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SR-Ausflug 2011

Letzte Aktualisierung: 8. Juli 2011

Bericht SR-Ausflug 2011

Am 24.06. trafen sich früh um 04:45 Uhr ca. 40 Schiedsrichter und Lebenspartnerinnen in Forchheim, um sich zum Schiedsrichter-Ausflug 2011 aufzumachen. Das Ziel der Fahrt war Köln und das Rheinische Land. Gut gelaunt fuhren wir um 5 Uhr los. Nach einem kurzen Stopp in Adelsdorf, wo auch die letzten Mitstreiter eingesammelt wurden, ging es auf die Autobahn. Kurz nach Frankfurt wurde dann die obligatorische Frühstückspause mit schmackhaften Würsten, Leberkäs, Kuchen und Gebäck eingelegt.

Gegen 11 Uhr folgte dann nach dem ersten kulinarischen das erste kulturelle Highlight: Wir besichtigten den Regierungsbunker in Ahrweiler. Dieser liegt bis über 100 Meter unter dem örtlichen Mittelgebirge und erstreckte sich über unfassbare 18 Kilometer. Freilich ist in der heutigen Zeit, also über 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges, nur noch ein kleiner Bruchteil (ca. 1%) zugänglich, während der Rest auf Grund der verwendeten, giftigen Substanzen (z.B. Asbest) komplett abgebaut wurde. In zwei Gruppen aufgeteilt wohnten wir einer interessanten Führung bei, in der uns die Rafinessen des Bunkers und die Funktionstüchtigkeit im Falle eines nuklearen Erstschlages gezeigt wurden. Ein hochinteressanter Programmpunkt also gleich zu Beginn.

Den Mittag verbrachten wir dann in Ahrweiler selbst, wo wir die lokale Gastronomie (u.A. die Dönerbude "Bosboros") bewunderten. Letztendlich konnte sich bei den Meisten infolge der warmen Temperaturen eine Eisdiele durchsetzen. Für eine Karussell-Fahrt bei der örtlichen Kerwa (auch wenn diese dort natürlich anders heißt - es kann ja nicht überall das wunderbare Fränkisch gesprochen werden...) konnte sich leider niemand begeistern lassen. Schade.

Weiter ging es in Richtung unserer Unterkunft - das "Alte Brauhaus" in Kerpen-Sindorf - natürlich nicht, ohne bei einer weiteren Pause die Reste des Frühstücks zu verputzen. Nach einem schmackhaften Abendessen sollte der Abend eigentlich zur freien Verfügung genutzt werden - was allerdings dazu führte, dass alle mit der S-Bahn nach Köln fuhren und sich dort ins Nachtleben stürzten. Eine Gruppe besuchte das Biermuseum - eine Bar, in der es verschiedene Biersorten aus ganz Deutschland gab, darunter auch Rauchbier aus Bamberg (das war aber an diesem Abend leer...) - eine andere Gruppe konnte sich von der Gemütlichkeit in einem Kölschen Pub überzeugen. Schwierigkeiten gab es allerdings bei der Rückfahrt, als Verständnisprobleme mit dem S-Bahn-Plan auftauchten. Dieser war so kompliziert, dass uns nicht einmal eine Bahnbedienstete weiterhelfen konnte. Letztendlich fanden dann doch alle den Weg zurück, was aber irgendwo unnötig war, ging es doch nach einer kurzen Nacht am nächsten Morgen gleich wieder zurück nach "Kölle". Dort nahmen wir an einer Stadtführung teil. Wir besichtigten interessante Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise die Stadtmauer aus Römerzeiten, das Fundament des Doms, das Denkmal des Erfinders von Tünnes und Scheel, wo Lehrwart Matthias Schmolke den Bayerischen Fußballverband würdig vertrat, und einiges mehr. Auch das Regenwetter tat der guten Laune keinen Abbruch. Die Mittagszeit wurde unter freie Verfügung gestellt, sodass sich Grüppchen bildeten. Eine besichtigte den Dom, der bewusst aus der Führung ausgeklammert worden war, eine andere vertrieb sich die Zeit in der "Ständigen Vertretung", ein Gasthaus, das auf eine Politiker-Kultkneipe zu Zeiten des Bonner Parlaments zurückgeht. Hier gab es auch die Kölner Spezialität "Halver Hahn". Wer dachte, dass es sich dabei um ein halbes Hähnchen handelt, befindet sich zwar in guter Gesellschaft, aber auch auf dem Holzweg. Vielmehr ist es ein Roggenbrötchen mit mittelaltem Gouda, Zwiebeln, Senf, Butter und Gurken. Was zunächst pervers klinkt, soll aber angeblich ganz gut schmecken. Fragen hierfür bitte an den Lehrwart richten! Für Schmunzeln sorgte hierbei die Bezeichnung von 0,5-Liter Kölsch als "XXL-Bier". Sollen die Rheinländer doch mal zu uns kommen, dann zeigen wir denen mal, was ein XXL-Bier ist. ;-)

