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Opf: Harmonische Mitarbeitertagung

Letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2010

Opf: BFV-Bezirk Oberpfalz gerüstet für die Zukunft

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BV Maximilian Karl bei seinem Bericht
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BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher als Vertreter der Verbandsspitze
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Verdiente Mitarbeiter wurden geehrt: Alfons Heidingsfelder (30 Jahre), Stefan Weinberger (15), Willi Hirsch (15), Thomas Graml (10)
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Der Verbandssportgerichtsvorsitzende Oskar Riedmeyer (Mitte) verabschiedete Peter Spitzer (li.) nach 37 Jahren im Kreissportgericht Regensburg
   

BFV-Bezirk Oberpfalz für Zukunft gut gerüstet

von Andreas Allacher, MZ

RIEDEN. Angesichts des demografischen Wandels greifen die bewährten Rezepte in Verband und Verein bald nicht mehr. Mit den Geburtenzahlen der letzten Jahren - z. B. für Cham (siehe unten) - machte der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Fußballverbandes (BFV), Max Karl, deutlich, dass sich viele Fußballklubs zum einen rechtzeitig geeignete Partner suchen müssen und zum anderen diejenigen die größten Überlebenschancen haben, die im Nachwuchsbereich neben fußballerisches Qualität auch Betreuung und Erlebniswelten bieten. Auch der Boom beim Mädchenfußball habe den Höhepunkt inzwischen überschritten.

Berichte der Ausschuss-Vorsitzenden

Dass der BFV-Oberpfalz für die Zukunft gerüstet ist, machte die Jahrestagung der insgesamt 74 Mitarbeiter in Bezirk und Kreisen deutlich - vor allem, dass die Vorsitzenden der Arbeitskreise das Ergebnis ihrer Beratungen vortrugen. So sprach der Motor des Ehrenamts in der Oberpfalz, Josef Gläßl, die Spitzenquote des Bezirks in Sachen Vereinsehrenamtsbeauftragte zusammen mit Niederbayern auf Landesebene an. Für den Frauen- und Mädchenausschuss betonte Frieda Bauer, dass das Modellprojekt des Frauenpokals in Anlehnung an die Toto-Pokal-Reform der Herren durchaus auf positive Resonanz stieß. Bezirkssportgerichtsvorsitzender Hugo Friedrich kündigte an, Wiederholungstäter härter anfassen zu wollen. "Ein Segen für die Region" sei das neue Zusatzspielrecht für E- und F-Junioren, sagte Karl Fenzl, der derzeit Bezirksjugendleiter Hans Bieletzky vertritt. Angeregt wurde, künftig eine zentrale Meisterschaft für die Fußballjugend zu organisieren, möglicherweise am Rande eines Drittligaspiel des SSV Jahn Regensburg. Reinhard Rengsberger stellte als frisch ausgebildete Konfliktmanager sich und sein Aufgabengebiet vor, wobei seine Einschaltung kostenlos ist. Für eine gezieltere Nachwuchswerbung und eine stärkere Zusammenarbeit mit den Schulen sprach sich Bezirksschiedsrichterobmann Andreas Allacher aus. Dass in der laufenden Saison bereits drei Spiele nach tätlichen Angriffen auf Schiedsrichter abgebrochen werden mussten, stellte Bezirksspielleiter Thomas Graml kritisch heraus.

Jürgen Faltenbacher: Oberpfalz ist Musterbezirk

Als "Musterbezirk" bezeichnete der BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher die Oberpfalz und erläuterte den Geschäftsverteilungsplan im neuen Präsidium. Die tags davor am DFB-Bundestag getroffene Entscheidung zur Regionalliga-Reform, die dem Freistaat eine eigene Liga zugesteht, nannte er einen "guten Tag für Bayern". In einem Blick nach vorne sprach er die "Runden Tische" als mögliche Gesprächsforen mit den Vereinen an, nannte u. a. den Online-Spielbericht und eine Investition in die Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz als Ziele und erinnerte an viele BFV-Initiativen, die alle auf die Stärkung des Amateurfußballs abzielen, der "vor einem grundlegenden Wandel angesichts der demografischen Entwicklung" stehe.

 

Das Rechenbeispiel aus Cham

Derzeit gibt es in der Stadt Cham (17 013 Einwohner) acht Fußball spielende Vereine mit insgesamt 13 Herrenteams. Geht man von 15 Spielern pro Mannschaft aus, braucht die Vereine dazu 195 Spieler.

Unter der positiven Annahme, dass die Vereine wie bisher über 40 Prozent der Buben zum Fußballspielen animieren können und dass weiterhin rund ein Viertel der F-Junioren diesem Sport bis zum Erwachsenenalter treu bleibt, stehen auf der Grundlage der feststehenden Geburtenzahlen der Jahrgänge 2002 bis 2009 den Vereinen in der Saison 2027/28 nur mehr ca. 110 Spieler zur Verfügung, aus denen höchstens sieben bis acht Herrenteams gebildet werden können. Im Jahr 2009 wurden in Cham gerade einmal noch 55 Buben und 66 Mädchen geboren.

Dabei ist in der Stadt Cham das Verhältnis von rund 2700 Einwohnern pro Fußballverein im Gegensatz zu viele Umlandgemeinde noch sehr günstig.

14 Fußballvereine gab es 1950 in Cham und im 20-Kilometer-Umkreis der Stadt. Derzeit sind es 42 mit Teams im Spielbetrieb - schon sieben weniger als zum Höchststand im Jahr 2000.

 

 

 

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