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Schiedsrichter

Ihre Frage

Warum werden in manchen Kreisen die jungen Schiedsrichter nicht geschützt? Es ist mir des Öfteren aufgefallen, dass diese Schiedsrichter übelst beschimpft werden. Auf Nachfrage habe ich aber keine Antwort erhalten.

Mir ist auch aufgefallen, dass ein Schiedsrichter Spiele leitet, der des Öfteren schon wegen rassistischer Äußerungen in der Kritik stand. Warum wird hier nichts unternommen?

Unsere Antwort

Alle Schiedsrichter werden zunächst bei Ihrer Ausbildung auf ihre bevorstehende Aufgabe und die damit verbundenen Konflikte auf und um den Fußballplatz vorbereitet.

Anschließend werden die Neulinge bei ihren ersten Einsätzen von erfahrenen Schiedsrichtern begleitet. Diese unterstützen die Unparteiischen bei ihren Spielleitungen und geben dabei wertvolle Tipps. Das neu eingeführte "Tandem-SR" Projekt, soll eine noch effektivere Betreuung der Unerfahrenen sicherstellen. Spätestens jetzt hat der Referee einen Eindruck über sein gewähltes Hobby bekommen und wird entsprechend seinem Engagement, Talent, Leistung, usw. in höheren Spielklassen eingesetzt. In den Leistungsklassen findet ebenfalls wieder ein Beobachtungssystem statt.

Wichtig ist, dass die betroffenen Schiedsrichter bei Beleidigungen und/oder tätlichen Angriffen im Rahmen der Spielberichtsbearbeitung eine Meldung verfassen. Somit können Spielleiter und Sportgerichte handeln und notwendige Konsequenzen ergreifen.

Bei rassistischen Äußerungen gibt es für den Bayerischen Fußball-Verband keine Toleranz. Dies gilt nicht nur gegenüber Spielern, Trainer, Funktionären oder Zuschauern, sondern auch gegenüber den Schiedsrichtern. Um hier handeln zu können, ist eine nicht-anonyme Meldung an die Schiedsrichtergruppe oder den verantwortlichen Spielleiter notwendig.

Zusammengefasst bleibt festzustellen, dass die Schiedsrichter, gerade am Anfang, ausgiebig von ihren Gruppen auf die jeweilige Aufgabe vorbereitet werden. Im weiteren Verlauf wird viel Eigeninitiative der Unparteiischen abverlangt. Dies bringt das Hobby in der Natur der Sache mit sich. Falls ein Referee Hilfe benötigt, sind ihm die entsprechenden Ansprechpartner bekannt und unterstützen ihn gerne.

 

Ihre Frage:

Ich wäre sehr dafür, dass nach jedem Spiel die Trainer über den Schiedsrichter eine kurze Notenbewertung machen können. WICHTIG, dies soll keine direkte Auswirkung auf den Schiedsrichter haben, aber die Schiedsrichterbeobachter können hier Auffälligkeiten erkennen und die "guten" Schiedsrichter besser gefördert und von den "negativ auffälligen" einfach noch ein persönliches Bild genommen werden.

Hier könnte dann durch Schulung oder Gespräche nachgebessert werden. Zu diesem Thema habe ich auch mit Trainerkollegen gesprochen, welche die Idee für gut fanden.

Unsere Antwort:

In den Leistungsklassen (meist ab Herren KL) werden die Schiedsrichter stets von einem Schiedsrichterbeobachter betreut und in diesem Rahmen auch benotet. Dieser Coach (meist ehemalige Referees) ist genauso neutral wie der Spielleiter selbst und kann so eine ideale Leistungsbeurteilung, ohne "Vereinsbrille" durchführen. Die Ergebnisse haben große Auswirkungen für die weitere Laufbahn des Schiedsrichters.

Ihre Idee, dass Trainer den Schiedsrichter bewerten ist sicher denkbar.

Im Profi-Fußball führt eine bekannte Zeitschrift eine solche Benotung über jeden Spieltag durch.

