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Jahresrückblick 2017: Der Juni

Letzte Aktualisierung: 25. Dezember 2017

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BFV-Präsident Rainer Koch und Heinz Schmidt, Vizepräsident TSV 1860 München, bei der Pressekonferenz im Münchner "Haus des Fußballs".

2017: Ein Jahr voller sportlicher und gesellschaftlicher Highlights im bayerischen Amateurfußball. Die SpVgg Unterhaching feierte als Regionalliga-Meister die Rückkehr in den Profi-Fußball, mit dem TSV 1860 München bekam die bayerische Amateur-Spitzenliga einen prominenten Neuzugang, der 1. FC Schweinfurt 05 feierte im Toto-Pokal-Finale den Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals und mit dem SSV Jahn 1889 Regensburg krönte sich erstmals ein bayerisches Team zum Deutschen Futsal-Meister. Zudem feierte mit Tim Wiese in der Kreisliga Donau Nord ein Ex-Nationaltorhüter sein Comeback, das deutschlandweit und vor allem in den sozialen Medien für Furore sorgte. Abseits des Platzes überzeugten die bayerischen Vereine durch ihre Hilfe für den FC Teutonia München sowie ihr Engagement beim Organspende-Aktionswochenende, für das der BFV - stellvertretend für alle Klubs im Freistaat - gleich doppelt ausgezeichnet wurde. Seit 2017 ist der BFV auch Mitglied der Bayerischen Klima-Allianz und an den bayerischen Schulen sind viele "BallHelden" unterwegs. Außerdem unterzeichnete der Verband einen langfristigen Kooperationsvertrag mit der sporttotal.tv GmbH. Im November fiel schließlich noch der Startschuss ins BFV-Wahljahr 2017/18. Die Highlights des Monats Juni...

1860 München mischt Regionalliga Bayern auf

Das Beben beim TSV 1860 München wird zur Verbandssache. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga und dem gescheiterten Lizenzantrag für die 3. Liga musste der Bayerische Fußball-Verband (BFV) Anfang Juni über die Zulassung für die Regionalliga Bayern entscheiden.
"Es gibt für die Regionalliga Bayern ein Zulassungsverfahren. Dabei werden wir in engem Austausch mit der Stadt München und dem Verein zu klären haben, wo der TSV 1860 München künftig spielen kann", erklärte BFV-Präsident Rainer Koch auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz im Münchner "Haus des Fußballs" vor zahlreichen Medienvertretern. Wenige Tage später sind die Regularien geklärt: Die Löwen erhalten die Zulassung für die höchste Spielklasse im bayerischen Amateurfußball.

"Der TSV 1860 hat sich in den letzten zwei Wochen auf einen guten Weg begeben. In der Spitze arbeiten im Verein und in der KGaA vernünftige Leute, mit dem jungen Team um Trainer Daniel Bierofka wurde ein Neuanfang gemacht, mit dem sich die Anhänger des Vereins identifizieren wollen und können", freute sich Koch. Tatsächlich findet die Teilnahme von 1860 an der Regionalliga großen Zuspruch unter den Fußballfans. Das Eröffnungsspiel der Saison 2017/18 zwischen dem FC Memmingen und den Münchnern war bereits nach kurzer Zeit restlos ausverkauft.

VIDEO | BFV-Präsident Rainer Koch über den TSV 1860 München




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Der FC Pipinsried hat sich in der Regionalliga-Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth II durchgesetzt.

Pipinsried feiert sensationellen Aufstieg

Trotz der Euphorie der Anhänger wartete aber eine große Umstellung auf die Löwen. Die Gegner in der Amateurklasse hießen nicht mehr 1. FC Nürnberg oder VfL Bochum, sondern 1860 Rosenheim und FC Pipinsried. Letzterer setzte sich im Rückspiel der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth II sensationell mit 3:2 nach Verlängerung durch (Hinspiel 1:1) und schaffte den Aufstieg aus der Bayernliga. "Es ist unglaublich. Nach dem sechsten Spieltag waren wir noch Letzter. Jetzt sind wir in der Regionalliga. Wir werden jetzt feiern und lassen es krachen", sagte Trainer Fabian Hürzeler.

Auch der SV Seligenporten hatte Grund zur Freude. Trotz einer 0:1-Heimniederlage gegen den SV Viktoria Aschaffenburg (Hinspiel 2:0) hielten sie die Klasse. Für Aschaffenburg reichte es schlussendlich nicht. In der zweiten Relegationsrunde zog der Verein gegen die Fürther den Kürzeren und blieb nach einem 1:1 im Rückspiel (Hinspiel 4:3 für Fürth) in der Bayernliga Nord.

