Header Image - 2018

Vereinsdialog beim TSV Reuth

Letzte Aktualisierung: 31. Oktober 2018

klicken zum Vergrößern
Die BFV-Vertreter übergaben zum Abschluss ein Ballnetz an den TSV Reuth.

Zum BFV-Vereinsdialog konnte der TSV Reuth hochrangige Vertreter des Bayerischen Fussball-Verbands im Sportheim begrüssen. Neben dem Bezirksvorsitzenden der Oberpfalz Thomas Graml, Kreisvorsitzenden und Kreisspielleiter Albert Kellner waren dies BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher, die Projektmanagerin "Pro Amateurfussball" Susanne Heise und der Vizepräsident und gleichzeitige Bezirksvorsitzende Oberbayern Robert Schraudner.

Der BFV ermöglicht es im Rahmen des Vereinsdialogs einem Amateurverein aus jedem Kreis seine Sorgen und Nöte, sowie Verbesserungsvorschläge vorzubringen. Für die Oberpfalz fiel diesmal die Wahl auf den TSV Reuth. Die sechs Vereinsvertreter und 1. Bürgermeister Werner Prucker diskutierten dabei in einer sehr angenehmen Gesprächsatmosphäre mit den BFV-Vertretern. Zu Beginn stellte Prucker die Gemeinde Reuth vor und lobte den TSV als wichtigen Teil des Vereinslebens im Ort. Besonders hob er die Nachwuchsarbeit hervor, die von den Trainern und Betreuern geleistet wird. 1. Vorsitzender Peter Schieder brachte dann den Gästen den Verein TSV Reuth näher.

Knapp über 400 Mitglieder und damit ein Drittel der Einwohnerzahl hat der TSV. Fussball ist dabei die wichtigste Sparte. Im Anschluß schilderte er dann die Probleme, die den Verein seit geraumer Zeit beschäftigen. Der demoskopische Wandel hat zur Folge, daß es ohne Spielgemeinschaften im Nachwuchs nicht mehr geht. Die Zusammenarbeit mit dem Nachbarverein TSV Erbendorf war die einzig sinnvolle Lösung und diese funktioniert in weiten Teilen problemlos. BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher bekräftigte anschließend, daß er diese Problematik auch aus dem eigenen Heimverein kenne, der in der Nähe von Augsburg auf dem Land in der A-Klasse spielt. Den gravierenden Gegensatz dazu zeigte Robert Schraudner auf.

In München sei genau das Gegenteil der Fall. Die Vereine können sich vor Kinder kaum retten und teilweise müssen diese sogar zurückgewiesen werden, weil es zu viele Spieler werden. Die Gewinnung von ehrenamtlichen Trainern und Betreuern ist ein weiteres Problem für den TSV. Das Vereinsleben im TSV funktioniert zwar einwandfrei, doch durch das Betreiben des Sportheims durch eigene Mitglieder, fehlen diese beim Betreuen des Nachwuchses. Spielleiter Hans Stangl forderte eine Abschaffung des Doppelspielrechts für 18-jährige Spieler.
Die Münchner Delegation hatte ein offenes Ohr für die Probleme des Vereins und stellten ihrerseits einige Zukunftsideen des Verbandes vor.

Neue Spielformen in der A- und B-Klassen werden bereits im Bezirk Niederbayern ausprobiert, Spieltagsturniere statt einzelne Spieltage im Nachwuchsbereich oder das Thema E-Sport, daß momentan noch sehr kontrovers diskutiert wird. Mit der Übergabe eines Netzes mit Bällen an den TSV endete nach knapp zwei Stunden eine angeregte Diskussion, die dem Verein einige neue Ideen einbrachte, an deren Umsetzung gearbeitet werden soll. 

 
Spitzenvereine

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

© 2019 BFV.de