Für das Schiedsrichteramt kann diese Benotung, außer einen guten/schlechten Eindruck, jedoch schwer eine Auswirkung auf den Referee haben. Wenn ein Verein gewinnt, liegt es nahe, dass der Spielleiter als "gut" bewertet wird. Genauso will man nicht erreichen, dass sich der Schiedsrichter durch wohlwollende Regelauslegung "in die Gunst der Vereine pfeift". Die Neutralität und damit die gewisse Distanz zu den Trainern ist dabei obsolet.

Gleichzeitig muss in diesem Zusammenhang auch berücksichtigt werden, dass neben der Auswertung der Beobachtungen durch die Schiedsrichtergruppe, eine zusätzliche und sicherlich sehr aufwändige Auswertung gemacht werden müsste, die bei der großen Anzahl an Spielen zudem sehr umfangreich ausfallen würde. Sicherlich hat jedoch die entsprechende Schiedsrichtergruppe mit deren Einteiler/Obmann für Hinweise zur Leistungsbewertung stets ein offenes Ohr.

Diese sollten Ihre erste Anlaufstelle zu diesem Thema sein.

 
FairPlay-Liga

In dieser Kategorie finden Sie Anfragen und Antworten rund um die Fairplay-Liga der F-Junioren.

Ihre Frage:

Ich bin inzwischen seit 12 Jahren Jugendtrainer im Kleinfeldbereich. Die letzten Jahre trainierte ich immer F-Junioren. Seit Einführung der Fair-Play-Liga macht die Arbeit keinen Spaß mehr. Mannschaften mit dominanten Spielern bestimmen das Spielgeschehen. Mannschaften mit schüchternen Spielern haben oft das Nachsehen bei Entscheidungen. Ständige Diskussionen am Spielfeldrand sind die Folge. Erst letztes Wochenende wurde von einem Spielleiter ein Strafstoß auf den sich die Kinder geeinigt hatten zurückgenommen was zu heftigen Tumulten unter den Eltern führte. BITTE KEHRT WIEDER ZU LEITUNG DURCH EINEN SCHIEDSRICHTER ZURÜCK!!

Ich verstehe auch den Sinn und Zweck der Fair-Play-Liga nicht. Was lernen die Kinder da? Das man jede Enscheidung ausdiskutiert? Dass derjenige, der am lautesten und heftigsten reagiert Recht bekommt? Ich habe früher nie soviel Streitereien auf und neben dem Spielfeld erlebt wie seit der Einführung dieser unsäglichen Regel. Ich habe auch die letzten Jahre keinen Trainer oder Betreuer kennengelernt, der die Regelung für gut empfindet. Bitte macht uns die Arbeit wieder leichter und schafft die Fair-Play-Regelung ab!!!

Unsere Antwort:

Im Rahmen der Kreis- und Bezirkstage sowie des Verbandstages 2014 haben sich die Delegierten (=Vereinsvertreter) mehrheitlich für die Einführung der FairPlayLiga und der damit verbundenen Regeln bei den F-Junioren entschieden.

Die Erfahrungen in den letzten Jahren mit der Umsetzung der FairPlayLiga sind sehr unterschiedlich. Sinn und Zweck der Regeln, ist die Förderung des Kinderfußballs für die Kinder. Gleichzeitig sollen unser Jüngsten einen fairen Umgang miteinander lernen und somit die Sozialkompetenz ausgebaut werden. Eltern sollen sich vorbildlich verhalten.

Die Schwachstelle sind leider meist die Erwachsenen- Das Einhalten der gemeinsamen Coaching-Zone für Trainer und Betreuer oder der Fanzone stellt teilweise Erwachsene vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Erwachsene sollen Vorbilder sein und können sich in diesem Fall oft nicht an zwei simple Regeln halten.

Ihrer Schilderung nach können sich Kinder einigen und Entscheidungen treffen. Problematisch wird es - und so beschreiben Sie es auch - wenn Erwachsene sich von außen in den Kinderfußball einmischen. Hier stellt sich die Frage: Warum bzw. wann müssen sich Erwachsene einmischen?