VIDEO | Pipinsried macht Regionalliga-Aufstieg perfekt




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Die deutsche U21-Nationalmannschaft überzeugte bei der Europameisterschaft auf ganzer Linie. Lohn: der Titel! Foto: Getty Images

Fürth-Frauen steigen in Regionalliga auf

Für noch mehr bayerische Power sorgte die Frauenmannschaft des SpVgg Greuther Fürth. Das Team von Trainer Kevin Schmidt machte am letzten Spieltag in der Bayernliga mit einem 0:0 gegen den TSV Frickenhausen die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga Süd klar.
Die Meisterschaft in der Frauen-Landesliga Süd holte sich der TuS Bad Aibling. Dank einer 0:1-Niederlage des MTV Diessen gegen den FC Ruderting konnten die Chiemgauerinnen am letzten Spieltag in ihre Meister-Shirts schlüpfen und den Aufstieg in die Bayernliga feiern. Der MTV Diessen feierte trotzdem: Gegen den SV Frensdorf setzte sich Diessen in einem Play-Off-Krimi mit 8:7 nach Elfmeterschießen durch. Die Meisterschaft in der Landesliga Nord ging an die zweite Mannschaft des SV Weinberg, der damit ebenfalls eine Klasse aufstieg.

U21-Nationalmannschaft wird Europameister

Von der Euphorie und den Dramen in Bayerns Ligen bekam die U21-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wahrscheinlich nichts mit. Vielmehr verwirklichte der DFB-Nachwuchs seinen eigenen Traum und schnappte sich bei der U21-Europameisterschaft in Polen in einem spannenden Finale gegen das Starensemble aus Spanien (1:0) den Titel. Nach dem Triumph bei der EM 2009, war es der zweite Erfolg für eine deutsche U21-Auswahl.

"Was für ein überragendes Spiel unserer U21-Nationalmannschaft. Das Team hat sich heute für ein herausragendes Turnier belohnt. Der EM-Titel unterstreicht einmal mehr die erstklassige Talentförderung in Deutschland. Alle tragen ihren Teil dazu bei: die Amateurvereine an der Basis, der DFB, die Landesverbände und die Profivereine", freute sich Rainer Koch. Großes Lob vom BFV-Präsidenten erhielten Niklas Stark, Julian Pollersbeck und Janik Haberer, die ihre Wurzeln in der bayerischen Talentförderung haben. Auch Co-Trainer Antonio di Salvo, der bis Ende 2016 als DFB-Stützpunktkoordinator für Ostbayern zuständig war, wurde von Koch bedacht.

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Beim Champions League-Finale an der Pfeife: Dr. Felix Brych aus München. Foto: Getty Images

Brych pfeift auf großer Bühne

In einem Endspiel stand auch der Münchner FIFA-Schiedsrichter Felix Brych. Der Referee leitete das Finale der UEFA Champions League zwischen Juventus Turin und Real Madrid (1:4) am 3. Juni und zeigte eine tolle Leistung. Brych leistete sich keinen Fehler und brachte die Partie mühelos über die Bühne. Nach Hellmut Krug (1998), Markus Merk (2003) und Herbert Fandel (2007) war er der vierte deutsche Schiedsrichter, der ein Finale der Königsklasse leitete.

"Einmal das Champions-League-Finale zu leiten, war das große Ziel meiner Karriere. Wahrscheinlich war es mein größtes Spiel - eine Zäsur. Aber es war neben Stolz und Freude auch Verantwortungsbewusstsein dabei, Anspannung, Neugierde, ganz viele Gefühle", erklärte Brych nach der Partie.

Grund zur Freude hatte auch Bayerns Top-Schiedsrichterin Angelika Söder aus Schwarzenbruck. Die 28-Jährige wurde von der UEFA-Schiedsrichterkommission von der Third in die Second Categorie befördert. Bereits seit 2008 leitet Söder Spiele in der Allianz Frauen-Bundesliga und seit 2015 auch auf FIFA-Ebene.

"Fair ist mehr"-Preis für Tobias Reisinger

Für einen der fairsten Momente im bayerischen Fußballjahr 2017 sorgte Tobias Reisinger vom FC Wald/Süssenbach. Der Mittelfeldakteur hatte im U19-Kreisligaspiel beim SV Schwarzhofen beim Stand von 1:0 versehentlich einen Schiedsrichterball ins Tor geschossen. Um den unbeabsichtigten Ausgleich wieder wett zu machen, ließ Reisingers Team auf Drängen des Torschützen den Gegner nach dem Anstoß ungehindert den Treffer zum 2:1 erzielen. Letztlich verlor Wald/Süssenbach mit 1:3. Für diese vorbildliche Reaktion wurde Reisinger im Rahmen der gemeinsamen Aktion vom BFV und dem DFB "Fair ist mehr" als bayerischer Fairplay-Monatssieger ausgezeichnet. Neben einem Glückwunschschreiben durfte sich Reisinger über ein Fairplay-T-Shirt von adidas, eine Fairplay-Urkunde, einen Gutschein für den DFB-Fanshop und einen Spielball freuen.

