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Saisonvorschau Bayernliga Süd 2017/18

Letzte Aktualisierung: 11. Juli 2017

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Nach dem erneuten Aufstiegsverzicht treffen der Meister SV Pullach und der 1. FC Sonthofen auch in der Saison 2017/18 aufeinander.

Die neue Saison 2017/18 in der Bayernliga Süd verspricht noch mehr Spannung als die letzte. Der Grund: Nicht wie bisher 18, sondern 19 Mannschaften gehören in dieser Spielzeit der Süd-Staffel an. Durch den Lizenzentzug des TSV 1860 München und dem damit verbundenen Neustart der "Löwen" in der Regionalliga Bayern musste die Zweitvertretung des TSV in die Bayernliga Süd zwangsabsteigen, so dass die Aufstockung auf 19 Vereine notwendig geworden war. Die Folge: Am Saisonende gibt es nicht nur einen, sondern zwei Direktabsteiger. Vier weitere Teams müssen - wie bisher - die Abstiegsrelegation bestreiten.

Spielplan Bayernliga Süd 2017/18

Im Eröffnungsspiel der Bayernliga Süd wird sich gleich ein Aufsteiger in der neuen Klasse vorstellen. Der von Jochen Reil trainierte SB Chiemgau Traunstein tritt am kommenden Freitag ab 18.30 Uhr beim SV Kirchanschöring an. "Kirchanschöring ist seit Jahren ein vorbildlich geführter Klub und hat sich dieses Eröffnungsspiel absolut verdient. Der Verein wird sicher auch ein ansprechendes Rahmenprogramm auf die Beine stellen. Ich hoffe, dass zum Derby gegen Traunstein vielleicht sogar 2.000 Zuschauer kommen. Das wäre Rekord für die Bayernliga Süd", sagt BFV-Spielleiter Andreas Mayländer und schaut vorfreudig auf den Saisonstart. Aber nicht nur für den Neuling SBC wird es eine spezielle Partie. Auch für Yunus Karayün wird es eine besondere Begegnung: Der 31-Jährige steht erstmals als neuer Spielertrainer des SVK auf dem Platz.

Einen Trainerwechsel nahm während der Sommerpause aber nicht nur der SV Kirchanschöring vor. Bei der SpVgg Hankofen-Hailing, die in der letzten Saison lange Zeit um den Klassenerhalt zittern musste und zuletzt von Teammanager Richard Maierhofer interimsmäßig betreut wurde, hat nun Gerald Huber (SG Post Kagers) das Sagen. Der TSV Rain/Lech wird in seiner zweiten Saison nach dem Abstieg aus der Regionalliga Bayern nicht mehr von Tobias Luderschmid, sondern jetzt vom bisherigen "Co" Karl Schreitmüller trainiert. Beim TSV 1874 Kottern folgte Frank Wiblishauser (TV Bad Grönenbach) auf Kevin Siegfanz und beim letztjährigen Aufsteiger FC Ismaning beerbte Rainer Elfinger (zuvor SV Türkgücü-Ataspor München) FCI-Vereinslegende Xhevat Muriqi. 

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Neben Titelverteidiger SV Pullach gilt der TSV Dachau als ein heißer Anwärter auf die Meisterschaft in der Bayernliga Süd.

Auf einen ganz jungen Trainer setzt der SV Heimstetten ab dieser Saison. Der 31 Jahre alte Ex-Spieler Christoph Schmitt tritt seine erste Trainerstelle im Seniorenbereich an und soll beim SVH eine Neuausrichtung vollziehen. Die Jugend aus der Region soll in Heimstetten eine Chance erhalten. "Das ist aber keine Sache, die von heute auf morgen geht. Das wird einige Zeit dauern", sagt Schmitt, dessen vier Jahre älterer Bruder Dominik als routinierter Spieler zum SVH-Kader gehört. Wie in der Vorsaison will der SV Heimstetten auch in der neuen Spielzeit wieder in der oberen Tabellenregion der Bayernliga Süd mitmischen.

Dies will jedoch sicherlich auch wieder Meister SV Pullach. Die von Ex-Profi Frank Schmöller trainierte Mannschaft, die wegen der fehlenden Infrastruktur auf den Aufstieg in die Regionalliga Bayern abermals verzichten musste, erreichte in der Vorbereitung unter anderem ein 0:0 gegen den TSV 1860 München. Schmöller erhofft sich von dem Ergebnis und dem Achtungserfolg gegen die "Löwen" Rückenwind für die Saison: "Das Spiel tat der Mannschaft sehr gut, weil sie sich ein bisschen im Umbruch befindet." Mit Umbruch meint der 50-Jährige die Abgänge wertvoller Leistungsträger. Zum Beispiel haben Ex-Bundesligatorwart Michael Hofmann (SV Türkgücü-Ataspor München) und Stürmer Tim Sulmer (Wacker Burghausen) den Verein verlassen. Für Heimstettens Abteilungsleiter Michael Matejaka bleibt der SVP aber trotzdem der Top-Kandidat für die erneute Meisterschaft: "Pullach ist immer noch sehr ordentlich besetzt. Dazu gehört für mich auch der TSV 1865 Dachau zum Kreis der Favoriten, die Mannschaft kann wie in der Vorsaison eine gute Rolle spielen. Der Rest liegt aus meiner Sicht sehr eng beieinander."

