

VSA-Mitglied Herbert Ferber referiert in Schönesberg
"Topschiedsrichter fallen nicht vom Himmel"
Vor gut besuchter Kulisse, begrüßte Schiedsrichterobmann Paul Birkmeir die anwesenden Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen zur Monatsversammlung Oktober beim Daferner in Schönesberg. Hierbei begrüßte er ganz herzlich Bezirksschiedsrichterobmann, Jürgen Roth und Gastreferent Herbert Ferner, Mitglied des Verbandsschiedsrichterausschusses. Zu Beginn fand ein kurzer Rückblick über die vergangenen Veranstaltungen statt u. a der DFB Lehrgang in Duisburg und der Förderabend für Jung-/Leistungsschiedsrichter. Dann begann der schon von vielen heiß erwartete Vortrag von Herbert Ferner. In seinen Ausführungen machte er deutlich wie der Weg eines jungen Schiedsrichters nach oben führen kann. Hierbei hat die Gruppe den Bezirk geeignete Schiedsrichter zu Verfügung zu stellen. Dies ginge nur über frühzeitige Erkennung und Sichtung von Talenten innerhalb der Gruppe. Hierbei spielt das Beobachtungwesen eine große Rolle und ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Jedoch muss hierbei der Schiedsrichter gewisse Voraussetzungen mitbringen um in diesen Kreis zu gelangen. Regelmäßige Teilnahmen an Veranstaltung, Kurzreferate sowie selbstständige Durchführung von Ausdauertraining müssen für förderwillige Schiedsrichter eine Selbstverständlichkeit sein. Auch die Bereitschaft mit erfahrenen Schiedsrichtern an die Linie zu gehen, sowie Ratschläge anzunehmen und umzusetzen gehört dazu. Schließlich besteht eine gewisse Erwartungshaltung bzw. Verpflichtung gegenüber den höher klassigen Vereinen. Durch gezielte Spieleinteilungen und Schulungsmaßnamen wird der junge Schiedsrichter durch Bezirk bzw. Verband in seiner persönlichen Entwicklung geschult und für höhere Aufgaben vorbereitet. Er machte aber auch deutlich, dass es keinen Jugendwahn gibt und über 30-jährigen Sportskameraden alle Türen bis zur Verbandsebene offen stehen. Vor allem ehemalige höherklassige Fußballer stellen mit ihrer Erfahrung einen großen Gewinn für jede Gruppe da. Ein jeder Schiedsrichter der seinen Beitrag leistet ist wichtig. Egal ob er nur 15 Spiele im Jahr pfeift oder nur junge Schiedsrichter betreut. Jeder ist wichtig. Dabei wird auch Rücksicht genommen auf die Verfügbarkeit. Schließlich ist der Sport des Schiedsrichters in erster Linie ein Hobby. Vor allem macht die Entwicklung in Bayern deutlich, dass der Sport bei immer mehr Frauen an Beliebtheit gewinnt. Mittlerweile gibt es sogar separate Frauenbeauftragte an der Basis. So lässt sich ein sehr starker Anstieg an Schiedsrichterinnen in Bayern feststellen. Kritisch betrachtete Herbert Ferner das Thema Öffentlichkeitsarbeit und Presse. Schiedsrichter haben eine Vorbilds Funktion. Hierbei sollte mehr miteinander, als übereinander gesprochen werden. Auch die häufige negative Berichtserstattung über die Schiedsrichterleistung stutzt in Bedenklich. "Wann liest man etwas über die positive Leistung eines Schiedsrichters, es steht doch häufig nur drin, welchen Mist er gepfiffen hat". Zum Ende des Vortrags erzählte er etwas über die bestehende Spielklassenreform. Mit der Einführung der eigenen Regionalliga in Bayern, der neuen zweiklassigen Bayernliga und der 5 gleisigen Landesliga ist der Bedarf an Schiedsrichter in Bayern auch höher geworden. In diesem Rahmen hat er auch die Bedeutung der Bayernliga im Gegensatz zu den Junioren-Bundesligen als sehr hoch eingestuft. Am Ende des Vortrages bedankte sich Schiedsrichterobmann Paul Birkmeir mit einem Präsent bei dem Referenten für den durchweg gelungenen Vortrag. Herbert Ferner wünschte allen Schiedsrichtern auch weiterhin viel Spaß bei ihrem Hobby und appellierte die junge Gruppenführung weiterhin tatkräftig zu unterstützen. Nach dem Vortrag referierte Schiedsrichterlehrwärtin Marietta Menner über das Verhalten und die Aufgaben des Schiedsrichters vor dem Spiel. Hierbei spielt die genaue Vorbereitung in der Kabine eine Rolle. Das korrekte Ausfüllen der Spielnotizkarte sowie die genaue Passkontrolle sind für den Schiedsrichter sehr wichtig. Es sollte auch auf eine gewisse Sauberkeit in der Kabine geachtet werden. Am Ende der Versammlung machte Schiedsrichterobmann Paul Birkmeier eine kurze Terminvorschau auf die bevorstehenden Veranstaltungen. Highlight hierbei ist das 60-jährige Jubiläum der SRG-Neuburg ende Oktober. Außerdem das Schiedsrichterhallenturnier, Trainingslager, Schiedsrichterausflug nach Prag und den bald wieder durchgeführten Neulingslehrgang. Zudem alle Interessierten rech herzlich eingeladen sind. Nach der Versammlung bestand im verkleinerten Rahmen noch die Möglichkeit in geselliger Runde zusammen mit Herbert Ferner und Jürgen Roth über eine durchweg gelungene Veranstaltung zu diskutieren und zweifelslos kann man sagen das einige etwas aus der Versammlung mitgenommen haben.












