Header Image - 2017

Jahresrückblick 2017: Der Dezember

Letzte Aktualisierung: 31. Dezember 2017

klicken zum Vergrößern
Verdienter Lohn für tolle Leistungen: Dr. Felix Brych ist Weltschiedsrichter des Jahres 2017. Foto: Getty Images

2017: Ein Jahr voller sportlicher und gesellschaftlicher Highlights im bayerischen Amateurfußball. Die SpVgg Unterhaching feierte als Regionalliga-Meister die Rückkehr in den Profi-Fußball, mit dem TSV 1860 München bekam die bayerische Amateur-Spitzenliga einen prominenten Neuzugang, der 1. FC Schweinfurt 05 feierte im Toto-Pokal-Finale den Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals und mit dem SSV Jahn 1889 Regensburg krönte sich erstmals ein bayerisches Team zum Deutschen Futsal-Meister. Zudem feierte mit Tim Wiese in der Kreisliga Donau Nord ein Ex-Nationaltorhüter sein Comeback, das deutschlandweit und vor allem in den sozialen Medien für Furore sorgte. Abseits des Platzes überzeugten die bayerischen Vereine durch ihre Hilfe für den FC Teutonia München sowie ihr Engagement beim Organspende-Aktionswochenende, für das der BFV - stellvertretend für alle Klubs im Freistaat - gleich doppelt ausgezeichnet wurde. Seit 2017 ist der BFV auch Mitglied der Bayerischen Klima-Allianz und an den bayerischen Schulen sind viele "BallHelden" unterwegs. Außerdem unterzeichnete der Verband einen langfristigen Kooperationsvertrag mit der sporttotal.tv GmbH. Im November fiel schließlich noch der Startschuss ins BFV-Wahljahr 2017/18. Die Highlights des Monats Dezember...

Große Ehre für Felix Brych

Ungemütlich war der Start in den Dezember 2017. Der Wettergott brachte Kälte und Schnee in den Freistaat, sodass der Spielbetrieb fast zum Erliegen kam. Am für das erste Dezember-Wochenende angesetzten 24. Spieltag der Regionalliga Bayern wurden sechs der neun geplanten Partien abgesagt. Und auch das noch ausstehende Toto-Pokal-Viertelfinale zwischen der SpVgg Oberfranken Bayreuth und dem TSV 1860 München konnte wegen Unbespielbarkeit des Platzes nicht stattfinden.

Mit der Kälte hatte FIFA-Schiedsrichter Felix Brych (München) nicht zu kämpfen. Der 42-Jährige weilte in Abu Dhabi. Zunächst stand in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emiraten ein Vorbereitungsseminar zur Weltmeisterschaft 2018 auf dem Programm, dann die FIFA-Klub-WM - bei wohligen 25 Grad Celsius. Dabei wurde ihm eine freudige Nachricht überbracht: Brych, der im Juni das Finale der UEFA Champions League zwischen Real Madrid und Juventus Turin geleitet hatte, wurde von der International Federation of Football History & Statistics (IFFHS) zum Weltschiedsrichter 2017 gewählt. Nach Aron Schmidhuber (1992) und Dr. Markus Merk (2004, 2005, 2007) ist Brych erst der dritte Deutsche, dem diese Ehre zuteilwurde.

Auszeichnung für zwei niederbayerische Fußball-Helden

Eine hohe Auszeichnung erhielten auch zwei Fußballfunktionäre aus Niederbayern: Otto Baumann und Ludwig Zeiler. Für ihr jahrelanges Engagement im Fußball haben sie von Staatsminister Joachim Herrmann im Markgrafensaal in Schwabach die Ehrenmedaille für besondere Verdienste um den Sport in Bayern erhalten.

Otto Baumann hat als Jugendleiter maßgeblichen Anteil daran, dass die SpVgg Grün-Weiß Deggendorf im U15- sowie U17-Bereich große Erfolge feiern konnte. Es ist unter anderem seiner erfolgreichen Arbeit zu verdanken, dass inzwischen die SpVgg Grün-Weiß Deggendorf ein offizielles BFV- sowie DFB-Nachwuchsleistungszentrum ist. Ludwig Zeiler hat jahrelang als 1. Vorsitzender des SC Kirchberg am Inn das Fußballleben vor Ort mitgeprägt. 2012 fusionierte der SC Kirchberg mit dem ASC Simbach zum ASCK Simbach-Kirchberg, Zeiler bekleidet seither das Amt des 3. Vorsitzenden. Neben dem Vorstandsamt beim ASCK ist Ludwig Zeiler seit 2007 auch Kreisvorsitzender des BLSV-Kreises Rottal-Inn.

