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"Fair ist mehr"-Landessieger Thomas Schmidhuber bei Verleihung der Fair Play-Medaillen des DFB geehrt

Letzte Aktualisierung: 9. September 2018

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Thomas Schmidhuber (2. v. l.) gemeinsam mit Reinhard Grindel, Jürgen Pfau, Ronny Zimmermann und Prof. Dr. Gunter A. Pilz (v. l.). Foto: Getty

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Sonntag in Heidelberg die Fair Play-Medaillen verliehen. Einer von 150 geladenen Gästen: Thomas Schmidhuber von der (SG) TSV Lonnerstadt aus Mittelfranken im Fußball-Kreis Erlangen/Pegnitzgrund, der als bayerischer "Fair ist mehr"-Landessieger von DFB-Präsident Reinhard Grindel für eine ganz besondere Fair Play-Geste geehrt wurde: Im Vorfeld des U13-Spiels zwischen dem ASV Niederndorf und der (SG) TSV Lonnerstadt in der vergangenen Spielzeit bekamen die Gäste mit, dass ein junger ASV-Kicker an Leukämie erkrankt war. Thomas Schmidhuber sammelte daraufhin Spenden und stockte den Betrag aus der Mannschaftskasse auf. So konnten die Lonnerstädter vor Anpfiff der Partie insgesamt 570 Euro an den ASV Niederndorf überreichen.

"Thomas Schmidhuber hat sich mit seiner immensen Eigeninitiative als echtes Vorbild erwiesen. Als er gehört hat, dass ein Kind der gegnerischen Mannschaft schwer erkrankt war, hat er sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt. Thomas Schmidhuber ist ein Paradebeispiel für die bayerische Fußballfamilie, die bei aller sportlicher Rivalität in schweren Situationen eng zusammensteht. Er hat den bayerischen Amateurfußball in Heidelberg würdig vertreten", betont BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau, der bei der Verleihung ebenfalls vor Ort war.

Die bundesweite Auszeichnung für den fairsten Amateurspieler ging an John Hohmann von der SG Kali Werra Tiefenort aus Thüringen. Er war in der Kreisklasse, der drittniedrigsten Liga in Thüringen, beim Spiel gegen den FSV Diedorf im Strafraum zu Fall gekommen. Der 22 Jahre alte Industriekaufmann korrigierte den Schiedsrichter, der auf Strafstoß entschieden hatte. "Der Torwart hatte einfach klar nur den Ball gespielt, das war absolut kein Elfmeter", sagt Hohmann. "Nach dem Spiel kam Diedorfs Trainer zu mir und sagte, so etwas habe er in 50 Jahren Amateurfußball nicht erlebt."

Jahn-Kapitän Grüttner fairster Profifußballer

Marco Grüttner vom SSV Jahn Regensburg ist der fairste Profifußballer der Saison 2017/2018. "Das kam fast instinktiv aus mir heraus", erklärte der 32 Jahre alte Kapitän, der in Regensburgs Aufstiegssaison beim Heimspiel gegen den VfL Bochum in der 90. Minute bei 0:1-Rückstand auf einen bereits zugesprochenen Eckball verzichtete. Grüttner war noch am Ball gewesen. "Wir sind alle keine Heiligen. Auch ich werde jetzt nicht bei jeder Kleinigkeit alles revidieren. Schließlich steht der Schiedsrichter auf dem Platz und muss die Entscheidungen fällen. Aber ich meine schon, dass es in manchen Situationen einfach wichtig ist, die Wahrheit zu sagen."

Die Jury, der unter anderem Horst Hrubesch und Bibiana Steinhaus angehören, verlieh in diesem Jahr auch einen Sonderpreis. Lukas Bohnert aus dem Südbadischen Fußballverband erhielt die Fair Play-Medaille für seine Zivilcourage, weil er einem Schiedsrichter, der nach Abpfiff bedrängt wurde, zur Seite stand.

Aus dem Profibereich waren in den vergangenen Jahren etwa Miroslav Klose (2012), Jupp Heynckes (2013) und Niko Kovac (2016) mit der Fair Play-Medaille des Deutschen Fußball-Bundes ausgezeichnet worden. Die diesjährige Verleihung fand wenige Stunden vor dem Länderspiel gegen Peru im Heidelberger Güterbahnhof vor 150 geladenen Gästen statt. Bereits seit 1997 verleiht der Deutsche Fußball-Bund jährlich die Fair Play-Medaillen. Bis heute gingen knapp 9000 Meldungen aus den Amateurklassen ein - alleine dieses Jahr 700 Meldungen.

DFB/BFV

 
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