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Bayernliga Süd 2017/18: Winterfazit

Letzte Aktualisierung: 20. Dezember 2017

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Der SV Heimstetten führt die Bayernliga Süd zur Winterpause an. Doch auch der TuS Holzkirchen ist noch gut im Rennen. Foto: Margit Kopp

Die im Sommer auf 19 Mannschaften aufgestockte Bayernliga Süd hat schon ein wahres Mammutprogramm hinter sich gebracht. Mit dem SV Pullach, der DJK Vilzing, dem TSV 1865 Dachau und dem TSV 1860 München II haben immerhin vier der 19 Teams schon 24 Partien bis zur Winterpause absolviert. An der Tabellenspitze rangiert mit erst 23 absolvierten Spielen aber ein Verein, der vor der Saison einem ganz jungen Trainer das Vertrauen ausgesprochen hatte: Der SV Heimstetten und sein 32-jähriger Coach Christoph Schmitt führen die Staffel an. Außerdem ist der ehemalige Regionalligist inzwischen seit 15 Spielen ungeschlagen.

Tabelle, Ergebnisse, Liveticker und Ansetzungen der Bayernliga Süd

Heimstetten: Mit neuer Spielidee zurück in die Regionalliga Bayern?

Unter Vereinsurgestein Schmitt, für den es die erste Trainerstation im Seniorenbereich ist, fuhr Heimstetten 14 Siege ein, spielte siebenmal unentschieden und verlor nur zwei Begegnungen. 49 Punkte hat der SVH auf dem Konto und damit einen mehr als der zweitplatzierte Titelverteidiger SV Pullach, der aber schon eine Partie mehr bestritten hat.

Vom beachtlichen Abschneiden ist auch Heimstettens Manager Michael Matejka äußerst angetan: "Ich hätte nicht gedacht, dass sich das Team so schnell findet. Aber die neue Spielidee passt zur Mannschaft." Die Erwartungshaltung in Heimstetten ist gestiegen. Eine Rückkehr in die Regionalliga Bayern scheint in dieser Saison zum Greifen nah, zumal Pullach wegen der fehlenden Infrastruktur wohl erneut auf einen Aufstieg verzichten würde und die drittplatzierte DJK Vilzing schon einen Rückstand von acht Zählern aufweist. Heimstetten will nach der Winterpause die Rolle des Aufstiegsfavoriten annehmen und im ersten Spiel des neuen Jahres Anfang März nicht nur zum 16. Mal in Folge unbesiegt bleiben. Es gibt gegen den TSV Rain/Lech noch eine offene Rechnung aus dem Hinspiel, das der SVH haushoch 1:7 verlor. "Wenn wir die Partie gegen Rain auch gewinnen sollten, dann haben wir gute Chancen auf den Aufstieg", meint Matejka.

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In Lauerstellung: Die DJK Vilzing und der TSV Rain/Lech sind im Rennen um die vordersten Plätze dabei. Foto: Simon Tschnannerl

Verfolgerfeld dicht gestaffelt

Dass Verfolger und Vorjahresmeister SV Pullach um Trainer Frank Schmöller trotz eines kleinen Umbruchs im Sommer und der fehlenden Aussicht auf einen Aufstieg auch in dieser Saison wieder eine absolute Top-Mannschaft stellt, ist wieder einmal bemerkenswert. Doch durch den Regionalliga-Verzicht des SVP dürfen einige andere Vereine davon träumen, um den möglichen Aufstieg mitzuspielen. Hinter dem SV Heimstetten und dem SV Pullach liegen auch die DJK Vilzing (41 Punkte), der TSV Rain/Lech (40), Aufsteiger TSV Schwaben Augsburg (38), der TSV 1874 Kottern (36), der TSV 1865 Dachau (35) und Neuling TuS Holzkirchen (34) noch gut im Rennen. Selbst der ASV Neumarkt (29) als Neunter und der elfplatzierte TSV Schwabmünchen (28) könnten noch zur erweiterten Spitzengruppe hinzustoßen, denn sie haben erst 21 Begegnungen und haben damit teilweise drei Partien weniger als die Konkurrenz bestritten. Gleichzeitig könnten sie aber auch noch in Abstiegsgefahr geraten, weil beim SV Kirchanschöring mit 24 Zählern die Relegationszone beginnt.

