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Sicherheitsbestimmungen umsetzen, Vereine sensibilisieren!

Letzte Aktualisierung: 1. November 2009

Bengalische Feuer, randalierende Fans und Ausschreitungen sind bei den bayerischen Amateurspielen die große Ausnahme. Spiele, bei denen aufgrund der Erfahrungen und der Rahmenbedingungen mit Problemen zu rechnen ist, werden ohnehin schon im Vorfeld besonders behandelt. Sicherheitskonzepte und -besprechungen sorgen dafür, dass alle Beteiligten rechtzeitig entsprechende Vorkehrungen treffen (weitere Informationen hierzu liefert die BFV-Broschüre "Sicherheit geht nur gemeinsam"). Aber "auch nur ein Spiel, bei dem es trotzdem Probleme gibt, ist ein Spiel zu viel", war sich der BFV-Vorstand auf seiner vorletzten Sitzung des Jahres Anfang November in Unterhaching einig. Eine Spielunterbrechung wegen des Zündens mehrerer Bengalischer Feuer beim Landesliga-Derby Schweinfurt 05 gegen die Würzburger Kickers sorgte jetzt dafür, dass das Thema Stadionsicherheit noch einmal aktuell in den Fokus rückte. "Es geht nicht darum, einfach nur einen Schuldigen auszumachen sondern darum, alle Beteiligten zu sensibilisieren - die Vereine, die Polizei, Fans und Verbandsmitarbeiter. Es müssen alle an einem Strang ziehen, damit so etwas schon im Vorfeld unterbunden werden kann, der Fußball in Zukunft nicht zur Bühne wird für die, die nur Randale machen wollen", erklärte BFV-Präsident Dr. Rainer Koch und der Verbands-Spielausschuss-Vorsitzende Jürgen Faltenbacher wies alle Anwesenden noch einmal auf die Gefahr hin, die von solchen Aktionen ausgeht. "In diesem Fall ist glücklicherweise niemand zu Schaden gekommen. Auch weil schnell reagiert wurde. Aber das Gefahrenpotenzial - angefangen vom Feuer, den giftigen Dämpfen bis zum Hochklettern auf die Zäune - ist enorm." Solche Vorkommnisse eventuell sogar zu verharmlosen sei das falsche Signal. Der Vorstand war sich schnell einig, neben einer verstärkten Aufklärung und Präventionsarbeit auch die Beweissicherung und die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Verband und Polizei vor Ort zu intensivieren, um die Täter in Zukunft noch besser ausfindig machen zu können und so Schaden vom Fußball und nicht zuletzt auch den Vereinen abzuwenden.

Ein erfreuliches Thema war dagegen die erfolgreiche Länderspiel-Premiere in der neuen Augsburger WM-Arena am 29. Oktober. Ein ausverkauftes Stadion und die innerhalb einer Woche rund 120.000 verkauften Tickets für die Frauen-WM 2011 belegen die Euphorie und den steigenden Stellenwert des Frauen-Fußballs in Bayern und in ganz Deutschland. Ebenso erfreulich war auch die Resonanz für das U16-Junioren-Länderspiel der deutschen Auswahl gegen die Schweiz in Kempten einen Tag zuvor. Knapp 7000 Zuschauer bei einem Vormittagsspiel ist eine beachtliche Kulisse, die nicht zuletzt auf die gute Zusammenarbeit des BFV mit den örtlichen Schulen zurückzuführen ist.

Diese soll auch der DFB-Schul- und Vereinskampagne "TEAM 2011" einen weiteren Schub verleihen. Um den attraktiven Wettbewerb noch mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, sollen in Zukunft neben einer direkteren Ansprache der möglichen Teilnehmer auch Veranstaltungen und Angebote wie das DFB-Mobil intensiv genutzt werden. Unterstützung seitens des Kultusministeriums wurde dem BFV bereits zugesichert.

Von enormer Aktualität sind auch die Empfehlung und Anweisungen im Umgang mit der Neuen Grippe (Schweinegrippe), die der BFV-Vorstand verabschiedete und seinen Vereinen und Mitarbeitern bereits vorgelegt hat. Diese sollen und können allerdings nicht die Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums, deren nachgeordneten Dienststellen und der zuständigen Ämter und Behörden ersetzen, sondern sollen diese ergänzen und die diesbezüglich auftretenden fußballspezifischen Fragen beantworten.

In den nächsten Tagen wird auch ein neuer Integrationsspot in die Kinos kommen. Zusammen mit dem Augsburger Projekt "Tür an Tür" hat der Bayerische Fußball-Verband den Spot realisiert und setzt so ein weiteres klares Zeichen für die Integration ausländischer Mitbürger. Der Spot ist auch für jedermann im BFV.TV zu sehen.

 
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