Die Antwort ist hier einfach:
Ein Einmischen ist nur dann gefragt, wenn sich Kinder nicht einigen können. Dabei soll den Kindern aber auch Zeit gegeben werden, sich zu einigen.
Verhält sich ein Spieler unfair (Bspw. nach dem Motto: "der Stärkere hat Recht"), liegt die Verantwortung jeweils beim betroffenen Trainer/Betreuer hier einzugreifen und maßzuregeln. Erfahrungen zeigen hier aber auch. dass die Schwachstelle beim Trainer/Betreuer liegt. Der vermeintlich persönliche Erfolg ist hier wichtiger, als das Lernen eines fairen Verhaltens - auch für die Zukunft.

Eine Frage, die uns bereits öfter von Trainern gestellt wurde: "Was sollen wir tun, wenn wir uns nicht einigen können?"
Die Antwort von Ralf Kloh (Entwickler der FairPlayLiga): "Lasst die Kinder entscheiden."

Ihre Frage:

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

seit nun 2 Jahren sehe ich mir regelmäßig Fairplay Spiele in der F-Jugend an und stelle immer wieder fest, dass unsere 8-10 jährigen Spieler damit überfordert sind. Die Erwartungshaltung an diese Alternsgruppe finde ich zu hoch, sie trauen sich sehr selten einen Freistoß einzufordern. Meist wird einfach weiter gespielt. Öfter aber pfeift dafür der Heimtrainer, der aber nicht im Spielfeld mitläuft, sondern auf einer Seite steht und oft Einwürfe ect. gar nicht richtig erkennen kann. Beim letzten Spiel war im Strafraum ein klares Foul der Heimtrainer fordert einen 11 Meter, der andere Trainer bestärkt seine Spieler weiter zu spielen. Dann mischen sich meistens die Eltern dazu ein, wo die meisten noch nicht einmal gemerkt haben, dass es garkeinen Schiri mehr gibt. 

Immer wieder stelle ich mir die Frage, könnten Erwachsene Männer ein Fußball Spiel ohne Schiri bestreiten? Und können wir das wirklich von 8-10 Jährigen erwarten? Ich glaube nicht, und würde mir einen Schiri sehr oft wünschen, da dann klar ist wer was zu bestimmen hat..... bitte erklären Sie mir, warum unsere Kinder ohne Schiri auskommen sollen.....

Herzlichen Dank

Unsere Antwort:

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung zur FairPlay-Liga der F-Junioren.

Die Erfahrungen der FairPlay-Liga sind sehr unterschiedlich. In einer Studie während der ersten Saison der FairPlay-Liga konnten wir feststellen, dass die Kinder in der Regel Einwurf-, Abstoß- und Eckstoßentscheidungen ohne Schwierigkeiten treffen können.

Tatsächlich schwer fällt den jungen Spielern, unerlaubtes Spiel richtig zu bewerten (Foul- und Handspiel). Häufig wird einfach weitergespielt - ohne, dass ein Spieler reklamiert. Hier wird deutlich, dass einfach "nur spielen" im Vordergrund steht.

Sie stellen zu Recht die Frage, ob erwachsene Männer ohne Schiedsrichter spielen und wir das von Kindern erwarten können.
Die Antwort darauf ist einfach und doch schwer für uns Erwachsene zu begreifen.

Sie beschreiben die Situation selbst: Der eine Trainer fordert 11er, der andere animiert zum Weiterspielen. Warum verhalten diese sich so? Zusätzlich schalten sich Eltern ein. An dieser Stelle wird deutlich, dass Erwachsene versuchen von außen Einfluss auf das Spiel zu nehmen und in der Konsequenz auch für Unruhe sorgen. Ein Schiedsrichter wäre in diesem Fall tatsächlich nur für das vermeintlich gute Gefühl der Eltern da - sofern er aus deren Sicht die richtige Entscheidung trifft.

Beobachten Sie Kinder, wenn sich diese zum Fußballspielen irgendwo im Grünen treffen. Ganz ohne Erwachsene. Auch hier wollen Kids erfolgreich sein und gewinnen. Auch hier kommt es zu kniffligen Situationen, bei denen unsere jüngsten zu einer Lösung kommen. Warum? Weil sie einfach nur spielen wollen.

