Header Image - Kummerkasten (Antworten)
FairPlay-Liga

In dieser Kategorie finden Sie Anfragen und Antworten rund um die Fairplay-Liga der F-Junioren.

Ihre Frage:

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

seit nun 2 Jahren sehe ich mir regelmäßig Fairplay Spiele in der F-Jugend an und stelle immer wieder fest, dass unsere 8-10 jährigen Spieler damit überfordert sind. Die Erwartungshaltung an diese Alternsgruppe finde ich zu hoch, sie trauen sich sehr selten einen Freistoß einzufordern. Meist wird einfach weiter gespielt. Öfter aber pfeift dafür der Heimtrainer, der aber nicht im Spielfeld mitläuft, sondern auf einer Seite steht und oft Einwürfe ect. gar nicht richtig erkennen kann. Beim letzten Spiel war im Strafraum ein klares Foul der Heimtrainer fordert einen 11 Meter, der andere Trainer bestärkt seine Spieler weiter zu spielen. Dann mischen sich meistens die Eltern dazu ein, wo die meisten noch nicht einmal gemerkt haben, dass es garkeinen Schiri mehr gibt. 

Immer wieder stelle ich mir die Frage, könnten Erwachsene Männer ein Fußball Spiel ohne Schiri bestreiten? Und können wir das wirklich von 8-10 Jährigen erwarten? Ich glaube nicht, und würde mir einen Schiri sehr oft wünschen, da dann klar ist wer was zu bestimmen hat..... bitte erklären Sie mir, warum unsere Kinder ohne Schiri auskommen sollen.....

Herzlichen Dank

Unsere Antwort:

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung zur FairPlay-Liga der F-Junioren.

Die Erfahrungen der FairPlay-Liga sind sehr unterschiedlich. In einer Studie während der ersten Saison der FairPlay-Liga konnten wir feststellen, dass die Kinder in der Regel Einwurf-, Abstoß- und Eckstoßentscheidungen ohne Schwierigkeiten treffen können.

Tatsächlich schwer fällt den jungen Spielern, unerlaubtes Spiel richtig zu bewerten (Foul- und Handspiel). Häufig wird einfach weitergespielt - ohne, dass ein Spieler reklamiert. Hier wird deutlich, dass einfach "nur spielen" im Vordergrund steht.

Sie stellen zu Recht die Frage, ob erwachsene Männer ohne Schiedsrichter spielen und wir das von Kindern erwarten können.
Die Antwort darauf ist einfach und doch schwer für uns Erwachsene zu begreifen.

Sie beschreiben die Situation selbst: Der eine Trainer fordert 11er, der andere animiert zum Weiterspielen. Warum verhalten diese sich so? Zusätzlich schalten sich Eltern ein. An dieser Stelle wird deutlich, dass Erwachsene versuchen von außen Einfluss auf das Spiel zu nehmen und in der Konsequenz auch für Unruhe sorgen. Ein Schiedsrichter wäre in diesem Fall tatsächlich nur für das vermeintlich gute Gefühl der Eltern da - sofern er aus deren Sicht die richtige Entscheidung trifft.

Beobachten Sie Kinder, wenn sich diese zum Fußballspielen irgendwo im Grünen treffen. Ganz ohne Erwachsene. Auch hier wollen Kids erfolgreich sein und gewinnen. Auch hier kommt es zu kniffligen Situationen, bei denen unsere jüngsten zu einer Lösung kommen. Warum? Weil sie einfach nur spielen wollen.

Wir Erwachsene benötigen einen "Streitschlichter", der unsere Sichtweise bestätigt und nicht die des Gegenübers.

Zu der von Ihnen genannten Situation sollte es in der FairPlay-Liga gar nicht kommen. Die Traineregel sieht hier vor, dass beide Trainer gemeinsam in der Coaching-Zone stehen, die Spieler anleiten und bei kniffligen Entscheidungen gemeinsam eingreifen.

Spielbetrieb: allgemeine Themen

In der Kategorie Spielbetrieb finden Sie Antworten auf allgemeine Fragen rund um die Organisation, Verwaltung und Durchführung des Spielbetriebs. Anfragen zu einzelnen Spielverlegungen, Vorfällen oder ähnlichem, richten Sie bitte direkt an den verantwortlichen Spielleiter der betroffenen Liga.

 

Ihre Frage:

Sehr geehrter BFV,

zum wiederholten Male werden Spiele am Anfang der Rückrunde wegen unbespielbarer Fußballplätze abgesagt, wann wird Fußball eigentlich wieder ein Sommersport? Seit Jahren Ärgern sich Vereine im Kreis Zugspitze über die Spielpläne im März bzw. vor Ostern.

Die Woche davor sah es nicht besser aus!

Die einzige Möglichkeit ist dann, die Spiele auf unter der Woche zu legen. Für Vereine in dieser Klasse ist es extrem Schwierig dann genügend Leute zusammen zu bekommen. Jeder der Spieler, Trainer, Betreuer, Schiedsrichter usw. arbeitet unter der Woche. Fußball soll denen ihr Hobby sein das Spaß macht und kein weiterer Stressfaktor!

