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Würzburger Kickers gewinnen den Toto-Pokal 2016

Letzte Aktualisierung: 28. Mai 2016

Der FC Würzburger Kickers hat eine perfekte Woche mit dem Gewinn des Toto-Pokals 2016 gekrönt. Nach dem Zweitliga-Aufstieg am vergangenen Dienstag setzte sich die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach im Finale des bayerischen Verbandspokals gegen den Regionalligisten SpVgg Unterhaching mit 6:2 (0:1) durch. Sowohl der FC Würzburger Kickers als auch die SpVgg Unterhaching haben sich für den DFB-Pokal qualifiziert. Die Auslosung findet am Samstag, den 18. Juni um 23.30 Uhr live in der ARD statt. Zum ersten Mal präsentierte die ARD am "Finaltag der Amateure" 17 von 21 Landespokal-Endspielen live in einer großen TV-Konferenz. Der Bayerische Rundfunk (BR) übertrug das Toto-Pokal-Finale zusätzlich in voller Länge als Online-Livestream.

Mann des Tages war der eingewechselte Würzburger Amir Shapourzadeh, der binnen acht Minuten vier Tore erzielte (57./59./61./64.) und damit den 0:1-Pausenrückstand egalisierte. Alexander Sieghart hatte die SpVgg Unterhaching vor 3200 Zuschauern im "Alpenbauer Sportpark" nach vier Minuten mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung gebracht. Anschließend drehte Shapourzadeh auf, ehe Daniel Nagy in der 65. und 82. Spielminute die Treffer fünf und sechs für die Würzburger Kickers markierte. Vitalij Lux gelang das Hachinger Tor zum zwischenzeitlichen 2:5 (72.). "In der zweiten Halbzeit haben wir unser wahres Gesicht gezeigt. Wir haben schnell und direkt gespielt und schöne Tore gemacht. Dem Amir habe ich gesagt: Mach's wie Lewandowski - fünf Stück. Aber er hat nicht auf mich gehört und nur vier Tore geschossen. Da muss ich wohl nochmal mit ihm reden. Aber Spaß bei Seite. Ich bin zufrieden und stolz auf die Mannschaft. Das war ein krönender Saisonabschluss", freute sich Würzburgs Trainer Bernd Hollerbach.

Claus Schromm, Chefcoach des unterlegenen Endspielgegners, zeigte sich nach Schlusspfiff als fairer Verlierer: "Gratulation an die Würzburger Kickers - nicht nur zum Titel und zum Durchmarsch, sondern auch für die Art und Weise, wie sie Fußball gespielt haben. Es war ein klarer und ehrlicher Fußball, der auch ein Vorbild für unsere Truppe ist. Das Finale war eine sehr schöne Geschichte. Und Fakt ist auch: Mit dem Einzug in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde haben beide Teams ihr großes Ziel erreicht."

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Alexander Sieghart traf nach vier Minuten zur Führung für die SpVgg Unterhaching.

Flottes Pokalfinale mit Chancen auf beiden Seiten

Von Beginn an entwickelte sich unter der Leitung von Referee Florian Badstübner (TSV Windsbach) ein temporeiches Duell mit offenem Visier. Der Viertligist aus Unterhaching macht die erste Viertelstunde den frischeren Eindruck, doch anschließend erwachte auch der Zweitliga-Aufsteiger aus Unterfranken und erarbeitete sich seine erste Chance im Toto-Pokal-Finale 2016. Nach einem schnellen Würzburger Konter liefen Dennis Russ und Elia Soriano in der 16. Minute alleine auf das Hachinger Tor zu. Das Zuspiel von Russ war jedoch zu ungenau, der Abschluss von Soriano landete somit am Außennetz. In der Folgezeit erarbeitete sich die Kickers-Elf von Trainer Bernd Hollerbach ein optisches Übergewicht. Nach 22 Spielminuten verzog Goalgetter Elia Soriano erneut. Sein Schuss aus 15 Metern strich knapp am langen Eck vorbei. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit hätten die Hausherren aus Unterhaching dann für die 2:0-Vorentscheidung sorgen können. Doch sowohl Vitalij Lux per Flachschuss (38.) als auch Kapitän Josef Welzmüller per Kopf (40.) scheiterten aus kurzer Distanz am überragend reagierenden Kickers-Schlussmann Dominik Brunnhübner.

