Haidenaab. (whü) Das Sportfest am Wochenende nutzte die Vereinsführung des ASV Haidenaab auch zu außergewöhnlichen Ehrungen. Unter anderem wurden drei verdiente Mitglieder nebst Urkunde mit dem Verbandsehrenzeichen des Bayerischen Fußballverbandes in Gold, eines in Silber ausgezeichnet.
Möglich waren diese hohen Auszeichnungen geworden, seit Helmut Schmidt im März 2012 die Aufgabe des Ehrenamtsbeauftragten übernommen hat. Diese Funktion ist wiederum Voraussetzung, dass es solche Ehrung durch den BFV gibt. Entsprechend war neben Schmidt können auch der Kreisehrenamtsbeauftrage des Bayerischen Fußballverbandes, Josef Gläßl, aus Weiden nach Haidenaab gekommen. Mit einem "Danke, Leute!" galt das Lob von Vorsitzenden Stephan Veigl zunächst dem Heer an Helfern, die das dreitägige Sportfest und den Vereinsbetrieb das Jahr über erst möglich machten. Ohne euch könnte der Verein nicht bestehen, so Veigl. Es sei nicht mehr selbstverständlich, etwas zu tun ohne etwas zu verlangen. Der Wert dieser uneigennützigen Sozialarbeit und ihr Kameradschaftsgeist könne nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Stellvertretend für die rund 50 Helfer galt der Dank Richard Schmidt, Christian Veigl und Jürgen Kettel, die rund um die Uhr als Grillmeister im Einsatz sind. "Fussball - ein Spiel für alle", sei ein auch von Politiker besonders vor Wahlen gern benutzte Sprache, so Gläßl. Jedoch seien immer weniger bereit Ehrenämter zu übernehmen. Ganz im Gegenteil: immer mehr Kritiker und Nörgler machten es der Vorstandschaft und den Ehrenamtlichen schwer. Dagegen zeichen diese Menschen ein ausgeprägtes soziales Selbstverständnis aus. Sie praktizierten Mitmenschlichkeit im Verein, setzten sich für ihre Ziele ein, ohne nach Vergütung zu fragen. Sie legten den Grundstock, dass aus kleinen Vereinen Größen erwachsen würden. Kinder bekämen ein wohnortnahes sinnvolles und kostengünstiges Freizeitangebot. Wir brauchen wir euch auch für die Zukunft, rief Gläßl enthusiastisch in die Runde seiner Zuhörer. Für Vorsitzenden Stephan Veigl einen orangenen Vitamin-Ball Beispielhaft skizzierte er die Verdienste der vier mit dem goldenen und silbernen BFV-Verbandsehrenzeichen ausgezeichneten ASV-Mitglieder.
Seit 27 Jahren ist Wolfgang Veigl in verschiedenen Funktionen von der Jugendarbeit bis zur Reservebetreuung tätig. Als A-Jugendtrainer seit 1987 habe er mit dem privaten Pkw die Spieler selbst zum Training abgeholt und heimgefahren. Er integrierte ausländische Mitbürger. Er habe sich immer für die Reservemannschaft stark gemacht und sie von 1997 bis 2011 trainiert. Seither trainiert er die A-Jugend. Das Sportgelände mit all seinen anfallenden Arbeiten sei für ihn seine zweite Heimat, sagte Gläßl.
Seit 1985 in verschiedenen Funktionen als Betreuer der ersten und zweiten Mannschaft, stellvertretender Spartenleiter und Vergnügungswart gehört Gerhard Busch zu den tragenden Säulen. Sein offenes Wort sei immer geschätzt worden, sagte Gläßl. Bei elf Trainern von Georg Veigl bis Peter Haberkorn habe er Stabilität im zweiten Glied garantiert.
27 Jahre aktiv im Verein, darunter 21 Jahre Schriftführerin und Kassiererin (2006-2012) sei Lydia Schlöger von Beginn an im Vorstand aktiv gewesen. In mühevolle zeitintensiver Arbeit habe sie die Finanzen im Griff gehabt. Aber noch mehr mit ihrem Organisationsgeschick und ihren Kochkünsten Festlichkeiten gemanagt. Tausende von Plätzchen für den Seniorennachmittag zu backen und zenterweise Kartoffelsalat herzustellen zeugten von einer einzigartigen Leistung im Verborgenen.
Das Verbandsehrenzeichen des Bayerischen Fußballverbandes in Silber bekam Helmut Veigl verliehen. Er leistet glänzende Aufbauarbeit im Nachwuchsbereich, trainiert seit Jahren die erfolgreiche B1-Jugend, ist Mitbegründer der Stadionzeitung, hat Ausflugsfahrten organisiert und ist seit 15 Jahre als Schriftführer im Förderkreis aktiv. Das Ehrenamt sei wichtig, dass das Vereinsleben überlebensfähig ist, so auch Bürgermeister Manfred Porsch. Ehrungen sollen auch Motivation sein, weiter zu machen. Für die erfolgreiche B-Jugend und die erste Mannschaft hatte er Fußbälle mitgebracht.
In der Hoffnung, dass es mit dem ASV weiter aufwärts gehe und dazu den Verantwortlichen auch künftig die nötige Schaffenskraft und Geduld zur Verfügung stehe überreichte Gläßl schließlich Stephan Veigl einen orangenen Vitamin-Ball. Für die Ehefrauen Renate Veigl, Petra Schuster und Herta Veigl hatte der Vorsitzende zum Dank Blumen mitgebracht. Im Ehealltag das übergebührliche Engagement ihrer Männer zu tolerieren sei keine Selbstverständlichkeit, so Veigl in seinem Schlusswort.














