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Neulingskurs 2018

Letzte Aktualisierung: 26. Februar 2018


Gruppenbild Anwärter - Bild: Florian Faab

Zum Neulingskurs der Schiedsrichtergruppe Ostallgäu begrüßte Obmann Ingo weber insgesamt 13 neue Anwärter. Vom 13-jährigen Jugendspieler bis zum Späteinsteiger mit 52 Jahren waren so ziemlich alle Altersgruppen vertreten. "Leider fehlt uns insgesamt etwas die mittlere Generation", sagt Lehrwart Christian Schießl. Er hott jedoch darauf, dass alle Teilnehmer nach der abgeschlossenen Ausbildung "an der Pfeife bleiben".

Gleichzeitig nimmt er die Vereine in die Pflicht, künftig mehr für die Schiedsrichterzunft zu werben. "Ein Aushang im Vereinsheim oder der Hinweis auf der Homepage reichen nicht mehr aus. Wir haben im Ostallgäu immer noch circa 20 Vereine, die keinen Schiedsrichter stellen", beklagt Schießl. Durch die Whatsapp-Gruppe seiner Fußballmannschaft und seinen Trainer wurde der 13-jährige Jonas Reimer von der JFG Ostallgäu Nord auf den Kurs aufmerksam. Auch beim TSV Obergünzburg musste man wenig Überzeugungsarbeit leisten. Die Zwillinge Paulo und Elias Kennerknecht wurden durch Vereinskameraden inspiriert, die bereits an einem Neulingskurs teilgenommen hatten.

Gleich zu Beginn wurden die Anwärter mit der umfangreichen Abseitsregel vertraut gemacht. "Wir wollen durch möglichst viele Beispiele die verschiedenen Situationen verständlich beleuchten", sagt Marco Blösch, der zusammen mit Florian Faab und Tobias Kinberger die Neulingsausbildung übernehmen.

Gerade die Art und Weise, wie die jungen Leistungsklassenschiedsrichter die insgesamt 17 Fußballregeln vermittelten und dabei auch die eigenen Erfahrungswerte mit einfließen ließen, kam bei den Teilnehmern sehr gut an. "Ich war positiv überrascht, wie toll sich auch die jungen Anwärter an den Übungsaufgaben beteiligt haben", sagt Lehrwart Schießl, der auch stolz darauf ist, dass der Gruppe Ostallgäu in der Regel ein Großteil der jungen Schiedsrichter erhalten bleibt. Doch Oldies wie Josef Wettengl und Manfred Bächler seien nach wie vor unverzichtbar, da sie jedes Jahr trotz fortgeschrittenen Alters noch eine stolze Anzahl von Spielen leiten.

Obwohl die Gruppe Ostallgäu derzeit rund 90 aktive Schiedsrichter zur Verfügung hat, bezeichnet Betreuerin Natalie Hecht die Frauenquote als "ausbaufähig". Erstmals kam in dieser Ausbildung auch eine Live-Spielbeobachtung zum Einsatz. Trotz klirrender Kälte waren die Augen in dieser Partie ganz auf das Schiedsrichtergespann gerichtet. Am Spielfeldrand wurde in kleinen Gruppen über Laufwege und Gestik der zukünftigen Kollegen gesprochen.

Zum Abschluss wurde der richtige, dominante Pfiff geübt, bevor die Teilnehmer des Lehrgangs die Prüfungsergebnisse und Schiedsrichtermappen in Empfang nahmen. Bis zum ersten Einsatz auf den Ostallgäuer Fußballplätzen sind nun aber noch einige Neulingsabende notwendig. "Vom richtigen Auftreten, dem Ausfüllen des Spielberichtsbogens bis hin zur Abrechnung gibt es noch einiges zu lernen", sagt Schießl, der schließlich gut vorbereitete Schiedsrichter zu den Vereinen schicken möchte.

Jedoch bekommen die Neulinge in den ersten spielen noch einen erfahrenen Betreuer zur Seite gestellt, der die neuen Schiedsrichter in der Halbzeit und nach Spielende unterstützt. "Ob jemand Talent und Persönlichkeit zu einem Leistungsklassenschiedsrichter hat, sieht man bereits nach wenigen Spielen. Aber wir freuen uns natürlich über jeden neuen Schiedsrichter, den wir in unserer tollen Gemeinschaft begrüßen können", sagt Schießl 

Autor: AZ

 

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