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Opf: Schiedsrichter-Beobachterchef und VSA-Mitglied Josef Maier informierte die Regensburger Referees über das moderne Pfeifen.

Letzte Aktualisierung: 21. November 2011

"Das Schiedsrichterwesen modernisieren"


Opf: Mit einem reichhaltig gefüllten Geschenkkorb bedankte sich Schiedsrichterobmann Peter Langensteiner (links) nach dem Vortrag bei Josef Maier (rechts). Foto: Seitz

REGENSBURG von Philipp Seitz / MZ

Am Montagabend konnte die Schiedsrichtergruppe Regensburg bei ihrem monatlichem Lehrabend einen hohen Gast begrüßen: VSA-Mitglied und Schiedsrichter-Beobachter-Chef Josef Maier referierte über das "moderne Pfeifen und Beobachten". Und der ehemalige Schiedsrichter weiß, wovon er spricht: Rund 150 Bayernligaspiele, knapp 100 Spiele in der damaligen dritten Liga und 90 Assistenteneinsätze in der Bundesliga kann Maier vorweisen.

"Ich habe die Philosophie, dass wir das Schiedsrichterwesen modernisieren sollten", betonte Maier und erklärte, dass früher in einem Bezirk bessere und im anderen Bezirk schlechtere Schiedsrichterbenotungen vergeben worden seien. "Hier fehlte die Einheitlichkeit", resümierte der Beobachterchef und forderte gleiche Rahmenbedingungen im Beobachterwesen. Ein weiterer Wunsch von Maier ist es, dass Schiedsrichter und Beobachter "näher zusammenrücken und ein Team bilden sollten". Diesem Wunsch wurde bereits in einem Pilotprojekt, das eine kleine Revolution im Beobachterwesen darstellte, Rechnung getragen: "Schiedsrichter der bayerischen Verbandsspielklassen wurden heuer von Unparteiischen aus den vier Profispielklassen beobachtet", berichtete der Referent. Auch das Regensburger Aushängeschild, Eduard Beintinger, beteiligte sich an der Aktion und coachte Schiedsrichterkollegen.

Zudem ist der ehemalige Unparteiische fest davon überzeugt, dass in einigen Jahren der Beobachter auch in der Halbzeit in die Kabine der Unparteiischen kommen werde, um diesen Tipps und Hinweise für die zweite Halbzeit mitzugeben. "Bei den Spielern kommt der Trainer doch auch in die Kabine, warum nicht bei uns Schiedsrichtern?", fragte er sich. Der Beobachter solle vor allem als "Entwickler" fungieren und die Unparteiischen auf Einsätze in höheren Ligen vorbereiten.

Die Vorteilsanwendung sei nur noch angebracht, wenn diese auch Sinn mache, erklärte der Beobachter weiterhin. "Die Spieler bevorzugen mittlerweile den Freistoß und sie fordern auch die Standardsituationen."

Darüber hinaus forderte Maier, dass nur eindeutige Feldverweise und Strafstöße ausgesprochen werden dürften. Den jungen Referees riet Maier, die Spielerreaktionen zu berücksichtigen, denn oft werde einem "nach dem Pfiff die Entscheidung abgenommen". Besonders wichtig sei auch die Präsenz, bei Zweikämpfen und kritischen Situationen sollte der Schiedsrichter maximal 15 Meter entfernt positioniert sein. Mittels eigener Erlebnisse aus seiner Aktiven- und Beobachterlaufbahn untermauerte Maier, der beim FC Bayern die Champions League-Schiedsrichter betreut, seine Ausführungen mit ansprechenden und interessanten Anschauungsbeispielen. Man habe die "Leidenschaft und Begeisterung für das Schiedsrichterwesen" aus den Ausführungen regelrecht gespürt, lobte Lehrwart Joachim Schamriß den Referenten. Mit einem reichhaltig gefüllten Geschenkkorb bedankte sich Schiedsrichterobmann Peter Langensteiner nach dem Vortrag bei Josef Maier. (lsz)

 
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