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Reform: Regionalligisten bekräftigen Position

Letzte Aktualisierung: 5. Mai 2018

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Die Vereinsvertreter der 19 Klubs aus der Regionalliga Bayern untermauern beim Verbandstag ihre Positionen aus der "Wendelsteiner Vorlage" und beweisen ihre Reformbereitschaft. Foto: Sebastian Widmann/Getty Images

Großer Schulterschluss der bayerischen Regionalligisten beim BFV-Verbandstag in Bad Gögging: Vertreter der 19 Klubs haben nochmals einmütig ihre Position in der Debatte um die bevorstehende Reform der Regionalligen bekräftigt und im Beisein von Ehrengast und DFB-Präsident Reinhard Grindel klar skizziert, wie sie sich die Umsetzung vorstellen. Die Delegierten votierten in einer eigenen Abstimmung zudem einstimmig für diese Position. Dabei wurden auch in Bad Gögging nochmals die insgesamt acht Punkte umfassende "Wendelsteiner Vorlage" vom September 2017 untermauert.

Demnach sehen die Vereine in der Einführung einer zweigleisigen 3. Liga die Wiederherstellung der Spielklassenpyramide, die auch die Aufstiegsfrage ("Der Meister steigt auf") zufriedenstellend lösen würde. Ein solches Modell ist für die bayerischen Klubs allerdings nur dann vorstellbar, wenn die sportlichen und wirtschaftlichen Rahmenverhältnisse eine sinnvolle Weiterentwicklung dieser Spielklasse zulassen.

"Die bayerischen Regionalligisten sind sich darin einig, dass die Regionalliga Bayern in der bisherigen Form ein absolutes Erfolgsmodell ist. Wir haben in der Vergangenheit mit Jahn Regensburg, den Würzburger Kickers und der SpVgg Unterhaching Aufsteiger gestellt, die in der 3. Liga äußerst erfolgreich waren, sogar in die 2. Liga durchmarschiert sind und heuer - wie Jahn Regensburg - an das Tor der Bundesliga geklopft haben. Dies spricht für die sportliche Qualität dieser Liga", sagte Regionalliga-Sprecher Christoph Heckel vom FC Ingolstadt II stellvertretend für alle Klubs. Heckel wird der bayerische Vertreter in der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) beim Bundestag eingesetzten AG zur Regionalliga-Reform sein. Zudem sei auch in wirtschaftlicher Hinsicht klar, dass es - im Gegensatz zur 3. Liga und dem früheren System mit drei Regionalligen - in der Regionalliga Bayern seit ihrer Gründung vor sechs Jahren keinen einzigen Fall einer Klub-Insolvenz aufgetreten ist.

Für den Fall, dass die AG des DFB zu dem Ergebnis kommt, die bis dato fünf Regionalligen auf vier zu reduzieren, haben die bayerischen Klub-Vertreter eine klare Vorstellung bei der Umsetzung. Einer Zersplitterung der bayerischen Vereine in unterschiedliche Gruppen erteilten die Vereinsvertreter eine klare Absage: "Wenn wir uns nun als Vereine der Regionalliga Bayern äußern, so geschieht das unter dem Aspekt, dass eine angestrebte Reduzierung der bisher fünf Regionalligen in Deutschland auf vier Ligen auf keinen Fall zur Folge haben kann, dass Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zu einer Liga zusammengefasst werden. Denn Bayern und Baden-Württemberg ergeben bereits ohne Hessen nach allen relevanten Parametern (Fläche, Einwohner, Vereine, Mannschaften) mehr als ein Viertel von Deutschland. Die frühere Regionalliga Süd mit ihren wirtschaftlich und sportlich inakzeptablen Strukturen war der Grund für die seinerzeitige Initiative der bayerischen Amateurspitzenvereine zur Abschaffung der dreigleisigen Regionalliga. Die Wiedereinführung dieser Liga wird entschieden und klar abgelehnt! Wie würden allerdings einer viergleisigen Regionalliga sehr wohl zustimmen, um eine Aufstiegsregelung nach dem Motto ,der Meister muss aufsteigen' zu ermöglichen. Dies setzt aber natürlich voraus, dass Bayern ein proportional angemessener Teil einer der vier Ligen ist. Dies wäre zusammen mit Baden-Württemberg oder zusammen mit Sachsen und/oder Thüringen oder zusammen mit Hessen der Fall, nicht aber in einer gebietsmäßig größeren Liga."

 

 
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