Durch die Aufstockung müssen in dieser Saison zwei Mannschaften den direkten Abstieg in die Landesliga antreten. Momentan wären es die Aufsteiger SB Chiemgau Traunstein (20) und Schlusslicht TSV Kornburg (17). Kirchanschöring, die SpVgg Hankofen-Hailing (beide 24), der TSV 1882 Landsberg (22) und der BCF Wolfratshausen (21), allesamt Teams, die in der Restsaison den Anspruch haben, den Klassenerhalt ohne den Umweg der Relegation zu schaffen, müssen in der Tabelle auch nach hinten schauen. Adrian Milano, Interimstrainer des Tabellenletzten TSV Kornburg, der in der Winterpause bei seinem Heimatverein gerne zum neuen Cheftrainer befördert werden möchte, sagt voller Hoffnung auf eine Aufholjagd: "In der Mannschaft ist der Zusammenhalt klasse. Viele denken, dass der TSV Kornburg an der Bayernliga zerbricht. Aber das wird nicht passieren."

VIDEO | Die Top-Tore der bisherigen Saison in der Bayernliga Süd




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Überwinter auf Tabellenplatz zwei: der Vorjahresmeister SV Pullach

Die Fakten der Bayernliga Süd bis zur Winterpause:

Spitzenreiter mit Top-Wert: 14 Siege aus 23 Spielen - Tabellenführer SV Heimstetten überwintert als das Maß der Dinge der Bayernliga Süd auf Platz eins. Keine andere Mannschaft gewann bislang häufiger. Der zweitplatzierte SV Pullach sicherte sich in 24 Partien 13 Dreier, die DJK Vilzing als Dritter erreichte zwölf Erfolge. Die meisten Unentschieden verbuchte die U21 des TSV 1860 München. Gleich elfmal in 24 Spielen teilten die "Junglöwen" mit ihren Gegnern die Punkte. Der SV Pullach, der 1. FC Sonthofen und der SV Kirchanschöring weisen auch schon neun Remis auf. Der Tabellenvorletzte SB Chiemgau Traunstein ging am häufigsten als Verlierer vom Platz. 15 Niederlagen aus 23 Partien sind der negative Top-Wert. Der Drittletzte BCF Wolfratshausen zog 14 Mal den Kürzeren, Schlusslicht TSV Kornburg in 22 Begegnungen 13 Mal.

Beim SVH ist kaum etwas zu holen: Spitzenreiter SV Heimstetten ist vor allem im eigenen Stadion eine Macht. Die Mannschaft von Trainer Christoph Schmitt ist als einziges Team im Süden vor heimischem Publikum noch ungeschlagen. Mit neun Dreiern und drei Unentschieden fuhr der SVH 30 seiner insgesamt 49 Zähler in Heimspielen ein. Fast genauso gut ist die Bilanz des SV Pullach, der sich mit neun Siegen, zwei Remis und einer Niederlage zuhause 29 Punkte sicherte. Hinter den beiden Top-Teams klafft eine kleine Lücke. Es folgt Aufsteiger TSV Schwaben Augsburg mit 22 Heimzählern. Für Schlusslicht TSV Kornburg sind die Partien zu Hause dagegen offenbar kein Vorteil. Der Neuling ist mit nur einem Sieg aus elf Heimspielen, sieben Niederlagen und insgesamt sechs Zählern die heimschwächste Mannschaft der Liga. Der TSV 1882 Landsberg sammelte auch erst acht Punkte vor eigenem Publikum, bestritt allerdings nur neun Heimspiele. Der SV Kirchanschöring und der TSV 1860 München II (jeweils neun Zähler) wollen ihre Bilanzen nach der Winterpause ebenfalls aufbessern.

DJK Vilzing auswärts spitze: Nicht der SV Heimstetten oder der SV Pullach sind die auswärtsstärksten Mannschaften der Liga. Das beste Team in der Fremde ist die Tabellendritte DJK Vilzing, der 23 Punkte in 13 Auswärtspartien sammelte. Dahinter folgen der TSV 1865 Dachau mit 22 Zählern sowie der TSV Rain/Lech, der TSV 1860 München II und der TuS Holzkirchen mit jeweils 20 Punkten. Den letzten Rang der Auswärtstabelle nimmt der BCF Wolfratshausen ein. Die Mannschaft von Trainer Marco Stier kassierte auf fremden Plätzen zehn Niederlagen, holte in 13 Spielen lediglich neun Zähler. Gleiches gilt für den SB Chiemgau Traunstein, der aber erst elf Auswärtspartien absolviert hat.

Tore, Tore, Tore: In der Bayernliga Süd sahen die Zuschauer bereits deutlich mehr als 700 Tore. In 216 Begegnungen fielen insgesamt 734 Treffer (im Schnitt 3,4 pro Spiel). Die Heimmannschaften hatten 377 Mal Grund zum Jubeln. Die Gastvereine kamen auf insgesamt 357 Tore.

