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DFB-Jugendfachtagung: Neue Altersklasseneinteilung angedacht

Letzte Aktualisierung: 6. März 2016

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Die bayerischen Teilnehmer an der DFB-Jugendfachtagung in Frankfurt.

Eine mögliche Verjüngung der Altersklassen war eines der zentralen Themen bei der DFB-Jugendfachtagung in Frankfurt, an der Delegierte von zehn Landesverbänden aus Süddeutschland teilgenommen hatten - darunter auch 29 aus Bayern. Knapp 80 Prozent der 245 Teilnehmer wollen, dass sich die A-Jugend künftig nur noch aus U18- und U17-Spieler rekrutiert. In der Folge würden auch die nachfolgenden Altersklassen um ein Jahr "verjüngt". Also bestünde die B-Jugend künftig aus U16- und U15-Spielern, die C-Jugend aus U14- und U13-Spielern und so weiter. Am 11./12. März diskutieren jetzt die Vertreter der Landesverbände aus Nord- und Nordostdeutschland im zweiten Teil der Jugendfachtagung ihre Vorschläge. Bis zu einer endgültigen Entscheidung ist es aber noch ein weiter Weg. Über mögliche Änderungen muss auf DFB-Ebene abgestimmt werden. Und dann würde auch geklärt, zu welcher Spielzeit eine Änderung sinnvoll eingeführt werden könnte.

Auch Themen wie Integration, Qualifikation von Nachwuchstrainern, flexible Anstoßzeiten und Spieltage, Kommunikation in Verbänden und Vereinen, der demografische Wandel, Jugendspielgemeinschaften und Fördervereine nahmen einen großen Teil der intensiven, zweitägigen Veranstaltung ein, zu der Verbands-Jugendleiter Karl-Heinz Wilhelm ein positives Fazit zog: "Es wurden viele Themen be- und erarbeitet und auch wichtige Entscheidungen getroffen. Aus bayerischer Sicht können wir sehr zufrieden sein."

Austausch mit anderen Landesverbänden

BFV-Vizepräsident Reinhold Baier, Präsidiumsvertreter für den Jugendausschuss, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden: "Die Jugendfachtagung des DFB ist immer auf einem sehr hohen Niveau und bringt wichtige Entscheidungen für die Zukunft. Der dort stattfindende Austausch mit den Vertretern anderer Landesverbände sowie auch deren Meinungen und Erfahrungen sind auch für uns sehr wichtig und nützlich."

Erstmals auch Jugendliche eingeladen

Zur DFB-Jugendfachtagung hatte DFB-Vizepräsident Jugend, Dr. Hans-Dieter Drewitz, erstmals auch Jugendliche eingeladen, um auch die Meinung und Ideen von Aktiven zu hören. Der Vertreter des BFV war Niklas Golling von der JFG Neuburg. Der U17-Spieler war von der Veranstaltung sehr angetan: "Für mich persönlich war es äußerst interessant und auch überraschend zu sehen, wie viele Leute sich über den Jugendfußball tatsächlich Gedanken machen. In den Workshops, an denen ich teilnehmen durfte, wurde kontrovers diskutiert und die Ergebnisse auch weitergegeben. Auch das Niveau und der Ablauf der Fachtagung im Frankfurter Hilton Airport Hotel waren top."

Höhepunkte der Fachtagung waren neben vielen Informationen von Christian Pothe (Vorsitzender des DFB-Jugendausschusses), Willi Hink (über den Masterplan 2017 bis 2019) und DFB-U17-Trainer Meikel Schönweitz (über die Ausbildung der DFB-U-Mannschaften) eine Talkrunde mit "Weltmeister" und DFB-Sportdirektor Hansi Flick sowie mit Funktionären und Vertretern aus der Wissenschaft, an der auch BFV-Jugend-Bildungsbeauftragter Karl-Heinz Giegerich teilnahm.

 

 
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