Pokal-Wahnsinn: Vier Shapourzadeh-Tore binnen acht Minuten


Auch nach dem Wechsel spielte sich das Geschehen vorwiegend in beiden Strafräumen ab, von Mittelfeldgeplänkel keine Spur. Würzburgs Richard Weil köpfte aus fünf Metern ans Gebälk des Hachinger Tores (51.) - es blieb vorerst beim 1:0 für den Regionalligisten. In der 56. Minute zögerte Hachings Maximilian Nicu alleine vor dem Kickers-Tor zu lange. Statt selbst den Abschluss zu suchen, spielte er quer, jedoch zu ungenau. Was dann passierte, erinnerte an Robert Lewandowski: Binnen acht Minuten (57. bis zur 64.) drehte der eingewechselte Kickers-Stürmer Amir Shapourzadeh das Toto-Pokal-Finale mit vier Toren im Alleingang. Der 33-jährige Iraner vollendete in der 57. und 59. Minute zwei blitzschnelle Konter, ehe er nach 61 Minuten per Foulelfmeter zum 3:1 für den Zweitliga-Aufsteiger erhöhte. Nur weitere drei Zeigerumdrehungen später krönte der Joker seinen überragenden Auftritt mit dem zwischenzeitlichen 4:1 für die Würzburger Kickers. Peter Kurzweg hatte ihn mustergültig bedient, sodass er nur noch einschieben musste. Der Viertligist aus Unterhaching brach nun vollständig auseinander. Gut 60 Sekunden später traf der ebenfalls eingewechselte Daniel Nagy per Kopf aus acht Metern zum 5:1. Zwar sendete die SpVgg Unterhaching nochmals ein Lebenszeichen, doch mehr als das 2:5 durch Vitalij Lux, der aus 14 Metern abzog und halbhoch in das unterfränkische Tor traf (72.), sollte dem vermeintlichen "Underdog" nicht mehr gelingen. Kickers Mittelfeldspieler Daniel Nagy sorgte mit seinem zweiten Treffer (81.) zum 6:2-Endstand für den verdienten Pokalsieg der FC Würzburger Kickers. Nach 2014 ist es der zweite Triumph für die Unterfranken.

Weitere ausführliche Informationen zum Spielverlauf finden Sie im BFV-Liveticker.

Die Höhepunkte des Toto-Pokal-Finals gibt es in der großen BFV.TV-Sondersendung auf www.bfv.tv

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Packende Zweikämpfe und tolle Tore: Das Toto-Pokal-Finale 2016 hatte es in sich.

Die Fakten zum Toto-Pokal-Finale 2016:

Tore: 1:0 Alexander Sieghart (4.); 1:1, 1:2, 1:3, 1:4 Amir Shapourzadeh (57./59./61./64.); 1:5 Daniel Nagy (65.); 2:5 Vitalij Lux (72.); 2:6 Daniel Nagy (81.).

Zuschauer: 3.200

SpVgg Unterhaching: Hehn - Bauer, Winkler, Welzmüller, Taffertshofer, Sieghart (78. Markmüller), Nicu, Steinherr (64. Einsiedler), Piller (46. Koch), Bigalke, Lux.

FC Würzburger Kickers: Brunnhübner - Nothnagel, Benatelli (46. Shapourzadeh), Haller (57. Jabiri), Weil, Karsanidis, Kurzweg, Russ, Fennell, Taffertshofer, Soriano (57. Nagy).

Schiedsrichter:
Florian Badstübner (TSV Windsbach) - Patrick Hanslbauer (TSV Altenberg), Steffen Brütting (SpVgg Effeltrich), Christian Keck (FC Grünbach).

Weitere Stimmen zum Toto-Pokal-Finale:

Rainer Koch, BFV-Präsident: "Ich freue mich, dass wir so ein tolles Fußballspiel gesehen haben. Die SpVgg Unterhaching hat in der ersten Halbzeit gut mitgehalten. Aber auch die Würzburger Kickers haben das Finale ernst genommen und sich dann mit zunehmender Spieldauer durchgesetzt. Man hat eindrucksvoll gesehen, dass ein Pokalfinale auch dann einen besonderen Reiz haben kann, wenn beide Mannschaften schon für den DFB-Pokal qualifiziert sind. Die Kulisse war überragend. Auch zum Finaltag der Amateure insgesamt habe ich viele positive Stimmen gehört."

Josef Janker, BFV-Verbands-Spielleiter: "Glückwunsch Würzburger Kickers zum Pokalsieg und dem Aufstieg in die 2. Liga! Wer sechs Tore in einem Endspiel erzielt, ist der verdiente Sieger. Aber auch die SpVgg Unterhaching hat sich toll präsentiert und zu einem schönen Finale beigetragen. Wir haben heute im Sportpark, aber auch vor den Fernsehbildschirmen ein echtes Highlight erlebt. Der gesamte Finaltag war Werbung für den Amateurfußball."

Josef Müller, Vizepräsident Lotto Bayern: "Es war wieder einmal ein hervorragendes Finale. Ich gratuliere beiden Mannschaften zur Teilnahme an der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde und den Würzburger Kickers natürlich zum Titelgewinn. Wir sind seit 18 Jahren gerne Partner des BFV. So ein tolles Endspiel zeigt die Stärke des Amateurfußballs."

Markus Othmer, Kommentator ARD/Bayerischer Rundfunk (BR): "Das war ein Traumtag für den Amateurfußball. Wir haben heute zwei spielstarke Teams gesehen, die richtig Lust auf dieses Finale hatten. Bis auf acht Minuten in der zweiten Halbzeit war die SpVgg Unterhaching durchaus gleichwertig. Acht Tore in einem Finale sind Weltklasse! Der Finaltag zeigt, wie viel Potenzial im Amateurfußball steckt."

 
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