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Schiri-Ausbildung als Tandem-Projekt

Letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2018

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Unterstützt wurde der erste Schiri-Tandem-Einsatz von Erwin Fleischmann und Alexej Klink (Mitte) von BFV-Juniorenleiterin Daniela Plattner und dem stellv. Schiri-Obmann der Gruppe KT/OCH Harald Knof.
Da staunten die Spieler und Zuschauer des U13-Kreisligaspiels SV Heidingsfeld gegen den FV Gemünden/Seifriedsburg am 20. Oktober in Heidingsfeld nicht schlecht, als da plötzlich zwei Schiedsrichter mitaufliefen.

Zumindest die Akteure auf dem Platz und deren Trainerstab erfuhren etwas schneller, dass es sich hier im Fußballkreis Würzburg um den ersten Versuch einer Schiri-Ausbildung der SR-Gruppe Kitzingen/Ochsenfurt handelt, die der stellv. Obmann Harald Knof wie folgt erklärt:

"Das Tandem-Projekt ist eingeführt worden von der Schiedsrichtergruppe Bad Tölz vor einigen Jahren. Hier sollen jung im Amt des Schiedsrichters befindliche Kollegen zusammen mit einem erfahrenen Kollegen direkt und unmittelbar mit der Spielleitung vertraut gemacht werden, quasi ähnlich einem Fahrschüler und Fahrlehrer, sodass die Spielsituation sehr zeitnah erkannt und analysiert werden kann. In der ersten Halbzeit wird der erfahrene Kollege das Spiel leiten und Tipps geben und in der zweiten Hälfte der Neuling mit Unterstützung des erfahrenen Kollegen".

Die auch für dieses Spiel zuständige Jugend-Spielleiterin des BFV, Daniela Plattner, findet diese Idee sehr gut, da gerade Jungschiedsrichter eine eher kleine Lobby hätten. Sie bekommen mit dieser Art der Ausbildung in Echtzeit mehr Input und auch mehr Bestätigung für diese Tätigkeit. Diese Art der Ausbildung bezeichnete die Mutter dreier Kinder als echt tolle Sache und würde sich wünschen, dass dies öfter so passieren würde.

Und wie sahen die beiden Schiris Erwin Fleischmann und Neuling Alexej Klink ihre Premiere als Tandem-Gespann nach dem Spiel: "Man konnte direkt nach einer Spielsituation dem Neuling erklären, besser in die Materie hinzuwachsen, wie z.B. bei einem indirekten Freistoß, den Stellungsweg erklären und die Auswechselungen richtig durchzuführen. So sehe ich die Aufgabe in diesem Tandem-Projekt", erklärte Erwin Fleischmann.

"Ich finde die Idee sehr gut", so der Neuling Alexej Klink. Bei Fehleinschätzungen kann der erfahrene Kollege eingreifen und Korrekturen vornehmen, ergänzte er. "Man muss nicht jede Fehleinschätzung korrigieren", informierte Fleischmann, "aber eine Torerzielung kann noch vor der Ausführung des Anstoßes zurückgenommen werden".

Nach Rücksprache mit dem Kreisschiedsrichterobmann Helmut Wittiger stehen aktuell keine weiteren Tandem-Einsätze an, was aber eher der der mangelnden personellen Situation von Jungschiedsrichtern geschuldet ist.

Text/Foto: Walter Meding

 
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