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Einlaufkinder: In Gefrees ist Weihnachten im Oktober

Letzte Aktualisierung: 12. Oktober 2018

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Treffen mit DFB-Maskottchen Paule: Die U9-Junioren des 1. FC Gefrees fiebern dem großen Auftritt entgegen.

Gänsehaut auf der Tribüne bei den mitgekommenen Mamas und Papas, Geschwistern und Großeltern, leuchtende Augen auf dem Weg zum Rasenrechteck: Die U9-Kicker des 1. FC Gefrees aus Oberfranken haben Norwegens U21-Team am Freitagabend beim EM-Qualifikationsspiel gegen die deutsche Auswahl im Ingolstädter Audi Sportpark aufs Feld geführt. Die elf Buben und Mädchen hatten ihren Einsatz als Einlaufkinder über die Facebook-Aktion des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) gewonnen.

Zwischen Waldstein und Ochsenkopf ist Weihnachten in diesem Jahr bereits Mitte Oktober - zumindest beim 1. FC Gefrees im oberfränkischen Landkreis Bayreuth. Bei den Fußball-Dreikäsehochs leuchten die Augen, als ginge gleich die Tür zum Wohnzimmer auf. Die Bescherung aber sieht anders aus, 73 Tage vor Heiligabend ist es der große Traum kleiner Kicker, der wahr wird. Das Geschenk ist eher ideeller Natur: Die U9-Fußballer aus der 4400-Einwohner-Gemeinde am Rande des Fichtelgebirges eskortieren die norwegische U21-Nationalmannschaft beim EM-Qualifikationsspiel im Ingolstädter Audi Sportpark aufs Rasenrechteck. Alle sind nervös, freuen sich, drippeln auf und ab - und das auch ganz ohne Ball. "Eine Riesensache", nennt Trainer Andreas Reich diesen Abend, "von dem seit Tagen alle bei uns im Verein sprechen". Jetzt ist ein ganzer Bus voll mit dabei. Väter, Mütter, Omas und Opas, auch für sie ist es ein Abend voller Freude, die sich deutlich sichtbar mit Stolz mischt.

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Großer Auftritt im gleisenden Flutlicht des Ingolstädter Audi Sportparks: Für die U9-Junioren des 1. FC Gefrees war jetzt schon Weihnachten.

Er selbst war es, der sich für seine Mannschaft auf der Facebook-Seite des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) beworben hat: "Ich bin dort oft unterwegs und hab' mein Glück einfach mal probiert." Reich und Co. hatten Glück, wurden ausgelost und dürfen sich jetzt ihren großen Traum erfüllen. Netter Nebeneffekt - seit bekannt ist, dass die U9-Junioren des 1. FC mit Norwegen Hand in Hand ins Stadion einlaufen dürfen, ist die Trainingsbeteiligung nahe der 100-Prozent-Marke. "Jeder wollte dabei sein, wir hatten ja schließlich nur elf Plätze", sagt Andreas Reich, der beim oberfränkischen Klub seit vier Jahren Juniorenteams trainiert. Acht Jugendteams beherbergt der 1927 gegründete FC aus Oberfranken: "Wir haben alle Altersklassen besetzt", erzählt Reich von der Amateurbasis nicht ohne Stolz: "Es passt bei uns im Verein."

Einer, der dort seine sportliche Heimat gefunden hat, ist Josch. Der Siebenjährige mit den rot-blonden Stoppeln und Sommersprossen auf der Nasenspitze ist kurz vor dem großen Einlaufen aufgeregt. Weihnachten ist schließlich jedes Jahr, Einlaufen bei einem Länderspiel wohl eine einmalige Geschichte: "Das Trikot", sagt der Stürmer und deutet auf das deutsche Leibchen mit den vier Sternen, "werde ich bestimmt bei jedem Training anziehen." Wenig später hält er die Hand von Norwegens Vebjörn Hoff und läuft aus dem Tunnel hinaus aufs Feld ins gleisende Flutlicht. Nach fünf Minuten ist alles vorbei - was bleibt, ist ein Abend voller Erinnerungen.

 
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