Wir Erwachsene benötigen einen "Streitschlichter", der unsere Sichtweise bestätigt und nicht die des Gegenübers.

Zu der von Ihnen genannten Situation sollte es in der FairPlay-Liga gar nicht kommen. Die Traineregel sieht hier vor, dass beide Trainer gemeinsam in der Coaching-Zone stehen, die Spieler anleiten und bei kniffligen Entscheidungen gemeinsam eingreifen.

Spielbetrieb: allgemeine Themen

In der Kategorie Spielbetrieb finden Sie Antworten auf allgemeine Fragen rund um die Organisation, Verwaltung und Durchführung des Spielbetriebs. Anfragen zu einzelnen Spielverlegungen, Vorfällen oder ähnlichem, richten Sie bitte direkt an den verantwortlichen Spielleiter der betroffenen Liga.

 

Ihre Frage:

Nachdem die Bezirksligaeinteilung nun vorüber ist und es Mannschaften wie der SV M. und die BSG T. nicht geschafft haben sich über die Relegation für die nächstjährige Bezirksliga zu qualifizieren, hätte ich gerne nachfolgenden Sachverhalt geklärt:

Die Bezirksliga besteht nächste Saison aus 46 Mannschaften, was zwei 15er und eine 16er Gruppe nach sich zieht. Sprich in den beiden 15er Gruppen hat jedes Wochenende eine andere Mannschaft spielfrei. Genau so in der Kreisliga Donau/Isar. Dort wird es eine 15er und eine 14er Gruppe geben, so dass auch hier in einer Gruppe jeweils eine Mannschaft spielfrei hat. Ebenso in den Kreisligen der Zugspitze. Aufgrund der verlorenen Relegation von M. und T. sind hier jeweils eine Mannschaft zu viel und in der Bezirliga eine zu wenog.

Nun stelle ich mir die Frage, warum die beiden Relegationsverlierer nicht doch auch in die Bezirksliga aufsteigen können, um einen fairen Spielbtrieb ohne spielfreier Wochenenden zu gewährleisten? Man hätte dann drei 16er Gruppen und die Kreiliga Donau/Isar wäre auch ausgeglichen. Des weiteren ist auch der Tabellenstand immer nachvollziehbar und unverfälscht! Beide Mannschaften hätten es sich redlich verdient nächste Saison Bezirksliga zu spielen.

Die Vereine in den 15er Gruppen ärgern sich alle über das von Bürokratismus kaum zu überbietende Regelwerk. Niemand hat unter der Saison Lust ein spielfreies Wochenende zwischendrin zu haben.

Wie wird das dann nächste Saison gehandhabt? Gibt es dann mehrere direkte Aufsteiger in die Bezirksligen um die drei wieder auszugleichen oder weniger Absteiger? Auch an dem Relegationsmodus sollte nochmal gearbeitet werden - so viele Spiele am Ende einer langen Saison machen wenig Sinn, fordern eher Verletzungen raus und am Ende muss man vielleicht zwei oder drei Wochen länger spielen und wird für die harte Arbeit nicht belohnt, weil der BFV die Ligen nicht richtig einteilen kann. Ganz zu schweigen von der kurzen Regenerationsphase für die Vereine, die sehr schnell wieder in die neue Saison starten. Fairer Wettbewerb sieht anders aus lieber BFV. Am Beispiel von S. hat man gesehen, was in der Hinrunde nach einer langen Relegation rauskommt. S. hätte locker die Klasse halten können, fiel aber nach der Relegation in ein Loch und musste runter - über die Relegation.

Unsere Antwort:

Auf dem letzten Kreistag haben sich die Vereine für eine längere Saison auf Kreisebene gegenüber der Bezirksligen entschieden. Genau diese Entscheidung gestaltet eine weiterführende Relegation etwas schwieriger bzw. unmöglich.

In der Relegation sind neben den Kreisligisten auch die Bezirksligisten zu berücksichtigen. Diese müssten nun jedoch bis zu drei Wochen auf das erste Relegationsspiel gegen einen Kreisligisten warten. Aus sportlicher Sicht sicherlich keine gute Situation.