"Ehrenamtliche Mitarbeiter erbringen enorme Leistungen für unsere Gesellschaft. Ohne engagierte Menschen wie Otto Baumann und Ludwig Zeiler wäre Amateurfußball nicht denkbar", erklärte Verbands-Ehrenamtsreferent Dieter Habermann, der im Namen des Bayerischen Fußball-Verbandes gratulierte.

klicken zum Vergrößern
Ruhestand für einen Rastlosen: Karlheinz Bram war 17 Jahre lang festes Mitglied der BFV-Familie.

Karlheinz Bram kündigt Rücktritt an

Ganze 17 Jahre lang war Karlheinz Bram ein festes Mitglied der BFV-Familie. Auf der Bezirksausschuss-Sitzung in Rödental erklärte Oberfrankens Bezirksvorsitzender seinen Rücktritt zum 31. Dezember 2017. "Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen und hat rein private Gründe. Der bayerische Amateurfußball war ein großer und wichtiger Teil meines Lebens. Aber der Zeitpunkt, aufzuhören und mein Amt in jüngere Hände zu übergeben, fühlt sich einfach richtig an", erklärte Bram.

Der Marktzeulner begann im November 1999 als Jugend-Gruppenspielleiter des Kreises Coburg/Lichtenfels seine Laufbahn beim BFV. Nur acht Monate später wechselte der Marktzeulner auf den Posten des Kreis-Spielleiters. Dieses Amt bekleidete er bis zum 25. März 2006 - der Tag, an dem Bram die Nachfolge von Karl Fleischer antrat und zum Bezirks-Vorsitzenden gewählt wurde. Im gleichen Jahr schied der Verkaufsleiter im Außendienst aus seinem Beruf aus und widmete sich verstärkt seinem Engagement im Fußball.

"Ich bedanke mich bei Karlheinz Bram für seine 18-jährige ehrenamtliche Arbeit für den Bayerischen Fußball-Verband. Karlheinz war in seinen zwölf Jahren als Bezirksvorsitzender maßgeblich an der Fortentwicklung der Belange des Bezirkes Oberfranken beteiligt und füllte die zum Beginn seiner Amtszeit noch kritisch betrachtete Drei-Kreis-Lösung in Oberfranken mit Leben. Es ist die richtige Entscheidung, den geordneten Bezirk nun in jüngere Hände zu übergeben und somit zukunftsträchtig aufzustellen", erklärt BFV-Präsident Rainer Koch. 

klicken zum Vergrößern
Das BFV-Präsidium berief den 53 Jahre alten Thomas Unger einstimmig zum Nachfolger von Karlheinz Bram.

Thomas Unger folgt auf Bram

Ein Nachfolger war schnell gefunden: Das BFV-Präsidium berief den 53 Jahre alten Thomas Unger einstimmig zum Nachfolger von Karlheinz Bram. "In erster Linie geht es um einen geordneten Übergang, Kontinuität und darum, die erfolgreiche Arbeit von Karlheinz Bram in den vergangenen Jahren fortzusetzen. Dafür werde ich auch in den kommenden Wochen ganz eng mit ihm und allen oberfränkischen Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten. Generell geht es in Oberfranken natürlich darum, die Fußballbasis zu stärken und mit allen Mitteln darum zu kämpfen, dass uns auch in Zukunft die vielfältige Vereinslandschaft und insbesondere auch die kleinen Vereine erhalten bleiben", erklärt Unger. Für einen geordneten Übergang steht auch, dass Thomas Unger neben seinen neuen Aufgaben als Bezirks-Vorsitzender noch bis zum Saisonende das Amt des Spielleiters der Bayernliga Nord weiter ausüben wird. 

klicken zum Vergrößern
Neuer BFV-Vizepräsident: Robert Schraudner.

Robert Schraudner neuer BFV-Vizepräsident

Robert Schraudner, Bezirks-Vorsitzender Oberbayern, ist neuer Vizepräsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV). Der BFV-Vorstand berief den 53-Jährigen im Rahmen seiner Jahresabschlusstagung in Nürnberg einstimmig zum Nachfolger von Maximilian Karl, der Mitte Oktober überraschend im Alter von 68 Jahren verstorben war.

"Das Amt des BFV-Vizepräsidenten ist eine große Ehre, aber auch eine ebenso große Verpflichtung für mich. Es ist eines der wichtigsten Ämter im bayerischen Amateurfußball und Max Karl hat bis zu seinem überraschenden Tod herausragende Arbeit in dieser Position geleistet. Das möchte ich fortsetzen, aber ich möchte natürlich auch neue Impulse setzen und die Zukunft des bayerischen Fußballs aktiv mitgestalten", so Schraudner.