Top-Torjäger: Die torgefährlichste Sturmreihe läuft für den SV Heimstetten auf. Gemeinsam mit Lukas Dotzler vom SV Pullach führt Sebastiano Nappo - beide trafen jeweils 18 Mal - die Torjägerliste der Süd-Staffel an. Aber auch Lukas Riglewski mit 16 Toren und der 15-fache Torschütze Orhan Akkurt, Nappos Teamkollegen beim SVH, gehören zu den erfolgreichsten Angreifern. Marian Knecht erzielte 16 von insgesamt 37 Treffern des abstiegsbedrohten BCF Wolfratshausen. Wie Akkurt markierte auch Michael Geldhauser vom TSV Schwaben Augsburg 15 Tore.

Tabellenführer eine Tormaschine: Stolze 66 Treffer erzielte der SV Heimstetten in seinen bisherigen 23 Partien. Das sind 14 mehr als der SV Pullach, der mit 52 Toren die zweiterfolgreichste Offensive der Bayernliga Süd stellt. Die DJK Vilzing und der TSV Rain/Lech trafen bislang jeweils 51 Mal. Die wenigsten Treffer weist der Vorletzte SB Chiemgau Traunstein vor: 22 Tore in 23 Begegnungen sind der negative Top-Wert. Schlusslicht TSV Kornburg kommt auf 24 Treffer. Der elfplatzierte TSV Schwabmünchen markierte 26 Tore, allerdings in nur 21 Spielen.

Defensivkünstler und Schießbuden: Die anfälligste Abwehr stellt der BCF Wolfratshausen. Der Abstiegskandidat kassierte in 23 Partien bereits 64 Gegentore. Die Defensive des Tabellenletzten TSV Kornburg wurde bislang 61 Mal bezwungen, die drittschwächste Abwehr hat der SB Chiemgau Traunstein mit 47 Gegentreffern. Besonders sattelfest war der ASV Neumarkt, der erst 25 Tore hinnehmen musste - allerdings auch nur in 21 Spielen. Der Tabellenfünfte und beste Aufsteiger TSV Schwaben Augsburg wurde 28 Mal überwunden. Jeweils 30 Gegentore kassierten der sechstplatzierte TSV 1874 Kottern und der Tabellenzehnte TSV 1860 München II.

Tage der offenen Tür: Die torreichste Begegnung war das 7:2 von Ligaprimus SV Heimstetten gegen den abstiegsbedrohten BCF Wolfratshausen am 21. Spieltag. Acht Treffer fielen am 8. Spieltag beim 7:1 des TSV Rain/Lech gegen den SV Heimstetten, am 10. Spieltag beim 6:2 für den SV Pullach gegen den TSV Kornburg sowie mit dem 5:3 am 13. Spieltag für den SV Pullach gegen den BCF Wolfratshausen und am 23. Spieltag für den SV Heimstetten auswärts gegen den TuS Holzkirchen. In sieben Partien sahen die Zuschauer sieben Tore: SV Heimstetten gegen TuS Holzkirchen (6:1, 5. Spieltag), SB Chiemgau Traunstein gegen TSV 1865 Dachau (1:6), SV Kirchanschöring gegen TSV Rain/Lech (2:5, beide 6. Spieltag), TSV 1865 Dachau gegen DJK Vilzing (2:5, 9. Spieltag), TSV Kornburg gegen TSV Rain/Lech (2:5, 17. Spieltag), BCF Wolfratshausen gegen TSV Rain/Lech (3:4, 20. Spieltag) und ASV Neumarkt gegen BCF Wolfratshausen (6:1, 24. Spieltag). Jeweils 6:0-Siege und damit die deutlichsten Ergebnisse sicherten sich der SV Heimstetten am 14. Spieltag gegen den TSV Schwaben Augsburg, die DJK Vilzing am 19. Spieltag beim SB Chiemgau Traunstein und der TSV Schwaben Augsburg beim TSV Kornburg am 24. Spieltag.




Serientäter: Der SV Heimstetten verabschiedete sich mit einer überragenden Positivserie in die Winterpause. Seit 15 Begegnungen ist der Spitzenreiter ungeschlagen. Der SV Pullach, der TSV Schwaben Augsburg und der TSV Rain/Lech blieben in dieser Saison schon für neun Partien ohne Niederlage. Der ASV Neumarkt kam auf acht Spiele mit mindestens einem Zähler. Die meisten Siege hintereinander fuhr der SV Pullach ein. Das Team von Trainer Frank Schmöller sicherte sich fünf Dreier am Stück. Vier Erfolge in Serie gelangen dem SV Heimstetten, der DJK Vilzing, dem TSV Schwaben Augsburg und dem TSV 1874 Kottern. Die längsten Niederlagenserien haben der TSV Kornburg und der SB Chiemgau Traunstein mit jeweils sechs Partien ohne Punkt hinter sich. Der FC Ismaning musste fünf Spiele in Folge auf Zählbares warten.

