
Ein Blick aus dem Fenster genügt um festzustellen, dass auch am Wochenende von regulärem Spielbetrieb wohl keine Rede sein kann. Und ein weiterer Blick in die Ligaverwaltung auf BFV.de verrät, dass die ersten Partien längst wieder abgesagt sind. In der bayerischen Königsklasse sind es aktuell - den anstehenden Spieltag mitgerechnet - schon fast vier komplette Spieltage, die dem hartnäckigen Winter zum Opfer fielen.
Und so langsam wird es zum Problem, die Spiele alle nachzuholen. Englische Wochen und lange Fahrten unter der Woche werden den Vereinen in den kommenden Wochen nicht erspart bleiben. Daran ändert sich auch nichts, dass überall viele fleißige Hände alles dafür tun, die Plätze bespielbar zu machen (siehe Foto). Der Winter hat den Fußball weiter fest im Griff. "Das ist natürlich keine schöne Situation", erklärt auch Jürgen Faltenbacher, Vorsitzender des Verbands-Spielausschusses. "Jetzt müssen wir sehen, dass wir bestmöglich mit dieser Ausnahmesituation umgehen."
Um dem Ziel, dort zu spielen wo gespielt werden kann, ein Stück näher zu kommen, erwägt der oberste bayerische Spielleiter mit seinen Kollegen auch unkonventionelle Lösungen. "Außergewöhnliche Situationen erfordern eben außergewöhnliche Maßnahmen", sagt er und meint damit, dass darüber nachgedacht wird, außerplanmäßig dort Partien vorzuziehen und anzusetzen, wo die Bedingungen Spiele zulassen. "Aber der Verband wird grundsätzlich keine Partien ansetzen, ohne dass alle Beteiligten zustimmen. Es geht lediglich darum, wirklich alle Möglichkeiten auszuschöpfen, den Spielplan zu entzerren und die Belastungen für die Vereine in den kommenden Wochen so klein wie möglich zu halten. Und da schauen wir natürlich auch, was von Verbandsseite möglich ist."
Letztendlich bleibt Verbands- wie Vereinsvertretern aber trotz aller Kreativität derzeit nicht viel mehr möglich, als den Blick nach oben zu richten und darauf zu hoffen, dass sich die Wetterbedingungen grundsätzlich ändern.