"Es ist eine ungeschriebene Regel, dass zwei der vier BFV-Vizepräsidenten aus dem Kreis der Bezirksvorsitzenden kommen. Es war deshalb überhaupt keine Frage, dass der Vorstand dem einstimmigen Vorschlag der Bezirksvorsitzenden gefolgt ist und Robert Schraudner als Nachfolger von Maximilian Karl berufen hat. Robert Schraudner hat als Bezirksvorsitzender und davor als Schiedsrichterobmann in Oberbayern seit vielen Jahren sehr erfolgreich in BFV-Spitzenpositionen gewirkt. Er ist ohne Zweifel bestens geeignet, die auf ihn in Nachfolge von Max Karl zukommenden schwierigen Aufgaben erfolgreich zu bewältigen", erklärte BFV-Präsident Rainer Koch die Entscheidung in Nürnberg.

Robert Schraudner begann seine Funktionärslaufbahn beim BFV 1990 als Beisitzer des Schiedsrichterausschusses der Gruppe München und übernahm noch im selben Jahr als Gruppen-Lehrwart die Verantwortung für den Schiedsrichter-Nachwuchs. 1994 wurde er Beisitzer im Bezirks-Schiedsrichterausschuss, 2010 folgte der Aufstieg zum Bezirks-Schiedsrichterobmann. Seit 2014 war der Münchner zu gleich stellvertretender Bezirks-Vorsitzender in Oberbayern. Nach dem Tod von Horst Winkler wurde Schraudner im November 2015 zum neuen Bezirks-Vorsitzenden in Oberbayern berufen. Für sein bisheriges Engagement im Fußball erhielt der Bankfachwirt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Verbandsehrennadel in Silber und Gold sowie die DFB -Verdienstnadel.

klicken zum Vergrößern
Wie hier bei der Arbeitstagung des Verbands-Jugendausschusses ging es in allen Konferenzräumen darum, die Fußballzukunft zu gestalten. Foto: Getty Images

Jahresabschlusstagung der Ausschüsse

Im Dezember trafen sich in Bad Gögging zudem die Verbands-Ausschüsse zu ihren Jahresabschlusstagungen. Was wurde erreicht, wo besteht Nachholbedarf, welche Ideen existieren, um die künftigen Aufgaben zu meistern, und welche Visionen gibt es für den Amateurfußball der Zukunft? In Bad Gögging haben die obersten Verbandsgremien gemeinsam ihre Jahrestagungen abgehalten, um all diese Fragen zu klären und zu diskutieren. Und natürlich auch, um über übergeordnete Entwicklungen und Projekte wie den DFB-Grundlagenvertrag, die DFB-Akademie, die Regionalliga-Reform oder den Planungsstand der mittlerweile vertraglich fixierten Fußballiade 2019 bzw. der neuen BFV-Homepage zu informieren. Ehrungen verdienter BFV-Funktionäre rundeten das Tagungswochenende ab.

Eine Entscheidung fiel auch beim Thema Regionalliga-Struktur. Der DFB-Bundestag beschloss die Änderung der Auf- und Abstiegsregelung zwischen Regionalliga und 3. Liga. Die Delegierten stimmten auf dem Außerordentlichen Bundestag in Frankfurt am Main mit deutlicher Mehrheit für den gemeinsamen Antrag der 21 Landesverbände. Das neue Modell sieht zunächst eine Übergangslösung für die Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 vor, die vier Aufsteiger und dabei drei feste Aufstiegsplätze für die Meister der fünf Regionalligen beinhaltet. Die Reform hat zur Folge, dass es in der 3. Liga ab der Saison 2018/2019 vier Absteiger geben wird.

Apropos Regionalliga: Zum Jahresabschluss wurde bei "BFV.TV - Der Talk" in zwei Gesprächsrunden einmal mehr ausführlich über die bayerische Amateur-Spitzenliga und ihr Umfeld diskutiert. Dabei standen Moderator Christian Ortlepp zahlreiche prominente Gäste Rede und Antwort. Unter anderem gaben sich BFV-Präsident Rainer Koch, Michael Köllner (Cheftrainer 1. FC Nürnberg), Manuel Baum (Cheftrainer FC Augsburg) und Tobias Schweinsteiger (Co-Trainer FC Bayern München II) die Ehre. Geballte Fußballkompetenz!

 

Neu: WhatsApp-Service für Trainer

Jetzt zum BFV WhatsApp-Service anmelden und schon gibt´s jeden Donnerstag- und Sonntagabend News und Trainingstipps direkt aufs Handy! Und das kostenlos: Hier geht´s zur Anmeldung.

 
Spitzenvereine

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

© 2019 BFV.de