Die Adventszeit soll eigentlich eine besinnliche und ruhige Vorbereitungszeit auf das bevorstehende Weihnachtsfest, das Hochfest der Geburt von Jesus Christus sein. Doch vielen von uns geht es gleich. Viele Termine, verschiedene Weihnachtsfeiern und vor allem die zahlreichen Weihnachtsvorbereitungen führen dazu, dass diese "staade Zeit" vor Weihnachten ihren ursprünglichen Zweck oft nicht erfüllt.
Mit diesen Gedanken rief Rudi Kögel, ehemaliger Gruppenschiedsrichterobmann und jetziger Ehrenobmann der Schiedsrichtergruppe Schongau, das Adventssingen ins Leben. Jährlich vor der Jahresabschlussfeier der Schongauer Schiedsrichter soll diese kurze Zeit eine Gelegenheit dazu geben, in Ruhe in sich zu kehren und so einige Momente der Adventszeit in persönlichen Gedanken zu verbringen.
So versammelte Rudi Kögel auch dieses Jahr in der St. Martinskirche zu Sachsenried wieder fünf Instrumental- und Gesangsgruppen, welche das Adventssingen musikalisch umrahmten. Neben der Bläsergruppe Sachsenried, der Unteregger Stubenmusi, den Peitinger Sängern und dem Sachsenrieder Zwoagsang, war auch ein Bläsertrio der SRG Schongau bestehend aus den Schiedsrichterkollegen Michael Kögel, Johannes Berlinger und Monika Ströbele, vertreten.
Neben den Instrumentalstücken der Bläsergruppe Sachsenried, der Unteregger Stubenmusi und dem Bläsertrio der Schongauer Schiedsrichter, hörten die Besucher unter anderem Stücke wie "Huimli klingelt d´ Glogga" vom Sachsenrieder Zwoagsang oder das Rorate der Peitinger Sänger.
Abgeschlossen wurde der musikalische Teil traditionell mit dem "Andachtsjodler", gesungen von den Peitinger Sängern und musikalisch begleitet vom Bläsertrio der Schiedsrichter.
Zwischen den musikalischen Darbietungen las Rudi Kögel, begleitet von seiner Tochter Simone auf der Gitarre, den besinnlichen Text "Die hellste Kerze" von Gaby Klaus vor. Dieser Text handelt von einer jungen Frau, welche die Adventszeit erstmals fern von ihrem Elternhaus verbringt und der, angeregt von einem Paket ihrer Eltern mit einem Brief und einer Kerze, bewusst wird, dass das wertvollste Geschenk das ist, Weihnachten "zu Hause" im Kreise seiner Familie zu feiern.
Von diesem zum Nachdenken anregenden Text leitete Rudi Kögel zum Abschluss des Adventssingens dazu über, dass die Adventszeit eine gute Gelegenheit dafür ist, einmal an die Menschen unter uns zu denken, welche es aus verschiedenen Gründen wie Krankheit und anderen persönlichen Schicksalsschlägen sehr schwer haben. "Der soziale Tag" der Schiedsrichtergruppe Schongau, welcher Rudi Kögel als Obmann einführte, ist auch unter dem neuen Obmann Michael Kögel zu einem festen Bestandteil geworden. Die Schongauer Schiedsrichter spenden einmal im Jahr die für ihre Spielleitung erhaltenen Spesen eines Wochenendes für wohltätige Zwecke. In den letzten Jahren wurden durch Geldspenden von über 13.000 Euro unter anderem die "Elterninitiative Krebskranke Kinder München", das Kinderhospiz Bad Grönebach, zwei querschnittsgelähmte Sportskameraden aus dem Umkreis oder auch die Schongauer Tafel unterstützt.
In diesem Jahr geht die Unterstützung an den 15-jährigen Florian Scheid und seiner Familie aus Denklingen. Florian leidet an Lymphdrüsenkrebs. Es wurde bereits in großem Umfang über die Typisierungsaktion für Florian in Denklingen berichtet. Die gute Nachricht: Überraschend wurde ein passender Spender für Florian gefunden. Nach der sehr aufwendigen und harten Knochenmarktransplantation in einer Münchener Klinik, befindet sich Florian wieder im elterlichen Haus in Denklingen und ist derzeit auf dem Weg der Besserung.
Mit dieser kleinen Geste wünschen die Schongauer Schiedsrichter mit allen Angehörigen Florian und seiner Familie weiter alles Gute und eine bestmögliche Genesung!
Abschließend möchten wir einen gebührenden Dank aussprechen. Allen mitwirkenden Gesangs- und Instrumentalgruppen für die tolle Umrahmung, sowie Ehrenobmann Rudi Kögel für die sehr gute Organisation eines gelungen Adventssingens 2011!
Bericht von Michael Schmid














