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WM-Splitter: Besondere Fans in Augsburg

Letzte Aktualisierung: 1. Juli 2011

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Haben 250 Kilometer Anreise nach Augsburg nicht gescheut: die Fans aus Baden-Württemberg

Bayerische Nachbarn suchen Frauen-Weltmeister in Augsburg

Eigentlich hat Baden-Württemberg mit Sinsheim ja einen eigenen WM-Spielort. Egal, die Frauenfußball-Fans der SG Locherhof/Mariazell aus der Gemeinde Eschbronn wollten unbedingt den WM-Auftakt in Augsburg zwischen Norwegen und Äquatorial-Guinea live erleben. Nach 250 Kilometern und rund drei Stunden Fahrzeit stiegen die 40 Trainer, Eltern und Jugendspieler vor der Augsburger WM-Arena gut gelaunt aus dem Bus. "Wir wollen die besten Teams und den kommenden Weltmeister sehen. Da muss man einfach nach Augsburg fahren", erzählte Betreuer Bernhard Ginter mit einem Augenzwinkern. Und Andreas Dereck ließ sich zu einem Scherz hinreißen, den man in Augsburg wohl gar nicht gerne hört. "Wir möchten einmal hier ins Stadion, solange der FC Augsburg noch in der 1. Bundesliga spielt." Bei einem zweiten Besuch würden die Württemberger vielleicht nicht mehr so freundlich empfangen...

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Ex-Bundesliga-Profi Anders Giske unterstützt mit seiner Frau die Tochter bei der WM

Ex-Bundesliga-Profi Anders Giske unterstützt seine Tochter bei der WM

Er lebt in Bergen (Norwegen), kennt sich in Deutschland und in Bayern aber bestens aus. Anders Giske spielte zwischen 1983 und 1992 für den 1. FC Nürnberg, Bayer Leverkusen und den 1. FC Köln in der Bundesliga. Sein fußballerisches Talent gab der 38-fache norwegische Nationalspieler an seine Tochter Madeleine weiter. Die 23-Jährige stand beim ersten WM-Spiel Norwegens gegen Äquatorial-Guinea in der Startformation. Klar, dass Anders und Bitten Giske nach Deutschland geflogen sind, um ihren Nachwuchs von der Tribüne aus kräftig anzufeuern. "Wir sind froh, dabei zu sein und reisen unserer Tochter während der WM hinterher. Das Stadion in Augsburg sieht toll aus und Madeleine hat uns gesagt, dass auch der Rasen sehr gut ist", lobte Anders Giske die hervorragenden Rahmenbedingungen. Natürlich hofft er, dass Norwegen möglichst lange im Turnier bleibt. "Eine Medaille wäre klasse. Topfavorit auf den WM-Titel ist aber ganz eindeutig Deutschland", sagt der 51-Jährige. Am 3. Juli trifft Norwegen in Wolfsburg auf Brasilien. Eines ist sicher: Anders und Bitten Giske sitzen wieder auf der Tribüne und drücken Madeleine die Daumen.

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Die Nonnen folgten der spontanen Einladung und waren beim WM-Auftakt in Augsburg live dabei

Überraschung: Sieben Schwestern vom Kloster Maria Stern auf der Tribüne

Schon auf dem Fuggerplatz hatten die sieben Schwestern vom Augsburger Franziskanerinnen-Kloster Maria Stern für Aufsehen gesorgt, natürlich im positiven Sinn. Beim Elfmeter-Weltrekordversuch kümmerten sie sich nicht nur um göttlichen Beistand, sondern trugen sich auch in die Teilnehmerliste ein. "Ich bin mit Sport aufgewachsen. Außerdem besteht eine große Verbundenheit zur Stadt Augsburg. Das Kloster hinter dem Rathaus gibt es schon seit 750 Jahren", erklärte Schwester Esther Mayr, die ihre Mitschwestern ermuntert hatte, selbst zum Elfmeter anzutreten. "Es kommt nicht darauf an, ob man trifft oder nicht. Mitmachen ist alles", lautete ihre Devise. Angetan von so viel Engagement und Fußballbegeisterung, lud BFV-Präsident Dr. Rainer Koch die Schwestern spontan zum WM-Spiel zwischen Norwegen und Äquatorial-Guinea ins Stadion ein. "Das war eine tolle Überraschung. Die Frauen-WM ist etwas ganz Besonderes. Wir haben gerne zugesagt, nachdem wir im Kloster Bescheid gegeben haben", berichtete Esther Mayr. Die sieben Schwestern verfolgten die Begegnung auf der Tribüne direkt neben dem BFV-Präsidenten und waren von der WM-Atmosphäre beeindruckt. "Die freundliche Stimmung hat mir sehr gut gefallen", fand Schwester Esther Mayr, die genau wie ihre Mitschwestern zum ersten Mal im Augsburger Stadion war. "Bisher sind wir nur daran vorbei gefahren", verriet sie mit einem Lächeln.

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