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Bezirkstag Niederbayern: Die Ergebnisse

Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2018

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Die frisch gewählte neue Bezirks-Spitze mit dem neuen Vorsitzenden Harald Haase (links) und BFV-Präsident Rainer Koch (rechts).

Alte und neue BFV-Bezirks-Funktionäre, Fazit der vergangenen Amtsperiode sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs: Der Bezirk Niederbayern stellte sich am Freitag, den 23. Februar im Magnobonus-Markmiller Saal in Straubing für die kommenden vier Jahre neu auf.

Neuer Bezirks-Vorsitzender ist Harald Haase (bisher Kreis-Vorsitzender im Altkreis Bayerwald), der einstimmig zum Nachfolger von Christian Engl gewählt wurde. Erneut das Vertrauen der Delegierten ausgesprochen bekamen Richard Sedlmaier als Bezirks-Spielleiter, Gisela Raml als Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchen-Ausschusses und Marina Plötz als Bezirks-U30-Beauftragte. Neuer Bezirks-Jugendleiter ist Karl Schlecht (bisher Kreis-Jugendleiter in den Altkreisen Straubing und Bayerwald), der die Nachfolge von Rudolf Hamberger als Bezirks-Jugendleiter antritt. Als Bezirks-Schiedsrichterobmann ist der bereits gewählte Robert Fischer von den Delegierten bestätigt worden.

Josef Heckner als Bezirks-Sportgerichtsvorsitzender, Klaus Bayer als Bezirks-Ehrenamtsreferent (für Rudolf Hamberger), Ernst Hemmann als neuer Bezirks-Seniorenspielleiter (für Hans Steiner), Andreas Weiherer als alter und neuer Schulfußball-Beauftragter sowie Ralf Graßl als Bezirks-Onlinebeauftragter sollen vom BFV-Präsidium berufen werden und den Bezirks-Ausschuss komplettieren.

"Die Kinder und Jugendlichen sind unsere Zukunft. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir den Fokus auf die Nachwuchsarbeit legen", erklärte Haase nach seiner Wahl zum neuen Bezirks-Vorsitzenden.

Meinungsbilder zu zwei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Bezirkstag waren die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
2. "Einführung einer Sperre von einem Meisterschaftsspiel nach einer Gelb-Roten Karte auf Bezirksebene"

Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 64,8 Prozent aus, dagegen 35,2 Prozent.

Für die Einführung einer Sperre von einem Meisterschaftsspiel nach einer Gelb-Roten Karte auf Bezirksebene sprachen sich 48,3 Prozent aus, dagegen 51,7 Prozent.

Klares Statement: Sonntagnachmittag ist tabu!

Beim Bezirkstag im niederbayerischen Straubing war die Meinung der wahlberechtigten Delegierten auch zu einem aktuellen Initiativantrag des Präsidiums des Bayerischen Fußball-Verbandes gefragt: Das Gremium hatte sich mit der Thematik der "Montagsspiele in der Bundesliga" befasst und dabei klar Position bezogen - mit Rücksicht auf die vielen Millionen Menschen, die an jedem Wochenende in Deutschland als Spieler, Trainer, Vereinsverantwortliche oder Zuschauer auf Amateurfußballplätzen anzutreffen sind, darf es zu keinen weiteren Bundesliga-Ansetzungen am Sonntagnachmittag kommen. Gleichzeitig berücksichtigt der Initiativantrag auch die sportlich berechtigten Interessen der Europa-League-Teams, die mit Spielen am Donnerstagabend nicht gleich wieder am Samstag antreten können! Deren Spiele sollen nach Auffassung des BFV-Spitzengremiums entweder am Sonntagabend oder am Montagabend, aber mit Blick auf die Millionen Amateurfußballfans nicht auch noch am Sonntagnachmittag ausgetragen werden! In geheimer Wahl sahen das auch die niederbayerischen Vereinsvertreter so - über zwei Drittel der Delegierten (67,38 Prozent) stimmten für den Initiativantrag, der auch bei den noch ausstehenden sechs Bezirkstagen zur Abstimmung steht.

Ein Antrag des TSV Waldkirchen bezüglich der Änderung der Wechselfrist für Vertragsamateure wurde von den Delegierten bei zwei Gegenstimmen angenommen. Er wird nun beim BFV-Verbandstag am 4./5. Mai 2018 in Bad Gögging behandelt. Der Antrag des Vereins sieht vor, dass die Wechselperiode I im Sommer am 30. Juni endet, bzw. sich auch ein Vertragsspieler bis zum 30. Juni abmelden muss, um im Sommer wechseln zu können.

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BFV-Präsident Rainer Koch setzte in seiner Rede den Fokus auf die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für Vereine.

Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle Kreis- und Bezirkstage besucht, insbesondere auf die nötige Modernisierung und Digitalisierung des Amateurfußballs in Bayern ein. Am Beispiel des "FC Digital" zeigte er die Möglichkeiten und Potenziale der technischen Entwicklungen für die Vereine und den Verband auf.

"Es gibt nun zwar keine Bedienungsanleitung, die Ihr nur abarbeiten braucht, und am Ende wärt Ihr der Idealverein - ich nenne ihn exemplarisch den "FC Digital"; es gibt auch nicht den einen richtigen Weg, sondern es gibt ganz viele richtige Wege, die nur Ihr in Eurem Verein selbst entwickeln könnt. Denn schon jetzt ist das digitale Angebot des BFV so breit aufgestellt, dass Ihr aus dem Vollen schöpfen könnt. Nutzt unsere Services! Aber es gibt Erfolgsfaktoren, wie Ihr an Eurem Ort oder in Eurer Stadt mithilfe der Digitalisierung auch in Zukunft eine wichtige Adresse und Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche sein und bleiben werdet", erklärte Koch.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt

Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern und den Kreistagen von BFV-Präsident Rainer Koch ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein.

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Die BFV-Sozialstiftung unterstützt die "Urlberger Buam" und deren Engagement mit 2000 Euro.

Scheckübergabe BFV-Sozialstiftung

In Straubing übergab die BFV-Sozialstiftung einen Scheck in Höhe von 2000 Euro an den "Urlberger Buam e.V.". Der gemeinnützige Verein unterstützt seit seiner Gründung im Jahr 2008 Vereine und Einzelpersonen, die im Fußball aktiv und unverschuldet in Not geraten sind. Seit der Gründung wurden knapp 45.000 Euro an bedürftige Mitglieder ausgeschüttet.

Eine vom bisherigen Bezirks-Vorsitzenden, Christian Engl, geführte Talkrunde mit Franz Schedlbauer (Bezirkstags-Vizepräsident Niederbayern), Josef Laumer (Landrat des Landkreises Straubing-Bogen), Bernd Sibler (Mitglied des Landtags) und Markus Pannermayr (Oberbürgermeister der Stadt Straubing) rundete den Bezirkstag ab. 

 
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