DFB belohnt Talentförderung von 18 Vereinen

Keine T-Shirts, sondern insgesamt 42.850 Euro an Bonuszahlungen bekamen 18 bayerische Vereine vom DFB. Der Verband bedankte sich mit dieser finanziellen Zuwendung bei den Heimatvereinen der Junioren-Nationalspieler für die Förderung talentierter Nachwuchsspieler. BFV-Vizepräsident Reinhold Baier und Peter Papistock, Beisitzer im Verbands-Jugendausschuss und Bezirks-Jugendleiter in Oberbayern, übergaben im Vorfeld des WM-Qualifikationsspiels zwischen Deutschland und San Marino in Nürnberg die Bonusschecks.
"Kein Spieler wird als Nationalspieler geboren. Jedes unserer Top-Talente legt in den bayerischen Amateurvereinen und Regionalauswahlen den Grundstein für die spätere Laufbahn im Profifußball und der Nationalelf. Unsere Trainer und Betreuer an der Fußballbasis leisten eine hervorragende Arbeit, die wir auch angemessen belohnen möchten", erklärte Baier.

Bayern Münchens U-17-Mannschaften holen Titel

Dass die Talentförderung in Bayern gut funktioniert, stellten die U17-Mannschaften des FC Bayern unter Beweis. Die B-Junioren setzten sich im Finale der deutschen Meisterschaft gegen den SV Werder Bremen mit 2:0 durch. Nach 1989, 1997, 2001 und 2007 holten die Bayern damit ihren fünften Titel. "Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das ist der Wahnsinn", sagte FCB-Coach Tim Walter.
Die dritte U17-Meisterschaft nach 2014 und 2015 feierten die FCB-Juniorinnen. Das Team von Trainerin Carmen Roth holte sich in einem hochklassigen Finale gegen Titelverteidiger und Rekordsieger 1. FFC Turbine Potsdam danke eines 2:1 den Titel. "Wir sind überglücklich und haben jetzt allen Grund, den Titelgewinn zu feiern. Die Mannschaft hat der ohnehin schon herausragenden Saison noch die Krone aufgesetzt", freute sich Roth für ihr Team.

1860 München siegt beim Bayerischen BauPokal 2017

Auch eine Jugendmannschaft der städtischen Konkurrenz trumpfte groß auf. Die U15-Junioren des TSV 1860 München entschieden den BauPokal 2017 des BFV für sich. Im Finale setzten sich die Junglöwen im Duell der Bayernligisten gegen den 1. FC Nürnberg mit 4:0 durch und holten den dritten BauPokal-Sieg nach 2003 und 2005. Freuen durften sich die 60er über ein Trainingslager in Südeuropa für 20 Personen, das das Bayerische Baugewerbe als Hauptgewinn zur Verfügung stellte.

Abschiedsschmerz bei Hermann Brunner

Abschied nehmen musste der BFV im Juni von einer wichtigen Personalie. Hermann Brunner, 24 Jahre lang Leiter der Sportschule Oberhaching, verabschiedete sich in den wohlverdienten Ruhestand. Gemeinsam mit den 53 Sport-Fachverbänden hatte der 71-Jährige die Sportschule des BFV und des Bayerischen Landes-Verbandes (BLSV) während seiner Amtszeit zu einer sportlich wie wirtschaftlich erfolgreichen Top-Adresse ausgebaut.

"Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut. Es beruhigt mich aber ungemein, dass ich ein wohlbestelltes Feld hinterlassen kann. Ich habe die Sportschule vom ersten Tag an mit einem sehr guten Mitarbeiterstab geführt. Und es ist uns gelungen, die Sportschule Oberhaching national wie auch international zu einer bekannten Größe werden zu lassen", sagte Brunner.

Bereits vor seinem Amtsantritt 1993 war der Sulzemooser mit dem Sport eng verbunden. Von 1974 bis 1976 war er Spielertrainer des Regionalligisten FC Pipinsried, danach beim BC Aichach. Danach ging es zur ersten Amateurmannschaft des FC Bayern München. Nach zwei Jahren holte ihn Uli Hoeneß in die Vereinsverwaltung. Dort kümmerte er sich als stellvertretender Geschäftsführer unter Walter Fembeck um die Organisation der Heimspiele im Münchner Olympiastadion und war für die Abrechnung, den Ordnungsdienst und die gesamte Mitgliederverwaltung verantwortlich. Nach 13 Jahren übernahm er dann - auf Empfehlung des damaligen BFV-Präsidenten Ernst Knoesel - die Leitung der Sportschule Oberhaching.

 

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