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Ballbina kickt: "Ideal, um die Lust am Fußball zu wecken"

Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2016

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Der SV Oberrieden ist einer von aktuell 34 Vereinen, der gemeinsam mit dem Bayerischen Fußball-Verband das Mädchen-Schnuppertraining "Ballbina kickt" anbietet. Ziel des Vereins ist es, Mädchen für den Fußball im Verein zu begeistern und in naher Zukunft erstmals eine eigene Juniorinnen-Mannschaft stellen zu können. Im Interview erklärt Trainer Michael Dausch, warum das kostenlose "Pro Amateurfußball"-Angebot ideal ist, um das Interesse von Mädchen für den Fußball zu wecken und was die Eltern an diesem Projekt begeistert.

Wie kam der SV Oberrieden zum Projekt "Ballbina kickt"?

Michael Dausch: Wir hatten bis vor 15 Jahren eine eigene Frauenmannschaft, die sich dann aber leider aufgelöst hat. Eine reine Mädchenmannschaft gab es bei uns im Verein hingegen noch nie - auch wenn immer mal wieder Mädchen bei den Bambinis und Junioren reingeschnuppert haben. Um den Mädchen die Chance zu geben, frei von Druck erste Erfahrungen mit dem Fußball zu sammeln, bieten wir seit September immer donnerstags das Schnuppertraining an. Dabei steht der Spaß am Spiel und an der Bewegung im Vordergrund, Leistungsunterschiede spielen erstmal überhaupt keine Rolle. Das Angebot ist als ideal, um Mädchen spielerisch an den Fußball heranzuführen und die Lust auf mehr zu wecken.

Wie ist denn die Resonanz?

Dausch: Aller Anfang ist schwer, das war auch bei uns nicht anders. Aber wir haben entsprechend Werbung für das neue Angebot gemacht, sind gezielt auf die Eltern zugegangen und haben erklärt, worum es geht, was die Idee hinter "Ballbina kickt" ist und was wir für ein Ziel verfolgen. Und das Konzept, den Mädchen ohne Leistungsdruck den Spaß am Fußball und an der Bewegung zu vermitteln sowie die ungezwungene Atmosphäre beim Training hat viele Mütter und Väter überzeugt. Mittlerweile kommen regelmäßig mehr als zehn Mädchen zu Training. Insgesamt haben wir bereits 17 Teilnehmerinnen auf der Liste. Das ist für so einen kleinen Ort wie Oberrieden eine tolle Zahl.

Das Projekt "Ballbina kickt" ist ja auf zwei Jahre beschränkt. Wie soll es danach beim SV Oberrieden weitergehen?

Dausch: Wir hoffen natürlich, dass die Begeisterung bei den Mädchen anhält. Aktuell können sie es kaum erwarten, bis das nächste Training beginnt. Ziel ist natürlich, ein eigenes Mädchenfußballangebot zu etablieren, mit Mannschaften, die dann auch am Spielbetrieb teilnehmen. Natürlich in Abstimmung mit dem Nachbarverein SV Auerbach, der bereits eine eigene Juniorinnen-Mannschaft hat und dem wir natürlich nicht den Nachwuchs wegnehmen wollen. Im Frühjahr stehen jetzt erstmal die ersten Freundschaftsspiele auf dem Programm. Das ist der erste Schritt. Wir sehen im Mädchen- und Frauenfußball die Chance, neue Mitglieder zu finden. Die letztjährige Renovierung der Turnhalle und der für dieses Jahr geplante Neubau des Sportheims sind für so einen kleinen Verein große Investitionen in die Zukunft. Deshalb ist es für uns auch wichtig, für Jugendliche und Kinder attraktiv zu bleiben und neue Mitglieder zu gewinnen. Angebote wie "Ballbina kickt" helfen uns dabei. Darum werben wir auf unserer Homepage auch gezielt für das Schnuppertraining und stellen interessierten Eltern ausführliche Informationen zur Verfügung.

Alle Infos zu "Ballbina kickt"

 
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