Andererseits ist eine Relegation notwendig, um die maximale Anzahl an Startplätzen in einer Liga nicht zu überschreiten, da die Saison dadurch komplexer in der Planung wird.

Unser Ziel ist es, wieder eine Angleichung des Spielplanes der Spielklassen zu erhalten. Im nächsten Schritt muss der Auf- und Abstieg flexibler gestaltet werden. Hierzu ist die Frage, ob die betroffenen Vereine diese notwendige Flexibilität mittragen wollen. Flexibel deswegen, da die Anzahl der Absteiger aus den Bezirksligen von den oberbayerischen Abstegern aus der Landesliga abhängig ist.

Kurzum: Eine Relegation ist notwendig, da ein fixierter Auf- und Abstieg die Anzahl der Startplätze jedes Jahr stark verändern würde (Stichwort: Absteiger Landesliga). Eine Optimierung ist sicher weiter möglich. Alle Vereine haben die Chance, sich auf den anstehenden Tagungen einzubringen und mitzuwirken (Stichwort: Saisonende Kreisligen)

Ihre Frage:

Meine Anregung: Könnte es nicht zur Pflicht gemacht werden hinter jedem Tor bei Hauptspielfeldern (am Anfang z.B. ab Bezirksliga) Ballfangzäune zu installieren. Man
macht sich ja immer wieder Gedanken wie die effektive Spielzeit erhöht werden kann. Die Kosten wären meiner Meinung nicht zu hoch wenn man sich im Vergleich dazu die Trainer oder Spielergehälter auch im Amateurbereich so ansieht.Technisch ist das aus meiner
Sicht bei jedem Fussballplatz ohne viel Aufwand möglich.

Unsere Antwort:

In höheren Spielklassen - insb. mit Lizenzierungsverfahren - können Auflagen - wie z.B. Ballfangzäune - an die Vereine gestellt werden. In den Amateurklassen ist eine solche Verpflichtung nicht möglich. Insbesondere dann nicht, wenn die Sportanlage nicht im Eigentum des Vereins, sondern einem anderen Träger oder sogar der Kommune ist. Darüber hinaus, sind das bauliche Veränderungen, die einer Genehmigung bedürfen und durchaus kostspielig sein können.

Derzeit wird diskutiert, ob eine Nettospielzeit eingeführt werden soll. Für uns stellt sich aktuell die Frage, wie hoch ist die aktuelle Nettospielzeit? Belastbares Zahlenmaterial liegt uns derzeit für eine Beurteilung nicht vor.

Ihre Frage:

Sehr geehrter BFV,

zum wiederholten Male werden Spiele am Anfang der Rückrunde wegen unbespielbarer Fußballplätze abgesagt, wann wird Fußball eigentlich wieder ein Sommersport? Seit Jahren Ärgern sich Vereine im Kreis Zugspitze über die Spielpläne im März bzw. vor Ostern.

Die Woche davor sah es nicht besser aus!

Die einzige Möglichkeit ist dann, die Spiele auf unter der Woche zu legen. Für Vereine in dieser Klasse ist es extrem Schwierig dann genügend Leute zusammen zu bekommen. Jeder der Spieler, Trainer, Betreuer, Schiedsrichter usw. arbeitet unter der Woche. Fußball soll denen ihr Hobby sein das Spaß macht und kein weiterer Stressfaktor!

Ich bin gespannt ob hier mal eine vernünftige Erklärung seitens des BFV kommt...

 

Unsere Antwort:

Die Planung des Spieljahres ist leider nicht ganz so einfach. Zur Beantwortung der Anfrage im Folgenden ein paar Einblicke:

1. aktuelle Zahlen:
Im Kreis Zugspitze wurden für das Wochenende 24. - 28.3. insgesamt 173 Spiele von der Kreisliga bis zur C-Klasse gemäß dem Rahmenterminkalender angesetzt. 
Genau 17 Spiele mussten ausfallen.

2. Aufbau des Rahmenspielplanes

Fest vorgegeben ist der letzten Spieltag, da sich diesem die Relegationsspiele zur nächsthöheren Liga anschließen. Von diesem Spieltag werden die notwendigen Tage rückwärts gezählt.

