
Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 ist für das Organisationskomitee (OK) auch unter wirtschaftlichen Aspekten ein außergewöhnlicher Erfolg. Immer unter dem Vorbehalt, dass sich bei den abschließenden Bewertungen und den Prüfungen der Zahlungsströme noch Veränderungen ergeben können, rechnet das OK auf Grundlage der aktuell absehbaren Einnahmen- und Ausgabensituation mit einem Überschuss vor Steuern in Höhe von 10,6 Millionen Euro. Rund drei Millionen Euro sind kalkuliert als Anteil der Ertragssteuer für die deutschen Finanzbehörden. Demnach verbleibt ein Nettogewinn in Höhe von 7,6 Millionen Euro.
Entlastung öffentlicher Haushalte
DFB-Schatzmeister Horst R. Schmidt: "Das Gesamtergebnis ist umso bemerkenswerter, als das finanzielle Risiko des WM-Projekts ausschließlich beim Deutschen Fußball-Bund lag. Der Etat für die Frauen-WM 2011 wurde ohne jede öffentliche Zuwendung erstellt und bestritten. Nun führen wir sogar einen beträchtlichen Teil dem Fiskus zu und tragen somit auch bei zur Entlastung der öffentlichen Haushalte."
Rund fünf Millionen Euro für Mädchen- und Frauenfußball
Vom Überschuss sollen rund fünf Millionen Euro speziell für den Mädchen- und Frauenfußball verwendet werden. "Die Idee ist, diesen Betrag in die Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs fließen zu lassen", sagt Hannelore Ratzeburg.
Die zuständige DFB-Vizepräsidentin erläutert: "Am 1. September startet die neu gegründete DFB-Direktion Frauenfußball unter der Leitung von Steffi Jones. Zu deren erster Aufgabe wird es gehören, hierfür geeignete Projekte und Kampagnen im Sinne der nachhaltigen Entwicklung an der Basis zu erarbeiten."
Eine weitere Million Euro sind als Sonderprämien und Überbrückungsgelder für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des gesamten Organisationsteams vorgesehen, deren Verträge zum 31. August 2011 auslaufen (insgesamt rund 250 Personen).640.000 Euro sind eingeplant zur Verteilung unter den neun Stadion-Betreibern. Je stattgefundenem WM-Spiel sollen sie 20.000 Euro zusätzlich erhalten. Zudem soll eine Million Euro als Solidarbeitrag an den deutschen Sport gehen, davon 500.000 Euro an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), jeweils 150.000 Euro an den Deutschen Behinderten-Sportverband und an Special Olympics sowie 200.000 Euro an die Stiftung Deutsche Sporthilfe.












