Header Image - 2018

Bayernliga Nord: Saisonvorschau 2018/19

Letzte Aktualisierung: 9. Juli 2018

klicken zum Vergrößern
18 Mannschaften gehen in der Spielzeit 2018/19 in der Bayernliga Nord an den Start.

Das Warten hat ein Ende. Nach zwei Monaten Sommerpause rollt am kommenden Wochenende in der Bayernliga Nord endlich wieder der Ball. Mit dem Eröffnungsspiel zwischen der SpVgg Bayern Hof und der DJK Gebenbach beginnt am Freitagabend um 18.30 Uhr der Kampf um Meisterschaftspunkte in der neuen Saison 2018/19. Unter den 18 Mannschaften der Nord-Staffel befinden sich ein Absteiger sowie drei Aufsteiger - und auch ein Rückkehrer ist dabei.

Großer Umbruch bei Regionalliga-Absteiger SV Seligenporten

Nach zwei Jahren in der Regionalliga Bayern ist der SV Seligenporten zurück in der Bayernliga Nord. Welche Rolle der SVS als Absteiger übernehmen wird, ist aber noch völlig offen. Der Verein muss zunächst einen Umbruch bewältigen. Dem zum Cheftrainer beförderten Hendrik Baumgart - er war zuvor Co-Trainer von Roger Prinzen, der jetzt im Nachwuchsleistungszentrum des Zweitligisten 1. FC Heidenheim arbeitet - steht ein nahezu komplett neuer Kader zur Verfügung. Zwölf Neuzugänge sollen die Abgänge von 17 Spielern kompensieren.

Ansetzungen, Ergebnisse und Liveticker der Bayernliga Nord

klicken zum Vergrößern
Der SV Seligenporten steht nach dem Regionalliga-Abstieg vor einem großen Umbruch. Foto: foto2press

Baumgart, der von 2013 bis 2016 den SC Eltersdorf trainierte und sich deshalb in der Bayernliga Nord gut auskennt, ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst. "Der Umbruch wird ein längerer Prozess. Wir müssen schauen, dass wir so gut wie möglich durch den Juli und August kommen", sagt der 41-Jährige. Den Abstieg habe der Verein in der Sommerpause jedoch abgehakt, die Stimmung sei deswegen nicht belastet. 36 Punkte in der stark besetzten Regionalliga Bayern seien einfach für den SV Seligenporten das Maximum gewesen.

TSV Aubstadt, Würzburger FV und SC Eltersdorf im Favoritenkreis

Da Seligenporten wegen der vielen personellen Wechsel nicht als erster Favorit auf den direkten Aufstieg gilt, könnten andere Mannschaften diese Rolle übernehmen. Ein Kandidat ist sicherlich der TSV Aubstadt, der in der letzten Saison erst in der Relegation zur Regionalliga Bayern gegen die SpVgg Oberfranken Bayreuth ganz knapp gescheitert war. "Oben mitspielen", lautet so auch das Motto bei der Mannschaft von Trainer Josef Francic, die in der Vorsaison hinter dem überragenden Meister Viktoria Aschaffenburg Zweiter wurde. Nach dem dritten Rang in der letzten Spielzeit ist nun auch der von Marc Reitmaier trainierte Würzburger FV kein Außenseiter mehr.

Ebenfalls mit Ambitionen startet der SC Eltersdorf in die neue Saison. Dem SCE ging zuletzt erst auf der Zielgeraden im Aufstiegsrennen die Puste aus. Der Mannschaft um Trainer Bernd Eigner wird dennoch einiges zugetraut, zumal mit Kevin Wolemann vom SV Seligenporten ein Verteidiger mit Regionalliga-Erfahrung nach Eltersdorf zurückgekehrt ist. "Wir wollen wieder vorne mitmischen", sagt der 26-Jährige. Mehr als in der Vorsaison erwartet der TSV Großbardorf von sich. Die "Grabfeld Gallier" belegten den siebten Platz, mit Trainer André Betz soll es nun zumindest unter die besten fünf Vereine gehen. Die notwendigen Tore erhofft sich der TSV dabei auch von Rückkehrer Simon Snaschel (TSV Münnerstadt) und Neuzugang Tobias Fleischer (1. FC Schweinfurt 05).

ATSV Erlangen, ASV Vach und TSV Abtswind als Neulinge

klicken zum Vergrößern
Schwitzen für die neue Saison. Aufsteiger TSV Abtswind will sich in der Bayernliga Nord etablieren. Foto: TSV Abstwind

Die Aufsteiger in der Nord-Staffel heißen ATSV Erlangen, ASV Vach und TSV Abtswind. Für Shqipran Skeraj ist es die dritte Saison als ATSV-Trainer. Nach der Meisterschaft in der Landesliga Nordost bleibt der Verein seiner Philosophie treu und setzt verstärkt auf den eigenen Nachwuchs. "Die Bayernliga ist aber noch einmal anspruchsvoller geworden. Wir werden immer alles geben müssen", sagt der Trainer, der jedoch von der Qualität seines Aufstiegskaders überzeugt ist.

