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Häfner will Bayern-Frauen endlich zum Titel singen

Letzte Aktualisierung: 12. November 2010

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Vor dem Heimspielen der Bayern-Frauen gibt Ingrid Häfner im Sportpark Aschheim so richtig Gas.

Fußball ist reine Männersache? Von wegen! Der Frauen-Fußball hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Popularität gewonnen - und wird durch die Weltmeisterschaft in Deutschland 2011 einen weiteren Schub erfahren. Ob als Spielerinnen, Trainerinnen oder Vereinsmitarbeiterinnen - längst machen Frauen im Fußball Karriere. Bis zur Ehrenamtspreisverleihung am 13. November in Augsburg stellt der Bayerische Fußball-Verband in der Serie "Frauen im Fußball" Persönlichkeiten vor, die im Frauen-Fußball in den vergangenen Jahren Beeindruckendes geleistet oder eine vielversprechende Zukunft vor sich haben.

Häfner will Bayern-Frauen endlich zum Titel singen

Fußball und Musik sind ihre große Leidenschaft, ihre Stimme ist weit über den Sportpark Aschheim hinaus bekannt. Doch Aschheim zählt zu ihren festen Auftritten. Wenn die Frauen des FC Bayern dort in ihren Heimspielen um Bundesliga-Punkte kämpfen ist Ingrid Häfner mit von der Partie. Stadionmoderation, Einpeitscherin, Entertainment pur, da fühlt sie sich pudel wohl. Gemischt mit jeder Menge Freude und natürlich auch Optimismus. So entstand auch ihr eigens gesungener Hit "Mir wern Meister", der allerdings "momentan nicht läuft, da der Abstand zur Tabellenspitze zu groß ist", schmunzelt Häfner. "Fußball ist meine Welt. Ich habe selbst lange beim SV Hallstadt gespielt. Mein Traum war es immer gegen den FC Bayern zu kicken, jetzt bin ich eben dort Stadionmoderatorin. Das macht mir auch einen Riesenspaß", erzählt die Bayernliga-Torschützenkönigin von 1986. In ihrem Leben drehte sich eigentlich immer alles um Fußball. Als Reporterin für das DSF begleitete sie die Profis vom FC Bayern wie Alexander Zickler und Steffan Wessels zu einem PUR-Konzert, war dabei als Eberhard Gienger und Werner Lorant sich zu einem Tandemsprung trauten, ging mit Sammy Kuffour bei Schuhbeck essen oder begleitete Ottmar Hitzfeld und Lorenz-Günther Köstner zu einer Spendenaktion in ein Münchner Waisenhaus. Wenn sich die "Roten" und die "Blauen" zu gloreichen Bundesliga-Zeiten im Derby trafen, organisierte sie mit Stefan Effenberg und Werner Lorant ein "Vorderby" mit zwei Nachwuchsmannschaften, das ebenfalls im DSF zu sehen war. In einen Gewissenskonflikt gerät die gebürtige Fränkin jedoch am kommenden Sonntag. "Ich lebe seit 16 Jahren in München, aber bin Fränkin, so dass mir die Entscheidung ungemein schwer fällt, wenn  der "Club" in München spielt, wem ich die Daumen drücken soll. Die Tendenz geht zum Club", verrät sie mit einem dennoch unwohlen Gefühl.  Dafür sind im Sportpark Aschheim die Rollen ganz klar verteilt. Da will sie nur die Bayern siegen sehen, was zur Folge hätte, dass sie neben der Moderation auch endlich wieder singen könnte: "Mir wern Meister".