Header Image - 2017

Kreistag Niederbayern West 2017: Ergebnisse

Letzte Aktualisierung: 4. Dezember 2017

klicken zum Vergrößern
V.l.n.r.: BFV-Präsident Rainer Koch, Thomas Klenner, Christoph Falterer, Bernhard Kumpfmüller, Christian Eichhorn und Rudolf Hamberger.

Neue BFV-Kreis-Funktionäre sowie Ausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs. Der nach der Kreisreform neu gegründete Fußballkreis Niederbayern West hat sich beim Kreistag in Ergolding für die kommenden vier Jahre personell aufgestellt und ausgerichtet. 346 Vereinsdelegierte nutzten am Montagabend im Ergoldinger Bürgersaal die Möglichkeit, die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in der Region mitzugestalten.

Da es sich um einen neuen Fußballkreis handelt, wurde die komplette Kreis-Spitze neu gewählt - auch wenn die Bewerber für die verschiedenen Ämter mehrheitlich keine Unbekannten waren. Neuer Kreis-Vorsitzender ist Rudolf Hamberger (bisher Bezirks-Jugendleiter und Bezirks-Ehrenamtsreferent). Ihn unterstützen ab sofort Christian Eichhorn als Kreis-Spielleiter (bisher Kreis-Spielleiter Straubing), Thomas Klenner als Kreis-Jugendleiter (bisher Jugend-Spielgruppenleiter Landshut) sowie Bernhard Kumpfmüller als Kreisbeauftragter für Frauen- und Mädchenfußball (bisher Kreisbeauftragter Kreis Straubing). Bestätigt wurde auch der bereits gewählte Christoph Falterer (Obmann der Schiedsrichtergruppe Landshut) als Kreis-Schiedsrichterobmann. Anton Eigner als Kreis-Sportgerichtsvorsitzender und Erich Schneider als Kreis-Ehrenamtsbeauftragter sollen den Kreisausschuss komplettieren. Beide sollen noch vom BFV-Präsidium berufen werden.

"Nachdem ich in den vergangenen Jahren als Bezirksspielleiter und als Bezirks-Ehrenamtsreferent tätig war, freue ich mich nun auf die neuen Herausforderungen, die das Amt des Kreisvorsitzenden im Kreis Niederbayern West mit sich bringt", erklärte Hamberger.

Meinungsbilder zu drei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Kreistag waren die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften)"
2. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
3. "Erhöhung der Anzahl an Auswechslungen auf Kreisebene"

Alle Details zu den Meinungsbildern sowie aktuelle Pro- und Contra-Argumente der betroffenen Vereine: hier klicken.

Für die Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im §34 SpO sprachen sich 70,5 Prozent aus, dagegen 29,5 Prozent. Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 65,4 Prozent aus, dagegen 34,6 Prozent. Für die Erhöhung der Anzahl an möglichen Auswechslungen auf Kreisebene auf fünf Auswechslungen sprachen sich 40,3 Prozent aus, dagegen 59,7 Prozent.








Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle 22 Kreis- und sieben Bezirkstage besucht, unter anderem auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball ein. Im Fokus standen die Positionierung und die Bedeutung des herausragenden ehrenamtlichen Engagements an der Fußballbasis in Zeiten einer fortschreitenden Eventisierung der Gesellschaft und immer höheren Geldflüssen im Profi-Bereich sowie im Besonderen die nötige Digitalisierung des Amateurfußballs und die entsprechenden BFV-Angebote, die für eine breite öffentliche Wahrnehmung und die auch künftig positive Entwicklung elementar sind.

"Uns muss klar sein, dass wir die Verhältnisse und so manche Fehlentwicklung und Maßlosigkeit des europäischen Spitzenfußballs nicht beeinflussen können. Aber wir können uns selbst helfen. Dazu gehört, dass wir immer wieder deutlich machen, welche Bedeutung der Amateurfußball für den Profifußball, aber auch für die Gesellschaft hat. Und wir müssen die Stimme erheben, wenn Errungenschaften der letzten Jahrzehnte von manchem leichtfertig und ohne Not infrage gestellt werden", machte Koch deutlich. Der BFV-Präsident gratulierte allen frisch gewählten Amtsinhabern und sieht den Kreis für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt


Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatte in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein. BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher legte dem Kreistag detailliert die Ergebnisse der AG Finanzen dar. Als Mitglied der "AG Finanzen" schilderte Ignaz Hiendl vom Bayernligisten TSV Bogen zudem seine Eindrücke des transparenten Prozesses.

Delegierte lehnen Vereinsantrag ab


Der Antrag des FC Bonbruck-Bodenkirchen 07 e.V. zur Neuordnung der Alterseingruppierung der Juniorenmannschaften wurde mit Zwei-Drittel-Mehrheit abgelehnt.
 
Spitzenvereine
© 2017 BFV.de