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Markus Beyer: Das soziale Gewissen des SC Pollanten

Letzte Aktualisierung: 10. November 2018

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Markus Beyer, Vorstand des SC Pollanten (Mitte), mit Ehrengast "Didi" Hamann, Lotto-Präsidentin Friederike Sturm und BFV-Präsident Rainer Koch.

Wichtig ist nur auf dem Platz? Am Ende zählt allein das Ergebnis? Wer Markus Beyer, Vorstand des SC Pollanten, mit solchen Sprüchen kommt, erntet nur ein trauriges Kopfschütteln. Natürlich ist sportlicher Erfolg auch beim kleinen Klub aus dem Kreis Neumarkt/Jura gerne gesehen, aber nicht das entscheidende Kriterium für eine erfolgreiche Vereinsarbeit. Viel wichtiger ist dem dreifachen Familienvater, dass abteilungsübergreifend der Zusammenhalt innerhalb des Klubs stimmt und die Vereinsmitglieder das soziale und gesellschaftliche Engagement als eine ihrer elementaren Aufgaben begreifen. Einen entsprechend hohen Stellenwert genießt deshalb auch das Thema Integration: Gemeinsam mit seinen Vereinsmitgliedern, die er immer wieder dazu ermutig, nicht nur ausgetretene Pfade zu beschreiten, sondern auch den - manchmal unbequemen - Blick über den Tellerrand hinaus zu wagen, war er bei der großen Flüchtlingswelle sofort zur Stelle: Die Asylbewerber wurden in Pollanten mit offenen Armen empfangen und fanden nicht nur sportlich eine neue Heimat. Darüber organisierte Beyer Trikot- und Ballspenden für Kinder aus Ruanda und Uganda. Eine Selbstverständlichkeit war für den 50-Jährigen auch die Teilnahme am vom Bayerischen Fußball-Verband gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege initiierten Organspende-Wochenendes 2017. Der SC Pollanten war einer der 568 Klubs, die dazu beitrugen, dass insgesamt über 100.000 Organspende-Ausweise an die Zuschauer verteilt werden konnten. Tradition hat mittlerweile auch das 2016 gemeinsam mit den JURA-Werkstätten ins Leben gerufene Inklusionsturnier.

Weil seiner Meinung nach nicht nur die Mannschaft auf dem Platz ohne talentierten Nachwuchs auf Dauer keinen Erfolg haben kann, sondern auch in der Führungsriege eines Klubs immer wieder neue Impulse notwendig sind - beispielsweise bei Themen wie Digitalisierung oder Datenschutz -, hat Beyer vor einigen Jahren eine Verjüngung im Ehrenamt eingeleitet und wichtige Posten ganz gezielt mit talentierten Nachwuchskräften besetzt. Neun von 35 Funktionärsposten werden heute von Jugendlichen bekleidet. Die beste Kombination ist die Erfahrung der Alten im Doppelpass mit den Impulsen der Jungen - das weiß er aus eigener Erfahrung: Schließlich übernahm er selbst bereits früh Verantwortung für seinen Klub: Noch während er in den 1990er Jahren für die erste Mannschaft auf dem Platz stand, übernahm er das Amt des Schriftführers, das er erst 24 Jahre später aufgab, um als Vorstand noch mehr Verantwortung zu übernehmen.

 

 
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