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1. FC Nürnberg unterstützt Flüchtlinge

Letzte Aktualisierung: 27. November 2018

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Der 1. FC Nürnberg setzt sich für Flüchtlinge ein. Foto: 1. FC Nürnberg

Der 1. FC Nürnberg ist nicht nur ein Bundesligist, er ist auch ein Verein, der sich sozial engagiert. Zum Beispiel im Rahmen des Projekts "Willkommen im Fußball", mit dem der Club jungen Geflüchteten hilft. Und genau deshalb hat der 1. FC Nürnberg nun im Rahmen der Initiative "2:0 für ein Willkommen" 9600 Euro von der DFB-Stiftung Egidius Braun und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration zur Verfügung gestellt bekommen.

"Willkommen im Fußball" ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, initiiert und gefördert von der DFL Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Die Nürnberger Verantwortlichen haben zusammen mit dem Bundesligaverein vor Ort das Projekt "Willkommen im Fußball" umgesetzt. Insgesamt stehen hinter "Willkommen im Fußball" bundesweit 23 Bündnisse. In diesen Bündnissen kooperieren Vereine der ersten beiden Bundesligen mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen ode kommunalen Akteuern sowie Amateurfußballvereinen.

Auf diesem Weg soll jungen Geflohenen geholfen werden, sich in Deutschland einzuleben, zu integrieren und zu lernen, Positives in ihrem Leben zu erreichen, das bis vor kurzer Zeit noch von Not und Kriegen geprägt war. Der Club ist einer der Partner dieses Programms, das ebenfalls vom SportService der Stadt Nürnberg unterstützt wird. Gemeinsam möchten sie den jungen Menschen Türen öffnen.

Wohn- und Ausbildungsmöglichkeiten schaffen

"Wir wollen zeigen, dass Integration gelingen kann", sagt Andrea Ackermann, Integrationsbeauftragte der Stadt Nürnberg. "Wir versuchen auch, Wohn- und Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen. Wir wollen ihnen in der Schule helfen und sie dabei unterstützen, unsere Sprache besser zu lernen. Außerdem sollen sie erfahren, was ein Verein von einem Fußballer hier in Deutschland erwartet."

Werte wie Fair Play, das Miteinander innerhalb einer Mannschaft und das Gegeneinander im Rahmen des Spiels auf dem Platz sind Brücken, die Hindernisse und Probleme auf dem Weg in eine neue Kultur in einem fremden Land überwinden lassen. Die große integrative Kraft des Fußballs wird dabei wieder einmal ganz deutlich.

"Viele lernen hier erst, wie man in einer Gemeinschaft lebt", sagt Ackermann. "Helfen und das Zurückbekommen sind in diesem Zusammenhang wichtige Aspekte. Auch die Bedeutung des Ehrenamts versuchen wir zu vermitteln. Viele der Geflohenen kennen das aus ihrer Heimat überhaupt nicht. Deshalb übergeben wir ihnen im Verein ganz bewusst Aufgaben. Und wir wollen zeigen, dass es hilft, wenn der eine für den anderen einsteht. Das sind Basics, die sie hier lernen können."

Teil des offiziellen Spielbetriebs

 

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Fußball ist ein großer Intergrationshelfer. Foto: 1. FC Nürnberg

Aber es ist nicht nur der Sport, der den Jungs hilft. Seit kurzem leben einige von ihnen gemeinsam in einer Wohngemeinschaft. Dort werden sie psychologisch betreut, erhalten Nachhilfe oder Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungs- und Arbeitsplatz. Am Abend geht es dann zu ihrer Lieblingsbeschäftigung - dem Fußball.

Seit dieser Saison nehmen die Geflohenen sogar am offiziellen Spielbetrieb teil. Als ASN Pfeil Phönix III kicken die Jungs in der B-Klasse im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe. "Am Anfang hatten wir schon etwas Anpassungsschwierigkeiten", sagt Philipp Feihl, einer der Trainer des Teams. "In den vergangenen Wochen ist es immer besser geworden. Wir machen stetig Fortschritte. Alle sind sehr lernwillig und mit großem Eifer bei der Sache. Es macht riesigen Spaß." Dieses Lob geben die Spieler gerne zurück. "Wir haben gemeinsam viel Spaß. Es ist wirklich super", sagt Ibrahim Osman Abdurezak, der aus Äthiopien stammt.

Kulturabende und Turniere

Der 1. FC Nürnberg unterstützt das Projekt auf vielfältige Weise. Für den Trainings- und Spielbetrieb stellt der Club mit Leon Ackermann, Philipp Feihl und Constantin Ziegler drei Trainer für die zwei Kooperationsvereine Pfeil Phönix und SG Viktoria Nürnberg/Fürth, bei denen insgesamt über 100 Geflüchtete im Alter bis 27 Jahren kicken.

Aber das ist bei weitem nicht alles. Der FCN veranstaltet zum Beispiel Kulturabende und hat schon mehrere Turniere ausgerichtet. Diese laufen ebenfalls unter dem Motto "Willkommen im Fußball". Zuletzt waren sechs Teams aus dem gesamten Bundesgebiet dabei - bestehend aus Geflüchteten.

"Wir arbeiten alle friedvoll und respektvoll miteinander. Dafür stehen wir und unsere Projekte", sagt Katharina Fritsch, Leiterin des Flüchtlingsprojekts beim 1. FC Nürnberg. "Meist entstehen Vorurteile, weil man die ausländischen Mitbürger nicht gut genug kennt. Das ist oft der Nährboden für Rassismus. Wir wollen dabei helfen, diese Vorurteile abzubauen."

Quelle: DFB

 

 
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