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Kreistag Amberg/Weiden: Weichenstellung und Neuausrichtung

Letzte Aktualisierung: 29. Januar 2018

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Die neue Führungsmannschaft im Kreis Amberg/Weiden mit Thomas Graml (Bezirksvorsitzender, links) und BFV-Präsident Rainer Koch (rechts).
Wahl der BFV-Kreis-Funktionäre, Fazit der vergangenen Amtsperiode sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs. Der Fußballkreis Amberg/Weiden hat sich beim Kreistag in Amberg für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt und neu ausgerichtet. 238 Vereinsdelegierte nutzten im Congress-Centrum die Möglichkeit, die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in der Region mitzugestalten.

Im Amt bestätigt wurden Albert Kellner als Kreis-Vorsitzender und Kreis-Spielleiter (einstimmig) sowie Georg Müllner als Kreisbeauftragter für Frauen- und Mädchenfußball (einstimmig). Klaus Meier (bisher Jugendgruppenspielleiter Amberg/Weiden) beerbt Wolfgang Schötz als Kreis-Jugendleiter (einstimmig). Bestätigt wurde der bereits gewählte Thomas Gebele als Kreis-Schiedsrichterobmann. Lorenz Gebert als Kreis-Sportgerichtsvorsitzender und Christoph Kellner, der als Kreis-Ehrenamtsbeauftragter auf Karl Bauer folgen will, sollen den Kreisausschuss komplettieren. Sie sollen vom BFV-Präsidium berufen werden.

"Ich denke Vereine und Kreis sind miteinander auf einem guten Weg, um die Herausforderungen der kommenden Jahre zusammen anzugehen. Wir vom Kreisausschuss sagen Danke für vier schöne und ereignisreiche Jahre und freuen uns auf weiterhin gute Zusammenarbeit", sagte Albert Kellner.

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BFV-Präsident Rainer Koch setzte in seiner Rede wichtige Impulse für die Arbeit an der Fußballbasis.

Meinungsbilder zu drei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Kreistag waren die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften)"
2. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
3. "Erhöhung der Anzahl an Auswechslungen auf Kreisebene"

Alle Details zu den Meinungsbildern sowie aktuelle Pro- und Contra-Argumente der betroffenen Vereine: hier klicken.

Für die Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im §34 SpO sprachen sich 37,0 Prozent aus, dagegen 63,0 Prozent.

Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 75,3 Prozent aus, dagegen 24,7 Prozent.

Für die Erhöhung der Anzahl an möglichen Auswechslungen auf Kreisebene auf fünf Auswechslungen sprachen sich 47,5 Prozent aus, dagegen 52,5 Prozent.

Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle 22 Kreis- und sieben Bezirkstage besucht, unter anderem auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball ein. Im Fokus standen die Positionierung und die Bedeutung des herausragenden ehrenamtlichen Engagements an der Fußballbasis in Zeiten einer fortschreitenden Eventisierung der Gesellschaft und immer höheren Geldflüssen im Profi-Bereich sowie im Besonderen die nötige Digitalisierung des Amateurfußballs und die entsprechenden BFV-Angebote, die für eine breite öffentliche Wahrnehmung und die auch künftig positive Entwicklung elementar sind.

"Es muss dringend ein Umdenken einsetzen, denn Fußball ohne Schiedsrichter - das kann nicht funktionieren! Wir dürfen deshalb nichts unversucht lassen, die Attraktivität des Schiedsrichterwesens wieder zu steigern. Da gehören Initiativen wie das Patensystem und der Tandem-Schiri dazu. Natürlich müssen wir auch optimal aus- und weiterbilden. Und vielleicht müssen wir auch unseren Schiedsrichtern erlauben, unsportliche Kritik und Reklamieren noch strenger zu ahnden, wie das in anderen Sportarten wie z.B. Handball, Basketball, Eishockey und Volleyball schon heute selbstverständlich ist", erklärte Koch.

VIDEO | Kreistag Amberg/Weiden: Ergebnisse




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Im Rahmen des Kreistags übergab die BFV-Sozialstiftung einen Scheck in Höhe von 2000 Euro an den 1. FC Schlicht.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt

Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein. BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher legte dem Kreistag detailliert die Ergebnisse der AG Finanzen dar.

Scheckübergabe der BFV-Sozialstiftung

Im Rahmen des Kreistags übergab die BFV-Sozialstiftung einen Scheck in Höhe von 2000 Euro an den 1. FC Schlicht. Mit dem Geld unterstützt die Sozialstiftung die Wiederherstellung des Vereinsheims und des dazugehörigen Zeltanbaus. Ein Sturm hatte große Teile des Vereinsgeländes zerstört. Die Übernahme der Wiederherstellungskosten hatte die Versicherung abgelehnt.

Eine Talkrunde mit MdL Dr. Harald Schwartz, Brigitte Bachmann (Stellvertretende Landrätin Kreis Amberg-Sulzbach) und Thomas Gebele (BLSV-Vorsitzender Amberg-Sulzbach) rundete das Programm ab.

 
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