponsor des Libella-Cups, Christian Wieninger (links) mit Michael Fenninger (rechs) bedankte sich bei der Arbeit von Stefan Fritzenwenger und seiner Frau Thea.

 

 
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