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Kreistag Aschaffenburg: Adolf Weis als Kreis-Vorsitzender bestätigt

Letzte Aktualisierung: 9. Januar 2018

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Die alte und neue Kreis-Spitze zusammen mit dem Bezirks-Vorsitzenden Jürgen Pfau (l.) und BFV-Präsident Rainer Koch (M.).

Wahl der BFV-Kreis-Funktionäre, Fazit der vergangenen Amtsperiode sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs. Der Fußballkreis Aschaffenburg hat sich beim Kreistag in Niedernberg für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt und ausgerichtet. 242 Vereinsdelegierte nutzten in der Niedernberger Hans-Herrmann-Halle die Möglichkeit, die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in der Region mitzugestalten.

Die komplette Kreis-Spitze stellte sich zur Wiederwahl. Im Amt bestätigt wurden (jeweils ohne Gegenstimme) Adolf Weis als Kreis-Vorsitzender, Philipp Gottschalk als Kreis-Spielleiter, Xaver Rodenhausen als Kreis-Jugendleiter sowie Yvonne Söser als Kreisbeauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball. Bestätigt wurde auch der bereits gewählte Reinhold Greubel als Kreis-Schiedsrichterobmann. Reinhard Staab als Kreis-Sportgerichtsvorsitzender und Burkhard Ries als Kreis-Ehrenamtsbeauftragter sollen den Kreisausschuss komplettieren. Beide sollen vom BFV-Präsidium berufen werden.

"Mit den Vereinen haben wir in den vergangenen vier Jahren ein vertrauensvolles, von gegenseitigem Respekt geprägtes Verhältnis gepflegt, wofür ich sehr dankbar bin. Ich hoffe, dass wir diese gute Zusammenarbeit auch in der nächsten Periode fortsetzen werden", erklärte Weis.

Alle Termine und aktuelles bayernweites Ergebnis der Meinungsbilder

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Gute Stimmung bei den Delegierten: 242 Vereinsvertreter nutzten die Möglichkeit, die Verbandsarbeit im Kreis Aschaffenburg mitzubestimmen.

Meinungsbilder zu drei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Kreistag waren die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften)"
2. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
3. "Erhöhung der Anzahl an Auswechslungen auf Kreisebene"

Alle Details zu den Meinungsbildern sowie aktuelle Pro- und Contra-Argumente der betroffenen Vereine: hier klicken.

Für die Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im §34 SpO sprachen sich 36,9 Prozent aus, dagegen 63,1 Prozent.

Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 69,5 Prozent aus, dagegen 30,5 Prozent.

Für die Erhöhung der Anzahl an möglichen Auswechslungen auf Kreisebene auf fünf Auswechslungen sprachen sich 51,7 Prozent aus, dagegen 48,3 Prozent.

VIDEO | Kreistag Aschaffenburg - Ergebnisse




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In seiner Rede ging BFV-Präsident Rainer Koch auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball ein.

Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle 22 Kreis- und sieben Bezirkstage besucht, unter anderem auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball eingehen. Im Fokus standen die Positionierung und die Bedeutung des herausragenden ehrenamtlichen Engagements an der Fußballbasis in Zeiten einer fortschreitenden Eventisierung der Gesellschaft und immer höheren Geldflüssen im Profi-Bereich sowie im Besonderen die nötige Digitalisierung des Amateurfußballs und die entsprechenden BFV-Angebote, die für eine breite öffentliche Wahrnehmung und die auch künftig positive Entwicklung elementar sind.
"Sind wir wirklich ewig Gestrige, weil wir uns einsetzen für den Amateurfußball? Weil wir uns dafür einsetzen, dass wir alle, vor allem aber unsere Jugend Freude hat an diesem unheimlich schönen Spiel? Nein, wir sind nicht ewig Gestrige!", erklärte Koch.

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BFV-Präsident Rainer Koch (r.) gratuliert dem alten und neuen Kreis-Vorsitzenden Adolf Weis zur Wiederwahl.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt

Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein. BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher legte dem Kreistag detailliert die Ergebnisse der AG Finanzen dar.

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Spannende Talkrunde: Der Bayerische Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback (r.) und Jochen Seitz (l.), Trainer des Bayernligisten SV Viktoria Aschaffenburg, stellten sich den Fragen von Main-Echo-Redakteur Jörg Albert.

Delegierte lehnen Vereinsantrag ab

Zudem hatte der SV Stockstadt vier Anträge auf Änderung der Absätze 2.1 und 2.2 in Paragraf 34 der Spielordnung (Einsatz in verschiedenen Mannschaften) gestellt. Die Anträge 1, 2 und 4 wurden mehrheitlich abgelehnt. Der Antrag 3 wurde mehrheitlich angenommen und wird beim Bezirkstag Unterfranken (9. März 2018) erneut behandelt.

Antrag 3: In den letzten vier Meisterschaftsspielen dürfen unter Einhaltung von § 34 / 2.1 nur Spieler in der 2. Mannschaft des höherklassig spielenden Vereins eingesetzt werden, die in der Rückrunde maximal bei vier Einsätzen in der 1. Mannschaft mitgewirkt haben.

Eine von Main-Echo-Redakteur Jörg Albert geführte Talkrunde mit Prof. Dr. Winfried Bausback (Bayerischer Justizminister) und Jochen Seitz (Trainer des SV Viktoria Aschaffenburg) rundete das Programm ab.

 
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