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Reserveeingliederung, Futsal, Sozialprojekte

Letzte Aktualisierung: 1. Juli 2009

Der Fußball in Bayern befindet sich in einer wenn auch kurzen Sommerpause. Die Meister, Aufsteiger und Absteiger sind ausgespielt, die Saisonvorbereitung läuft und der Ball rollt im Wesentlichen derzeit bei Turnieren und Freundschafts- beziehungsweise Testspielen. Gut für den Verbandsvorstand, der sich deshalb auf seiner 20. Sitzung der laufenden Periode verstärkt mit Zukunftsthemen, der Talentförderung in der Breite und den vielfältigen sozialen Projekten, die neben der Organisation des Spielbetriebs einen zunehmenden Stellenwert einnehmen, beschäftigen konnte.

Für die vom BFV angebotenen Fußball-Feriencamps und Ferien-Fußballschulen konnte eine äußerst positive Bilanz gezogen werden. Bayernweit wird das noch recht junge Angebot wie übrigens auch das in diesem Jahr gestartete DFB-Mobil mit seinen Informations-Besuchen sehr gut angenommen und besonders die Qualität des Trainings und damit die gezielte Förderung der Talente kommt bei den Eltern der Spieler und Spielerinnen und nicht zuletzt bei den Vereinen, die beim BFV-Konzept zudem auch finanziell profitieren können, gut an. Ebenso konnte auch nach den erstmals auf den neuen DFB-Minispielfeldern durchgeführten Integrationstagen ein positives Fazit gezogen werden. Auf knapp 100 bayerischen Mini-Spielfeldern fanden bayernweit unter einem einheitlichen Motto bunte und individuelle Veranstaltungen statt, die den Facettenreichtum, die integrative Kraft und die soziale Bandbreite des Fußballs widerspiegelten. Auch der Besucherzuspruch war trotz der Wetterabhängigkeit auf den öffentlichen Kunstrasenplätzen sehr gut. Für Herbst dieses Jahres sind weitere Motto-Veranstaltungen angekündigt, die dann erneut zeitlich gebündelt bundesweit auf den Mini-Spielfeldern stattfinden werden. Thematisch orientieren sie sich an der anstehenden Frauen-Fußball-WM 2011 in Deutschland, Details werden allerdings erst in den kommenden Wochen ausgearbeitet und dann in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Veranstaltern und Vereinen ausgearbeitet und letztendlich umgesetzt. Weiter geht es natürlich auch mit dem BFV-Partnerprojekt Mosambik. Hier wird die Partnerschaft über die finanzielle Unterstützung und den Wissensaustausch hinaus weiter intensiviert. Im Sinne einer nachhaltigen Unterstützung wird Verbandstrainer Torsten Spittler - bezahlt aus Mitteln des Auswärtigen Amtes in Berlin - ab Oktober für zwei Jahre als Technischer Direktor nach Mosambik gehen, dort mehrere Jugend-Nationalmannschaften betreuen, sich um die sportliche Konzeption für das Leistungszentrum des Mosambikanischen Verbandes in Namaacha kümmern und sein sportliches Fachwissen vor Ort direkt an die Mitarbeiter des Mosambikanischen Fußball-Verbandes weitergeben. Bayerische Unterstützung bekommt er im Februar 2010, wenn die BFV-U16-Auswahl entsprechend den Vereinbarungen im Kooperationsvertrag zwischen DFB, BFV und Mosambikanischen Verband zu einem Jugendaustausch nach Mosambik aufbrechen wird.

Große Beachtung wird bereits Ende Juli ein weiterer großer Event im bayerischen Fußball finden: Die Eröffnung der neuen WM-Arena in Augsburg. Von der Feier, bei der am 26. Juli im neuen Stadion das Zweitligateam des FC Augsburg auf eine Schwaben-Auswahl mit Spielern aus den unterschiedlichsten Amateurklassen trifft, erhoffen sich alle Beteiligten auch eine Signalwirkung für die U20-Frauen-WM 2010 und Frauen-WM 2011, bei der Augsburg als einzige bayerische Stadt Spielort sein wird. Die beiden Frauen-Fußball-Highlights werden in den kommenden Monaten durch verschiedene Kampagnen unterstützt und beworben, die auch im Rahmen der feierlichen Stadioneröffnung ihren Platz finden sollen. So wird zum Beispiel das WM-Logo das exklusiv für die Eröffnung angefertigte Trikot der Schwaben-Auswahl zieren.


Während die beiden Weltmeisterschaften noch in der Zukunft liegen, sind die Kooperationen des Bayerischen Fußball-Verbandes mit Tschechien, Salzburg und Oberösterreich auf Schiedsrichterebene bereits schon länger Realität. In der abgelaufenen Saison kamen Unparteiische über die Staatsgrenzen zum Einsatz - mit großem Erfolg. Bayerische Schiedsrichter-Talente sammelten durch die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den tschechischen und österreichischen Kollegen international Erfahrung und wurden für ihre guten Leistungen gelobt. Und auch ihre ausländischen Sportkameraden, die in Bayern Spiele bis hinauf zur Bayernliga leiteten, bekamen durchweg positive Kritiken. Die bestehenden Kooperationen sollen aufgrund dieses Erfolges auch in Zukunft weiter mit Leben gefüllt werden. Gespräche dazu fanden in den vergangenen Tagen statt. Das Ziel ist für alle beteiligten Verbände eine Schiedsrichter-Ausbildung auf höchstem Niveau und da sind für den BFV die Kooperationen mit Nachbarverbänden neben den Verbands-Lehrgängen mit renommierten nationalen und internationalen Referenten und Referentinnen zu einem wichtigen Mosaikstein geworden.


Der Verbandsvorstand hat sich im "Haus des Fußballs" auch mit zwei Themen beschäftigt, die auf den Spielbetrieb in Bayern zwar keine unmittelbaren Auswirkungen haben, die aber in Zukunft mehr und mehr Aufmerksamkeit bekommen werden: Die Eingliederung der Reservemannschaften und die Frage, ob Futsal den traditionellen Hallenfußball ablösen wird. Der Vorstand hat zu beiden Themen einen Standpunkt formuliert, der die Position des Bayerischen Fußball-Verbandes bei diesen kontrovers diskutierten Themen klarstellt. Demnach wird wie bisher kein Verein gezwungen, seine Reservemannschaft in den aufstiegsberechtigten Modus einzugliedern, auch wenn eine Eingliederung grundsätzlich für sinnvoll erachtet wird. Bei der Frage Futsal oder Hallenfußball ist sich der Vorstand einig, dass langfristig im Spitzenfussball kein Weg daran vorbeiführen wird, auf Futsal als einzig international anerkannte Form des Hallenfußballs umzustellen. Man ist sich aber durchaus des in einigen Teilen Bayerns sehr hohen Stellenwertes des klassischen Hallenfußballs bewusst und wird deshalb im Breitenfußball auf Kreis- und Bezirksebene in der näheren Zukunft weiterhin die Vereine selbst entscheiden lassen, ob sie klassischen Hallenfußball oder Futsal bevorzugen oder beide Spielarten parallel betreiben wollen.

 
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