Die erste Mannschaft, die am ersten Spieltag wegen der ungeraden Zahl an Mannschaften spielfrei hat, ist der TSV 1882 Landsberg. Die zusätzliche Woche Pause hat sich die Elf von Trainer Uwe Zenkner freilich auch verdient, denn erst in der dritten und letzten Relegationsrunde hatte Landsberg vor etwas mehr als einem Monat den Klassenerhalt geschafft und die letzte Saison beendet. Die Vorbereitung war entsprechend kurz, ein bekanntes Gesicht der Landsberger wie das von Stammkraft Andreas Fülla hat sich in Richtung Regionalliga Bayern zum FC Memmingen verabschiedet. Verstärkt hat Zenkner seine Mannschaft unter anderem mit Rückkehrer Baris Ayoglu (Türkspor Landsberg), mit Dominik Schön (SV Mering), der beim FC Bayern ausgebildet wurde, und mit Mittelstürmer Mario Marjancic (DJK Ost Memmingen). Da das Transferfenster noch einige Zeit geöffnet ist, schließt der Trainer weitere Neuzugänge - bislang sind es neun - nicht aus.

Neben Zwangsabsteiger TSV 1860 München II, der in dieser Saison von Oliver Beer trainiert wird, gibt es fünf weitere Neulinge in der Süd-Staffel. Dies sind zum einen die Aufsteiger TSV Kornburg, TSV Schwaben Augsburg, TuS Holzkirchen und der SB Chiemgau Traunstein. Während sich Kornburg (Landesliga Nordost), Augsburg (Landesliga Südwest) und Holzkirchen (Landesliga Südost) als Meister in ihren Gruppen direkt für die Bayernliga Süd qualifizierten, feierte Traunstein als Tabellenzweiter in der Landesliga Südost über die Relegationsrunde den Aufstieg. Der SBC hatte dabei den SV Donaustauf und den bisherigen Bayernligisten TSV Bogen ausgeschaltet. 

Für alle vier Aufsteiger gilt es zunächst einmal darum, sich an die neue Spielklasse zu gewöhnen. Während in Holzkirchen der Klassenerhalt an erster Stelle steht, trauen sich die anderen Neulinge ganz selbstbewusst gleich mehr zu. Traunsteins Abteilungsleiter Ludwig Trifellner sagt: "Die Spieler sollen Respekt, aber keine Angst vor der Bayernliga haben. Wenn wir das spielen, was wir können, dann bin ich davon überzeugt, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden. Ich würde mir in der ersten Saison in der Bayernliga einen Platz im Mittelfeld wünschen." In Kornburg und Augsburg lautet das Saisonziel "einstelliger Tabellenplatz". "Die Bayernliga ist zwar Neuland. Aber wir haben eine gute Mannschaft, die das Ziel erreichen kann", sagt Kornburgs Abteilungsleiter Achim Kokott.

Zum anderen sind nicht nur die Aufsteiger neu in der Süd-Staffel. Auch der ASV Neumarkt gehört dazu, der noch in der letzten Saison als Aufsteiger die Bayernliga Nord aufgemischt hatte. ASV-Trainer Dominik Haußner war mit seiner Elf bis zum Endspurt im Titelrennen vertreten, beendete die Spielzeit mit 64 Punkten dann als Tabellenfünfter. Die größten Personaländerungen in Neumarkt fanden in der Sommerpause wohl nicht in der Mannschaft, sondern in der Führung statt. Thomas Schlecht, der erst vor wenigen Wochen den Posten des Sportlichen Leiters beim SC Eltersdorf übernommen hatte, wird als Geschäftsführer Sport und Marketing für die Fußballabteilung der Oberpfälzer hauptamtlich tätig sein. Georg Laube steht nach seinem vorherigen Rücktritt als Teammanager allerdings nicht mehr dem ASV zur Verfügung.

Die Vereine in der Bayernliga Süd 2017/18: 1. FC Sonthofen, ASV Neumarkt, BCF Wolfratshausen, DJK Vilzing, FC Ismaning, SB Chiemgau Traunstein (Aufsteiger), SpVgg Hankofen-Hailing, SV Heimstetten, SV Kirchanschöring, SV Pullach, TSV 1860 München II (Absteiger), TSV 1965 Dachau, TSV 1872 Kottern, TSV 1882 Landsberg, TSV Kornburg (Aufsteiger), TSV Rain/Lech, TSV Schwaben Augsburg (Aufsteiger), TSV Schwabmünchen, TuS Holzkirchen (Aufsteiger).

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