Am Nachmittag stand eine Schifffahrt auf dem Rhein - wir wurden als "Bayerischer Fußballverband" angekündigt - auf dem Plan. Dieses bot viele Möglichkeiten zu anregenden Gesprächen untereinander, welche auch wahrgenommen wurden. Anschließend mussten wir in Rekordtempo (900 Meter in 30 Minuten) zum Schokoladenmuseum "hetzen". Auch hier war uns eine interessante Führung mit allerlei Lernerfolg gegönnt. So durften wir auch Kakaobohnen probieren, was ungefähr denselben Lerneffekt hatte wie eine heiße Herdplatte. Kaum vorstellbar, dass die Kakaobohnen ungetrocknet noch um vieles bitterer schmecken. Auch interessant zu erfahren war die Tatsache, dass weiße Schokolade nur 30% Kakaomasse - und diese nicht mal die Bohnen, sondern nur die Kakaobutter, also pures Fett - enthält. Aber wir wollen niemandem den Appetit an weißer Schokolade verderben, nur so viel: Vollmilch-Schokolade ist gesünder, Bitterschokolade ist die gesündeste. Des weiteren wurden uns die Verarbeitungsschritte von der Bohne zur Schokoladentafel nahe gebracht. Zum Abschluss der Führung erfuhren wir noch etwas historischen Hintergrund zur Schokolade, mit dem hier aber niemand weiter gelangweilt werden soll.

Traditionell ließen wir den Samstag mit dem gemütlichen Abend ausklingen. Hierfür wurde Alleinunterhalter Jürgen engagiert, der auch - tatkräftig unterstützt von Harald - für hervorragende Stimmung sorgte. Hans Nagengast mutierte an diesem Abend zum Partylöwen und legte wilde Luftgitarren-Soli und Tanzschritte aufs Parkett. Hier war er aber natürlich nicht alleine, sondern wurde von vielen Tänzern - ob im Paar oder alleine - unterstützt. Auch "Rocker-Opa" Benno kam auf seine Kosten, z.B. als Highway to hell gespielt wurde. So war es nicht weiter verwunderlich, dass die gute Stimmung bis weit über 24 Uhr anhielt und diese Nacht folglich noch kürzer wurde, als die vorherige.

Am Sonntagmorgen wurden wir nach dem Frühstück über eine kurzfristige Planänderung informiert: Wir besuchten, auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Mitfahrers, die Kartbahn des siebenfachen Formel1-Weltmeisters Michael Schumacher. Hier trauten sich vier Teilnehmer auch auf die Bahn. Ehrenobmann Benno Dorn zeigte hier, was in ihm steckt und lies den Konkurrenten nicht den Hauch einer Möglichkeit ihn zu erblicken.

Nach einem abwechslungsreichen Besuch im Freiluftmuseum Lindlar machten wir uns nun auf den Heimweg. Abgeschlossen wurde die tolle Fahrt durch ein sehr gutes Abendessen in Kitzingen. Gegen 21:30 Uhr erreichten wir schließlich wohlbehütet die fränkische Heimat. Danke an Obmann Hans Heckel für die Organisation dieser schönen Fahrt! Danke auch an alle Übrigen, die zum Gelingen des Ausflugs beigetragen haben, besonders an unseren Busfahrer, der uns heil nach Köln und wieder heim gebracht hat. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

Johannes Gründel

 
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