Der von Norbert Hofmann trainierte ASV Vach belegte in der Vorsaison hinter dem TSV Abtswind den zweiten Platz in der Landesliga Nordwest, stieg dann über die Relegation in die Bayernliga Nord auf. Der Klassenerhalt hat in der neuen Spielzeit oberste Priorität. Hofmann schaut nach einer vierwöchigen Vorbereitung zuversichtlich dem Saisonstart entgegen: "Wir haben uns sportlich absolut verstärkt. Die Neuzugänge sind auch menschlich allesamt einwandfrei."

Landesliga-Meister TSV Abtswind verpflichtete mit dem neuen Trainer Mario Schindler einen alten Bekannten. Einst war er Spieler beim TSV, nach sechs Jahren ist er jetzt wieder zurück. Zwischenzeitlich war der 41-Jährige für die DJK Schwebenried/Schwemmelsbach verantwortlich. "Wir haben Marios Arbeit in der Landesliga gesehen und festgestellt, wie er mit Akribie junge Spieler zu einem Team geformt hat", sagt Abtswinds Manager Christoph Mix. "Das hat uns imponiert, weshalb wir überzeugt sind, dass er für uns der richtige Trainer ist." Die Bayernliga ist für Schindler Neuland, doch das unbekannte Terrain löst bei ihm keine Bedenken aus. "Das ist ein Sprung, aber ich traue ihn mir zu." Bei seiner Vorstellung kündigte der Trainer an, gemeinsam mit seiner Mannschaft Spielideen zu erarbeiten, "die zu uns passen. Wenn uns das gelingt, dann schaffen wir auf Anhieb einen einstelligen Tabellenplatz".

ASV Neumarkt mit neuem Trainer zurück im Norden

klicken zum Vergrößern
Der Würzburger FV zählt nach Platz drei im Vorjahr zu den Favoriten in der Bayernliga Nord. Foto: Würzburger FV

Zurück in der Nord-Staffel mit einem neuen Trainer ist nach einem Jahr der ASV Neumarkt. Marco Christ folgte auf Dominik Haußner, der mit dem ASV in der Vorsaison der Bayernliga Süd zugeordnet war und dort Tabellenachter wurde. Eine der Hauptaufgaben für Christ wird es sein, die Talente aus der U19, die als Vizemeister der Landesliga Süd den Aufstieg in die Bayernliga geschafft hat, an den Seniorenbereich heranzuführen. Dass der ASV wieder im Norden zu Hause ist und attraktivere Partien auf ihn warten, sorgt bei Neumarkts Geschäftsführer Sport, Thomas Schlecht, für Erleichterung: "Es ist für uns ein gefühlter Aufstieg."

Auf eine ruhigere Saison hoffen die Würzburger Kickers II, die DJK Ammerthal und die DJK Don Bosco Bamberg, die zuletzt den Gang in die Abstiegsrelegation nur knapp vermeiden konnten. Der 1. FC Sand war froh, dass er sich über die "Extraschicht" Relegation nachträglich den Klassenerhalt sichern konnte. Und Alexander Spindler, Trainer der SpVgg Bayern Hof, die in der letzten Spielzeit nach Problemen in der Hinrunde am Ende noch Platz zehn erreichte, sagt: "Wir haben einen guten Kader, ein einstelliger Tabellenplatz wäre der Wunsch. Aber die Liga ist noch einmal ein Stück stärker geworden. Mit den Aufsteigern Erlangen und Abtswind sind zwei Mannschaften dazugekommen, die Ansprüche stellen werden."

Die Mannschaften der Bayernliga Nord in der Saison 2018/19: 1. FC Sand, ASV Neumarkt, ASV Vach (Aufsteiger), ATSV Erlangen (Aufsteiger), DJK Ammerthal, DJK Don Bosco Bamberg, DJK Gebenbach, FC Würzburger Kickers II, FSV Erlangen-Bruck, SC Eltersdorf, SpVgg Ansbach, SpVgg Bayern Hof, SpVgg Jahn Forchheim, SV Seligenporten (Absteiger), TSV Abtswind (Aufsteiger), TSV Aubstadt, TSV Großbardorf, Würzburger FV.

Alle Infos zu den Bayernligen Nord und Süd

BFV/mspw

 
Spitzenvereine

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

© 2018 BFV.de