Dann gibt es weitere Diskussionspunkte:
 a) Saisonbeginn (in den vier oberbayerischen Kreisen unterschiedlich)
 b) Spielgruppenstärke (16er oder 14er-Gruppe = 4 Spieltage Unterschied!)
 c) letzter Spieltag vor der Winterpause (wie lang kann gespielt werden? in der laufenden Saison bis 14./15.11.)
 d) Schonzeit für den Rasenplatz in der Sommerpause (Vorgabe Kommune?!)

Kurz um, wenn man nicht bis Ende November spielen möchte oder auch nicht kann, dann ist Saisonstart zwangsweise bereits Anfang August. Somit in der schönen Jahreszeit für Fußball. ABER zu Beginn der Ferienzeit. Sicher problematisch für z.B. fußballspielende Väter.

Beginnt man die Rückrunde dagegen später, sind zwangsweise bereits Wochenspieltermine Pflicht - im Kreis Zugspitze werden hier Nachholtermine angesetzt.

Späteres Saisonende ist sicher wünschenswert für alle Beteiligten, da dann tatsächlich in der schöneren Jahreszeit Fußball gespielt wird, die Relegation für den Abstiegsreleganten wäre dann einige Wochen nach dem letzten Saisonspiel. Und die Relegation muss von ganz oben nach unten geplant werden.

Welche Lösungen für einen späteren Rückrundenbeginn gibt es nun?
  a) im Herbst länger Spielen und somit im Frühjahr später anfangen (Witterung im Herbst?)
  b) Spielgruppen verkleinern (12er-Gruppen = 4 Spieltage weniger als bei 14er-Gruppen)

Der Spielraum für die Saisonplanung ist folglich nicht gerade sehr groß. Zudem hat jeder einzelne seine eigenen Vorstellungen und Wünsche.

Wir hoffen, dass wir einen Einblick in die Saisonplanung geben konnten.

 

Fragen zu Regelungen

Ihre Frage:

Wir als kleiner Verein (wie viele andre auch) haben mit Spielermangel zu kämpfen. Eine Jugendmannschaft können wir leider nicht mehr stellen. Nun ist es aber so, dass es doch junge Leute gibt, die gerne bei uns mit 18 Jahren spielen würden, aber nicht dürfen, weil wir keine Jugend haben. Meiner Meinung nach werden so Vereine/Mannschaften minimiert, weil jeder einzelne Spieler wichtig ist.

Nun meine Frage: Warum kann man das nicht möglich machen, dass ein 18-jähriger spielen darf? Ich glaube ich spreche hier aus der Seele von vielen anderen.

Unsere Antwort:

Es ist richtig, dass jeder einzelne Spieler für einen Verein und für den Verband sehr wichtig ist. In der Anfrage sind zwei Regelungen betroffen:
 
1) Ein A-Juniorenspieler des jüngeren Jahrgangs erhält auch ab seiner Volljährigkeit kein Spielrecht für die Herrenmannschaft. Damit soll das Aussterben der A-Jugendmannschaften verhindert werden. Vor Einführung dieser Regelung, wurden im Laufe der Rückrunde A-Jugendspieler verstärkt im Herrenbereich eingesetzt. Einerseits um Mannschaften aufzufüllen und andererseits zum "Heranführen" an den Herrenbereich.
Nicht selten zog diese Maßnahme Mannschaftsrückziehungen bei den A-Jugendmannschaften nach sich. Ein geregelter Spielbetrieb für die verbliebenen Spieler und auch Mannschaften war somit nicht mehr gewährleistet.
 
2) Vereine, die für eine eigene Jugendarbeit keinen Aufwand betreiben möchten und lieber den gesamten Fokus auf den Herrenbereich setzen wollen, sollten nicht dadurch belohnt werden, dass sie sich uneingeschränkt A-Jugendspieler des älteren Jahrgangs anwerben können, um so ihre Herrenmannschaft ohne eigene Ausbildungsarbeit zu stärken.
Ziel der eigenen Jugendarbeit soll eben sein, dass man sich eigene Fussballer für den Herrenbereich ausbildet.
 
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