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Neue Heimat: SV Dornach

Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2016

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Die BFV-Sozialstiftung macht es möglich: Beim SV Dornach haben 20 Flüchtlinge neue adidas-Fußballschuhe erhalten.

"Servus" ist nicht nur die traditionelle, freundschaftliche Begrüßung unter Bayern. Mit "Servus" wurde auch Münchens BFV-Kreisvorsitzender Bernhard Slawinski von etwa 30 jungen Männern willkommen geheißen, die ein Leben voller Entbehrungen und Angst hinter sich haben. Junge Männer, die aus Mali, Somalia und dem Senegal flüchten mussten und inzwischen in Dornacher Notunterkünften untergebracht sind. Die herzliche Begrüßung zeigte vor allem eines: In Dornach funktioniert ein Konzept, das durch die Fußballabteilung des SV Dornach bereits Anfang des Jahres initiiert wurde.

Menschen wie Nikolaus Zornek ist es zu verdanken, dass diese jungen Menschen wieder lachen können und inzwischen auch die deutsche Sprache schon ganz gut beherrschen: "Es ist mir wichtig, dass sich diese jungen Leute bei uns im Verein integrieren können. Sie spielen inzwischen nicht nur Fußball für den SV Dornach, sie werden aktiv in unsere Vereinsarbeit mit eingebunden. Wir achten hier alle darauf, dass es ein gemeinsames Geben und Nehmen ist!"

Damit Bayerns Fußballvereine diesen enormen Aufwand nicht alleine stemmen müssen, unterstützt die Sozialstiftung des BFV besonders engagierte Vereine mit der Aktion "1.000 Paar Fußballschuhe für eine sportliche Zukunft". Beim SV Dornach freute man sich gleich doppelt. Nicht nur, dass Slawinski über 20 Paar Fußballschuhe in seinem Gepäck hatte. Er durfte auch noch im Namen der Egidius-Braun-Stiftung einen Scheck über 500 Euro an den SV Dornach überreichen. Die nach DFB-Ehrenpräsident Braun benannte Stiftung fördert mit der Initiative "1:0 für ein Willkommen" Fußballvereine, die sich speziell für Flüchtlinge engagieren und konkrete Hilfsmaßnahmen ergriffen haben.

Kein Beitrag für hilfsbedürftige Vereinsmitglieder

Gerhard Vodermeier, 1. Vorstand des SV Dornach gewährte dem BFV-Funktionär bei dessen Besuch einen Einblick in das Gesamtkonzept der Initiative. Der SV Dornach erhebt keinen Mitgliedsbeitrag für Flüchtlinge und andere hilfsbedürftige Vereinsmitglieder. "Wir sehen den Sport als wichtige Anlaufstelle. Gemeinsam mit den Johannitern und dem Asyl-Helferkreis Aschheim haben wir es geschafft, jungen Menschen eine Perspektive zu bieten", so Vodermeier. "Wir bekommen jedoch auch viel zurück", ergänzt Steffen Trippke, technischer Leiter der Fußballabteilung. "Nicht nur, dass die Trainingsbeteiligung sehr hoch ist, die Jungs sind ausgesprochen freundlich und dankbar!"

Dass in diesem Projekt der sportliche Erfolg nur Nebensache ist, betont Zornek: "Jeder darf spielen! Vorrang hat, die neuen Mitbürger optimal zu integrieren. Das Vereinsleben ist für die Jungs eine komplett neue Lebenserfahrung und fördert das Miteinander."

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