Ich bin gespannt ob hier mal eine vernünftige Erklärung seitens des BFV kommt...

 

Unsere Antwort:

Die Planung des Spieljahres ist leider nicht ganz so einfach. Zur Beantwortung der Anfrage im Folgenden ein paar Einblicke:

1. aktuelle Zahlen:
Im Kreis Zugspitze wurden für das Wochenende 24. - 28.3. insgesamt 173 Spiele von der Kreisliga bis zur C-Klasse gemäß dem Rahmenterminkalender angesetzt. 
Genau 17 Spiele mussten ausfallen.

2. Aufbau des Rahmenspielplanes

Fest vorgegeben ist der letzten Spieltag, da sich diesem die Relegationsspiele zur nächsthöheren Liga anschließen. Von diesem Spieltag werden die notwendigen Tage rückwärts gezählt.

Dann gibt es weitere Diskussionspunkte:
 a) Saisonbeginn (in den vier oberbayerischen Kreisen unterschiedlich)
 b) Spielgruppenstärke (16er oder 14er-Gruppe = 4 Spieltage Unterschied!)
 c) letzter Spieltag vor der Winterpause (wie lang kann gespielt werden? in der laufenden Saison bis 14./15.11.)
 d) Schonzeit für den Rasenplatz in der Sommerpause (Vorgabe Kommune?!)

Kurz um, wenn man nicht bis Ende November spielen möchte oder auch nicht kann, dann ist Saisonstart zwangsweise bereits Anfang August. Somit in der schönen Jahreszeit für Fußball. ABER zu Beginn der Ferienzeit. Sicher problematisch für z.B. fußballspielende Väter.

Beginnt man die Rückrunde dagegen später, sind zwangsweise bereits Wochenspieltermine Pflicht - im Kreis Zugspitze werden hier Nachholtermine angesetzt.

Späteres Saisonende ist sicher wünschenswert für alle Beteiligten, da dann tatsächlich in der schöneren Jahreszeit Fußball gespielt wird, die Relegation für den Abstiegsreleganten wäre dann einige Wochen nach dem letzten Saisonspiel. Und die Relegation muss von ganz oben nach unten geplant werden.

Welche Lösungen für einen späteren Rückrundenbeginn gibt es nun?
  a) im Herbst länger Spielen und somit im Frühjahr später anfangen (Witterung im Herbst?)
  b) Spielgruppen verkleinern (12er-Gruppen = 4 Spieltage weniger als bei 14er-Gruppen)

Der Spielraum für die Saisonplanung ist folglich nicht gerade sehr groß. Zudem hat jeder einzelne seine eigenen Vorstellungen und Wünsche.

Wir hoffen, dass wir einen Einblick in die Saisonplanung geben konnten.

 

Fragen zu Regelungen

Ihre Frage:

Wir als kleiner Verein (wie viele andre auch) haben mit Spielermangel zu kämpfen. Eine Jugendmannschaft können wir leider nicht mehr stellen. Nun ist es aber so, dass es doch junge Leute gibt, die gerne bei uns mit 18 Jahren spielen würden, aber nicht dürfen, weil wir keine Jugend haben. Meiner Meinung nach werden so Vereine/Mannschaften minimiert, weil jeder einzelne Spieler wichtig ist.

Nun meine Frage: Warum kann man das nicht möglich machen, dass ein 18-jähriger spielen darf? Ich glaube ich spreche hier aus der Seele von vielen anderen.

Unsere Antwort:

Es ist richtig, dass jeder einzelne Spieler für einen Verein und für den Verband sehr wichtig ist. In der Anfrage sind zwei Regelungen betroffen:
 
1) Ein A-Juniorenspieler des jüngeren Jahrgangs erhält auch ab seiner Volljährigkeit kein Spielrecht für die Herrenmannschaft. Damit soll das Aussterben der A-Jugendmannschaften verhindert werden. Vor Einführung dieser Regelung, wurden im Laufe der Rückrunde A-Jugendspieler verstärkt im Herrenbereich eingesetzt. Einerseits um Mannschaften aufzufüllen und andererseits zum "Heranführen" an den Herrenbereich.
Nicht selten zog diese Maßnahme Mannschaftsrückziehungen bei den A-Jugendmannschaften nach sich. Ein geregelter Spielbetrieb für die verbliebenen Spieler und auch Mannschaften war somit nicht mehr gewährleistet.
 
2) Vereine, die für eine eigene Jugendarbeit keinen Aufwand betreiben möchten und lieber den gesamten Fokus auf den Herrenbereich setzen wollen, sollten nicht dadurch belohnt werden, dass sie sich uneingeschränkt A-Jugendspieler des älteren Jahrgangs anwerben können, um so ihre Herrenmannschaft ohne eigene Ausbildungsarbeit zu stärken.
Ziel der eigenen Jugendarbeit soll eben sein, dass man sich eigene Fussballer für den Herrenbereich ausbildet.
 
Spitzenvereine
© 2017 BFV.de