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Löwen wollen ihren Höhenflug fortsetzen

Letzte Aktualisierung: 29. März 2013


Nono Koussou war bei seinem Startelf-Comeback in Würzburg nie zu stoppen und erzielte den 2:0-Endstand für die Münchner Löwen.

Der Winter brachte der Löwen-Reserve eine kleine Verschnaufpause bei ihrem Mammutprogramm von zehn Spielen in 31 Tagen. Gewünscht war die Absage des Nachholspiels am vergangenen Mittwoch gegen den TSV Buchbach dennoch nicht. Nun geht es für den Tabellenführer der Regionalliga Bayern am Samstag, 30. März, 14 Uhr, im Stadion Leuchtenbergstraße in Ismaning gegen den FC Augsburg II.


Trainer Markus von Ahlen nimmt die Witterungsverhältnisse und die Ungewissheit, ob die Partien jeweils angepfiffen werden können, mit stoischer Ruhe. Er kennt es auch nicht anders, seit er bei den kleinen Löwen Trainer ist. "Das können wir nicht beeinflussen", sagt er, "also nehmen wir das Wetter so, wie es ist." Zum Nachdenken bleibt bei Punktspielen im Drei-Tages-Rhythmus ohnehin wenig Zeit. Die ersten fünf Partien 2013 beendete die Sechzger-Reserve allesamt als Sieger. Der Lohn ist die Tabellenführung in der Regionalliga Bayern.


Zunächst machten viele den Höhenflug der zweiten Mannschaft im neuen Jahr an Abstellungen von den Profis fest. Dabei hielten sich diese in Grenzen. Necat Aygün, der fest ins Regionalliga-Team beordert wurde, hat wegen Verletzung bisher überhaupt kein Spiel bestritten. Christopher Schindler half bereits in der Vorrunde aus, sammelte nun wieder Spielpraxis bei den kleinen Löwen. Genauso wie Arne Feick und Ola Kamara, die bei den Profis, auch aufgrund des im Winter größer gewordenen Kaders, nur sporadisch zum Einsatz kamen. Gleiches gilt für Grigoris Makos, der gegen Würzburg am vergangenen Samstag beim 2:0-Erfolg ein überzeugendes Debüt in der Reserve gab. Vitus Eicher, Bobby Wood, Stefan Wannenwetsch oder Markus Ziereis, unter Alexander Schmidt in den Profikader aufgerückt, haben ohnehin im alten Jahr alle Spiele im Regionalliga-Team bestritten.


Erfreulich nahm Markus von Ahlen zur Kenntnis, dass sein Team mit einer vermeintlich schwächeren Aufstellung auch die Auswärtspartie bei den Würzburger Kickers sicher beherrschte. "Es war schön zu sehen, dass es nicht nur mit Profis geht", sagt von Ahlen lächelnd. Mit dem Griechen Makos stand lediglich ein Akteur im Aufgebot, der bereits zu Saisonbeginn zur ersten Mannschaft gehörte. "Jetzt waren es eben die anderen Spieler, die ihr Potential bestätigen konnten."So kamen Manuel Bühler und Kodjovi Koussou nach ihren Verletzungen im Testspiel gegen die SpVgg Unterhaching am 4. Dezember 2012 erstmals wieder von Beginn an zum Einsatz. "Sie haben das beide sehr gut gemacht", lobt von Ahlen. "Manuel hat eine gute Präsenz gezeigt, gerade im Luftkampf gegen den Würzburger Stoßstürmer Christopher Bieber." Der agile Koussou spielte teilweise die Kickers-Abwehr schwindlig. "Nono war der Ausgangspunkt beim ersten Treffer, den zweiten hat er selbst gemacht", unterstreicht der 42-jährige Coach die Leistung des kleinen Mittelfeldspielers.


Aber nicht nur die beiden Rückkehrer haben sich zuletzt perfekt eingebracht, auch Torhüter Kai Fritz sprang für den verletzten Vitus Eicher nahtlos in die Bresche. "Die Leistung von Kai war ordentlich. Er konnte zeigen, dass man sich auf ihn verlassen kann." Gegen den FC Augsburg II wird wohl wieder Eicher das Tor hüten, der bereits am Gründonnerstag beim 1:0-Erfolg der Profis in Aue wieder auf der Bank saß.


Mittlerweile hat sich das Lazarett bei der U21 gelichtet. Alle Spieler befinden sich wieder im Mannschaftstraining - auch Necat Aygün. Der Routinier könnte bereits gegen die Augsburger Reserve eine Option sein. "Wir werden genau beobachten, welchen Eindruck er im Training macht, und mit ihm besprechen, wie er sich fühlt", so von Ahlen. "Danach entscheiden wir, ob er am Samstag bereits ein Thema für die Startelf ist."


Mit Dieter Märkle sitzt bei den Fuggerstädtern ein Trainer auf der Bank, der die kleinen Löwen bestens kennt. Von 2008 bis 2010 betreute der 50-Jährige die U23 des TSV 1860 München. Nun versucht er mit der Reserve der Lechstädter, die Klasse zu halten. Die ersten drei Spiele 2013 verloren die Augsburger, kassierten dabei acht Gegentreffer. Ausgerechnet beim Nachholspiel beim SV Seligenporten am vergangenen Dienstag schaffte der FCA die Wende, gewann beim Wettberg-Team mit 3:0. Es war erst der zweite Auswärtserfolg der Fuggerstädter - den ersten feierten sie im November ausgerechnet in Ismaning gegen den FCI.


"Augsburg scheint im Moment gut drauf zu sein. Gegen Heimstetten haben sie unglücklich verloren. Der anschließende Sieg in Seligenporten wird ihnen Selbstvertrauen gegeben. Sie werden gegen uns alles in die Waagschale werfen", ist sich von Ahlen sicher. "Wir müssen das Derby genauso engagiert und konzentriert wie die letzten Spiele angehen", fordert er von seiner Mannschaft.

 
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