Trainerwechsel: Nach 13 Spielen war die Amtszeit von Stefan Tutschka beim Tabellenelften TSV Schwabmünchen beendet. Er wurde von Paolo Maiolo abgelöst. Auch nur 13 Partien stand Uwe Zenkner beim abstiegsbedrohten TSV 1882 Landsberg in der Verantwortung, sein Nachfolger heißt Guido Kandziora. Eine Begegnung mehr war Jochen Reil Trainer des SB Chiemgau Traunstein. Der Aufsteiger und Vorletzte holte für ihn Stephan Schmidhuber, mit dem die Zusammenarbeit vor der Winterpause jedoch auch beendet wurde. Bei der zehntplatzierten U 21 des TSV 1860 München saß Wolfgang Schellenberg 20 Partien auf der Trainerbank. Für die "Junglöwen" wurde dann Ex-Nationalspieler Christian Wörns verpflichtet. Am turbulentesten ging es bei Schlusslicht TSV Kornburg zu. Zunächst warf Aufstiegstrainer Herbert Heidenreich nach 16 Spielen das Handtuch und Co-Trainer Adrian Milano sprang als Interimslösung ein, ehe der TSV mit Alexander Contala einen neuen Trainer verpflichtete. Nach einem Spiel wurde die Zusammenarbeit jedoch wieder beendet und Milano übernahm den Abstiegskandidaten ein zweites Mal bis zur Winterpause. Heidenreich kehrt

Dauerbrenner: Die drei Torhüter Ladislav Caba (DJK Vilzing), Marijan Krasnic (SV Pullach) und Maximilian Mayer (TSV 1865 Dachau) standen bei allen 24 Begegnungen ihrer Vereine optimale 2.160 Minuten auf dem Platz. Tobias Heiland und Marc Penz verpassten für den TSV 1874 Kottern in 23 Partien keine Spielminute, wie auch Benedikt Zeisel vom TuS Holzkirchen, Kevin Maschke vom TSV Rain/Lech und Taijiro Mori vom 1. FC Sonthofen. Im Dauereinsatz in 22 möglichen Spielen waren Philipp Beigl vom TSV 1882 Landsberg und Daniel Rabanter von der SpVgg Hankofen-Hailing. 21 von 21 Begegnungen über die volle Distanz bestritt Sebastian Fritz vom FC Ismaning.

Rotsünder: In insgesamt 216 absolvierten Partien verwiesen die Schiedsrichter 61 Spieler des Feldes. Die Unparteiischen verteilten 28 Rote und 33 Gelb-Rote Karten. Martin Bauer vom SV Pullach ist der einzige Spieler, der gleich zweimal die Rote Karte sah. Eine Rote Karte und zwei Gelb-Rote Karte gab es für Vincenzo Potenza vom BCF Wolfratshausen. Alexander Buch vom TSV 1865 Dachau, Lukas Göttle vom TSV 1882 Landsberg und Fabio Maiolo vom TSV Schwabmünchen wurden sowohl mit einer Roten als auch einer "Ampelkarte" vom Platz gestellt. Zwei Gelb-Rote Karten sahen in dieser Saison bislang Florian Wolf und Sebastian Brey vom TSV 1865 Dachau, Wilson Onyemaeke vom BCF Wolfratshausen und Max Bauer vom SB Chiemgau Traunstein.

Nachholspiele:
vom 14. Spieltag: TSV Landsberg - ASV Neumarkt (Samstag, 24. Februar, 14 Uhr)
vom 20. Spieltag: TSV Kornburg - FC Ismaning (Samstag, 24. Februar, 13.30 Uhr)
vom 22. Spieltag: TSV Schwabmünchen - TSV Kornburg (Montag, 2. April, 14 Uhr)
vom 24. Spieltag: SpVgg Hankofen-Hailing - TSV Schwaben Augsburg (Montag, 2. April, 14 Uhr)
vom 25. Spieltag: SV Kirchanschöring - SV Heimstetten (Montag, 2. April, 14 Uhr), SB Chiemgau Traunstein - ASV Neumarkt (Montag, 2. April, 16 Uhr), TSV Rain/Lech - SpVgg Hankofen-Hailing, TuS Holzkirchen - FC Ismaning, BCF Wolfratshausen - TSV Schwabmünchen (alle Dienstag, 10. April, 18 Uhr)

mspw

 
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