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BFV- Vereinsdialog beim TuS Prien

Letzte Aktualisierung: 12. Mai 2019

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BFV- Vereinsdialog beim TuS Prien

BFV- Vereinsdialog beim TuS Prien

Der TuS Prien am Chiemsee erhielt Anfang Mai die Gelegenheit, seine Wünsche und Erwartungen gegenüber der Verbands- und Kreisebene im Rahmen des sogenannten "Vereinsdialogs" darzustellen und zu diskutieren. 

Die Themenfülle für Amateurfußballvereine nimmt immer mehr zu, damit wachsen auch die Aufgabenfelder und Probleme für die meist ehrenamtlichen Vereinsführungen. Der Bayerische Fußballverband und seine Kreise sollen daher, über ihr Kerngeschäft hinaus, als "Dienstleister der Vereine" diese gezielt in ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Zweimal 45 Minuten auf Augenhöhe- nicht auf dem Fußballplatz, sondern im Vereinsheim. Nicht mit dem Ball, sondern im Gespräch. Das ist der Vereinsdialog. Als Ergebnis des 2. Amateurfußball-Kongress 2012 wurde er vom DFB ins Leben gerufen und seither auch beim Bezirk Oberbayern regelmäßig durchgeführt.
Zu Gast am Chiemsee war im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe die Verbandsspitze mit dem BFV-Vizepräsidenten und Bezirksvorsitzenden Robert Schraudner, der Kreisvorsitzenden Carmen Jutta Gardill, dem stellvertretenden Geschäftsführer des BFV Bernhard Schütz und dem "Pro Amateurfußball"- Projektmanager Timmy Joe Schlesinger.
Mit einer PowerPoint Präsentation stellte Abteilungsleiterin Andrea Fischer den Aufbau und die Aktivitäten des Turn- und Sportvereins vor und gab den Gästen aus München dabei auch gleich einen Einblick in die Strukturen aber auch in die Probleme der Priener Fußballabteilung.
Thematisiert wurden in der anschließenden Diskussionsrunde die Herausforderungen, vor denen vor allem Klubs im ländlichen Raum stehen, Finanzierungsmöglichkeiten, die Gewinnung von Ehrenamtlichen, Problemfelder in der Jugendarbeit des Vereins, der bis jetzt noch alle Mannschaften aus eigner Kraft besetzen kann und verschiedenen Angebote des BFV.
A-Jugend Trainer Daniel Künzl, die Priener Jugendleiter Thomas Müller und Andreas Scholz und ihr Kollege Horst Oberholzer vom TSV Bernau sprachen neben dem immer größer werdenden Problem eine A- Jugend zu stellen auch Themen wie die zeitaufwendige Bürokratie bei der Ausstellung von Spielerpässen für Flüchtlingskinder und den hohen zeitlichen Aufwand für Jugendbetreuer, die sich qualifizieren wollen, an. Die Thematik von einer immer dünner werdenden Spielerdecke im älteren Jugendbereich wurde dabei sehr kontrovers diskutiert. Neben einigen Lösungsvorschlägen aus der Teilnehmerrunde zeigte Robert Schraudner den gravierenden Gegensatz dazu auf. In München sei genau das Gegenteil der Fall. Die Vereine können sich vor Kinder kaum retten und teilweise müssen diese sogar zurückgewiesen werden, weil es zu viele Spieler werden. Einen bayernweiten Weg, wie beispielsweise eine verkürzte A-Jugendzeit sei deswegen nicht machbar, das Problem dem BFV aber durchaus bekannt.
Mit einem verkürzten Trainerkurs- ausgelegt speziell auf die jüngeren Jugendmannschaften- konnte Schraudner aber auch eine konkrete Lösung für den Wunsch nach einer kompakten Qualifizierung von Jugendtrainern in Aussicht stellen, der bereits vom Verband in Planung ist.
Im Zuge der Diskussion um die Gewinnung Ehrenamtlicher und die Erleichterung der täglichen Aufgabenfülle gab die BFV- Abordnung den Vereinsvertretern nützliche Tipps und stellte auch hier konkrete Angebote vor, die sich seitens des BFVs bereits in der Planung befinden. Beispielsweise wird momentan ein Programm getestet, das automatisch einen Spielbericht aus den SpielPLus Daten erzeugt und dieser ist dann ohne großen Aufwand für die Vereinshomepage oder Stadionzeitung nutzbar. Dieses Tool soll im kommenden Spieljahr bayernweit für alle Vereine zur Verfügung stehen.
Am Schluss betonte Abteilungsleiterin Fischer, dass sich die Zusammenarbeit mit den Spielgruppenleitern im Herren- und Jugendbereich und der Passabteilung absolut kollegial und problemlos gestaltet, man hier als Verein immer ein offenes Ohr findet und Probleme schnell und unbürokratisch gelöst werden.
Mit der Übergabe eines Netzes mit Bällen an den TuS endete nach knapp zwei Stunden eine angeregte Diskussion, die sowohl den Verantwortlichen des BFVs (Robert Schraudner) als auch den Vereinsvertretern einige neue Ideen und Anregungen einbrachte. 

 
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