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Opf: Die Silberne Raute für den SV Immenreuth

Letzte Aktualisierung: 8. Juni 2011


Opf: Gute Stimmung herrschte beim Festabend anlässlich der Verleihung der Silbernen Raute. v.l.n.r: Beisitzer Lautner und Ullmann, 1. Vorsitzender Hader, Bürgermeister Merkl, KEAB Gläßl, Kassier Lorenz, 2. Vorsitzender Ebenburger, VEAB Melzner

Immenreuth. (mez) Das Gütesiegel des Bayerischen Fußballverbandes, die Silberne Raute, erhielt der Sportverein mit all seinen Abteilungen bei einer Feierstunde aus den Händen des Kreisehrenamtsbeauftragten Josef Gläßl aus Weiden. Mit der Auszeichnung, die vergleichbar mit einer Zertifizierung in der freien Wirtschaft ist, kann der Verein nunmehr sichtbar nach außen hin demonstrieren, dass er in Führung, Organisation, sozialem Engagement und in seinen Angeboten den hohen gesellschaftlichen und sportlichen Anforderungen gerecht wird. (Die Veranstaltung wurde unter anderem auch von den Vereinsmitgliedern musikalisch feierlich umrahmt.)

Vorsitzender Erich Hader konnte in dem bis auf den letzten Platz besetzten Sportheim an diesem Abend zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Viele Ehrenmitglieder und Gemeinderäte ließen es sich nicht nehmen bei dieser feierlichen Auszeichnung mit anwesend zu sein, freute sich der SVI-Vorsitzende. Der Kinder- und Jugendchor "Bunte Töne" um deren Leiterin Gerlinde Haberkorn eröffnete den Festabend mit dem Evergreen von Franz Beckenbauer "Gute Freunde kann niemand trennen". Anschließend gratulierten die Chormitglieder Elisabeth Hößl, Annemarie Zaus und Carina Prokisch dem Sportverein als Erster zu ihrer Auszeichnung mit einem kleinem Präsent, worüber der überraschte Vorsitzende sich sichtbar freute.

Nach einem Rückblick über die Geschichte des Sportvereins folgte das von Vanessa Krauß-Wolff auf der Geige vorgetragene Lied "Chariots of fire" von Vangelis, wobei ihr Ehemann Andreas Krauß sie auf dem Klavier begleitete. Der Kreisehrenamtsbeauftragte Josef Gläßl und der Schriftführer des Vereins Roman Melzner erläuterten anschließend den anwesenden Mitgliedern die Auszeichnung Silberne Raute etwas näher. Diese wurde im Jahre 1998 durch die BFV-Ehrenamtskommision ins Leben gerufen mit dem Ziel die Arbeit in den Vereinen zu optimieren und das Vereinsleben im Verdrängungswettbewerb mit der zunehmend stärker werdenden Ich-Gesellschaft zu unterstützen.

Die Raute stellt dabei eine Leistungsbeschreibung für jeden Mitarbeiter im Verein auf, die von den vier Säulen Ehrenamt, Jugend, Breitensport und Prävention getragen wird. Das Ehrenamt wird dabei als wichtigste Säule gesehen. Hier geht es um den Gewinn und den Erhalt von Sach- und Sozialkompetenz, wobei es auf eine gesunde Mischung ankommt, wie man sie in der Vorstandschaft des SVI antrifft. Das einfache "Danke sagen" wird zudem leider heutzutage allzu oft von uns vergessen. Melzner erinnerte dabei an das Schaufelfest anlässlich des neuen B-Platz-Baus. Ohne ehrenamtliches Engagement gibt es keinen Sportverein, keine Feuerwehr oder auch keinen Kinderchor, gaben beide Redner zu bedenken.

Die zweite Säule betrifft den kompletten Jugendbereich. Die Jugend ist das Wichtigste in einem Verein, so Gläßl. Ohne Jugend gibt es keinen Nachwuchs, was auf kurz oder lang das Aus für einen Verein bedeutet. Der Vereinsehrenamtsbeauftragte Melzner dankte hier vor allem dem ehemaligen Jugendleiter und Träger des DFB-Ehrenamtspreises Heinz Frank, dessen Name knapp vierzig Jahre lang für die Jugendarbeit im Verein mit stand. Aber auch die Erfolge der Tischtennisabteilung, deren Jungenmannschaft sogar in die Bayernliga aufstieg, sind Zeichen einer qualifizierten Jugendarbeit, mit der sich deren Betreuer zu hundert Prozent identifizieren.

Beim Bereich des Breitensports geht es weniger um den Wettkampfsport, sondern eher um die Freude an der Bewegung. Als bestes Bespiel nannte Roman Melzner hier die "Schnupperkurse" für junge Kinder, die die Tischtennisabteilung zusammen mit Johann Stiegler und Martin Bauer anbietet. Der Dank galt aber auch den vielen Übungsleitern des Vereins, die dem Verein seit Jahrzehnten die Treue halten. Bei der vierten Säule der Silbernen Raute, der Prävention, kann man mit dem Beisitzer in der Vorstandschaft Jürgen Lautner den idealen Fachmann vorweisen, betonte Melzner. Der Polizeihauptmeister versorgt nicht nur bei Festlichkeiten die Verantwortlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter immer mit aktuellen Informationen wie zum Beispiel rund um das Jugendschutzgesetz.

Anschließend überreichte der Kreisehrenamtsbeauftragte Josef Gläßl die Auszeichnung des Bayerischen Fußballverbandes an den ersten Vorsitzenden Erich Hader. Der Verein hat die hohen Anforderungen klar erfüllt, um dieses Gütesiegel zu erhalten, so Gläßl. Eine solche Anerkennung bringe aber auch die Verpflichtung mit sich, weiterhin an der Zukunft des Vereins mitzuarbeiten. Das Prädikat manifestiert, dass der SVI gesellschaftlich und sportlich dem Nachhaltigkeitsgedanken eines qualifizierten und modernen Sportvereins mehr als gerecht wird, betonte der ehemalige Bundesligaschiedsrichter in seiner Laudatio (ausdrücklich).

Josef Gläßl erinnerte dabei auch an all die stillen Stars, die im Hintergrund verlässlich den Verein immer unterstützen, sowie auch an die vielen Sponsoren, die in all den Jahrzehnten dem Verein förderten. Ein Trompetenduett, vorgetragen von Stefan Ritter und Jürgen Schönfelder, rundete die feierliche Verleihung musikalisch ab. In seinem Grußwort freute sich Bürgermeister Peter Merkl über die hohe Auszeichnung für den rund fünfhundert Mitglieder zählenden Verein. Die Gemeinde könne stolz sein auf das insgesamt aktive Vereinsleben und das hohe ehrenamtliche Engagement innerhalb der Kommune, so Merkl.

 
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