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"Danke, Schiri." - Jura Nord 2018

Letzte Aktualisierung: 5. März 2018


Bild v. li: Bezirksschiedsrichter-Obmann Gerhard Pech, Michael Schott mit Plakette und Kreis- und Gruppenobmann Sven Laumer.

RÖTHENBACH/St. W. - "Danke, Schiri." So heißt eine Aktion des DFB, mit der seit 2015 deutschlandweit jährlich die Leistung verdienter Referees im Amateurfußball ausgezeichnet und hervorgehoben werden soll. Die einzelnen Schiri-Gruppen können dabei je eine Schiedsrichterin sowie je einen Referee über 50 und unter 50 Jahren für die Ehrung vorschlagen. Dann bündelt der Bezirksschiedsrichterausschuss diese Vorschläge und lädt zu einem kleinen Festabend ein. Er fand für Mittelfranken nun zum zweiten Mal in Röthenbach/St. Wolfgang statt.

Mit unter den Ausgezeichneten: Michael Schott, Lehrwart der Gruppe Jura-Nord aus Wendelstein, und Reiner Rösch vom SV Leerstetten. Sven Laumer, Schiedsrichter-Obmann des Kreises Neumarkt-Jura, hatte die beiden Referees aus dem Landkreis Roth für die Ehrung vorgeschlagen. Gerhard Pech, Chef der Schiedsrichter im Bezirk Mittelfranken, beglückwünschte elf männliche Referees und zwei Frauen aus Mittelfranken und der Oberpfalz. Zugleich dankte er für ihren weit überdurchschnittlichen Einsatz für den Fußballsport im Freistaat.

Der 37-jährige Michael Schott ist seit 2003 Schiedsrichter. Im Januar wurde er bei der Jahresversammlung der Gruppe Jura-Nord erstmals zum Lehrwart gewählt. Schott ist seit 15 Jahren Unparteiischer und gewissermaßen familiär vorbelastet. Sein 83-jähriger Großvater Alfred Schott war lange Jahre Lehrwart der Gruppe Nürnberg. Laumer bezeichnete seinen Lehrwart als extrem engagiert in der Betreuung junger Schiedsrichter. Zugleich hob er dessen Leistungen beim Coaching des Nachwuchses hervor. Gerhard Pech lobte Schott insbesondere als einen der Futsal-Experten im Fußballbezirk Mittelfranken.

Der 61-jährige Reiner Rösch ist seit 27 Jahren Schiedsrichter. In dieser Zeit hat er etwa 1200 Spiele geleitet. "Er pfeift alles und ist eine wichtige helfende Hand bei Veranstaltungen der Gruppe", beschrieb Laumer Röschs Leistungen. "Er geht jeden Trend mit und betreut auch die jungen Schiedsrichter", fügte der Gruppenobmann hinzu.

Das Duo aus dem Landkreis Roth gehört zu den etwa 71 000 Schiedsrichtern in Deutschland, ohne die der Fußball hierzulande nicht funktionieren würde. Die überwiegende Mehrheit davon pfeift ehrenamtlich im Amateurfußball. Und es wird immer schwieriger, neue Schiedsrichter für diese anspruchsvolle Hobby zu begeistern. "Bis vor wenigen Jahren hatten wir in Bayern noch 14 000 Referees im Einsatz, heute sind es weniger als 10 000", rechnete Gerhard Pech vor und rief alle Verantwortlichen im Fußballsport dazu auf, sich bei der Suche nach Spielleitern zu engagieren. Pro Wochenende sind in Deutschland etwa 100 000 Spiele mit Unparteiischen zu besetzen. Dafür reichen die vorhandenen Referees nicht aus, weshalb viele Schiris mehrere Spiele pro Woche leiten. Die untersten Klassen von Jugend- oder nicht aufstiegsberechtigten Seniorenmannschaften können häufig nicht mit offiziellen Schiedsrichtern besetzt werden. Und die Zahl geprüfter Schiedsrichter geht weiter zurück. In den vergangenen fünf Jahren ist sie DFB-weit um zehn Prozent geschrumpft.

Geehrt werden im Rahmen von "Danke, Schiri" Schiedsrichter in jedem der bundesweit 280 Fußballkreise. In den 21 Landesverbände werden daraus drei Landessieger ausgewählt. Für jede Kategorie einer oder eine. Für Mittelfranken hat der Bezirksschiedsrichterausschuss dafür die 25-jährige Bezirksliga-Schiedsrichterin Magdalena Noderer aus Thalmässing, den 48-jährigen Roland Gebelein aus Schnelldorf und den 73-jährigen Kurt Linhardt aus Michelfeld in der Gruppe Pegnitzgrund vorgeschlagen. Noderer pfeift für die Schiri-Gruppe Neumarkt und ist von dort für die Bezirks-Ehrung vorgeschlagen worden.

Ausschlaggebend für die Auszeichnung sind Kriterien wie Engagement in der Gruppe, Unterstützung für junge Schiedsrichter, Einsatz in der Schiedsrichterwerbung oder soziales Engagement. Ausgezeichnet werden Schiedsrichter, die im Amateurbereich bis einschließlich Regionalliga oder Frauen-Bundesliga pfeifen. Nach erfolgreichen Premiere im Jahr 2011 wurden die Ehrungen in diesem Jahr zum vierten Mal durchgeführt.

Bild v. li: Bezirksschiedsrichter-Obmann Gerhard Pech, Michael Schott mit Plakette und Kreis- und Gruppenobmann Sven Laumer.

Text & Bild: Robert Schmitt

 
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