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Kreistag Cham/Schwandorf: Die Ergebnisse

Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2018

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Die neue Führung im Kreis Cham/Schwandorf gemeinsam mit BFV-Präsident Rainer Koch (l.) und dem Bezirksvorsitzenden Thomas Graml (r.).

Wahl der BFV-Kreis-Funktionäre, Fazit der vergangenen Amtsperiode sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs. Der Fußballkreis Cham/Schwandorf hat sich beim Kreistag in Neunburg vorm Wald für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt und neu ausgerichtet. 261 Vereinsdelegierte nutzten in der Schwarzachtalhalle die Möglichkeit, die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in der Region mitzugestalten.

Einstimmig neu ins Amt gewählt wurden Karl-Heinz Sölch als Kreis-Vorsitzender und Ludwig Held als Kreis-Spielleiter, die Josef Wocheslander beerben. Im Amt bestätigt wurden Karl Helmberger als Kreis-Jugendleiter und Kerstin Ernst als Kreisbeauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball. Bestätigt wurde auch der bereits gewählte Karl Heinz Späth als neuer Kreis-Schiedsrichterobmann. Hermann Lankes als Kreis-Sportgerichtsvorsitzender und Georg Höcherl als Kreis-Ehrenamtsbeauftragter sollen den Kreisausschuss komplettieren. Sie sollen vom BFV-Präsidium berufen werden.

"Ein Wechsel ist für beide Seiten richtig. Ich bin der festen Meinung, dass ich einen gut geführten und funktionierenden Kreis - sowohl im Kreisausschuss als auch auf Seiten der Vereine - meinem Nachfolger übergeben kann. Mein besonderer Dank gilt den vielen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit. Vergelt's Gott auch allen Mitstreitern im Verband und den Vereinen im Kreis", verabschiedete sich der scheidende Kreisvorsitzende Josef Wocheslander, der zum Ehren-Kreisvorsitzenden ernannt wurde. Sein Nachfolger Karl-Heinz Sölch sagte: "Ich bedanke mich bei Josef Wocheslander, der mir einen hervorragend geführten Kreis übergeben hat, und freue mich auf die neue Aufgabe. Uns steht in den kommenden vier Jahren einiges an Arbeit bevor, aber ich bin mir sicher, dass der neu gewählte Kreisausschuss diese Aufgabe sehr gut meistern wird", so der neu gewählte Kreisvorsitzende.

Meinungsbilder zu drei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Kreistag waren die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften)"
2. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
3. "Erhöhung der Anzahl an Auswechslungen auf Kreisebene"

Alle Details zu den Meinungsbildern sowie aktuelle Pro- und Contra-Argumente der betroffenen Vereine: hier klicken.

Für die Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im §34 SpO sprachen sich 29 Prozent aus, dagegen 71 Prozent.

Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 79 Prozent aus, dagegen 21 Prozent.

Für die Erhöhung der Anzahl an möglichen Auswechslungen auf Kreisebene auf fünf Auswechslungen sprachen sich 49 Prozent aus, dagegen 51 Prozent.

VIDEO | Kreistag Cham/Schwandorf: Ergebnisse




Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle 22 Kreis- und sieben Bezirkstage besucht, unter anderem auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball ein. Im Fokus standen die Positionierung und die Bedeutung des herausragenden ehrenamtlichen Engagements an der Fußballbasis in Zeiten einer fortschreitenden Eventisierung der Gesellschaft und immer höheren Geldflüssen im Profi-Bereich sowie im Besonderen die nötige Digitalisierung des Amateurfußballs und die entsprechenden BFV-Angebote, die für eine breite öffentliche Wahrnehmung und die auch künftig positive Entwicklung elementar sind.

"Der Amateurfußball kann nur dann weiterhin bestehen, wenn er seine eigene Stärke betont und wir alle - Verband und Vereine im Team - zusammenhalten", erklärte Koch.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt

Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein. BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher legte dem Kreistag detailliert die Ergebnisse der AG Finanzen dar.

Scheckübergaben der BFV-Sozialstiftung

Im Rahmen des Kreistags übergab die BFV-Sozialstiftung einen Scheck in Höhe von 500 Euro an Florian Greß von der SG Schönthal-Premeischl. Greß, der bei seinem Heimatverein als Trainer engagiert ist und sich auch um die Vereinshomepage kümmert, sitzt im Rollstuhl. Mit dem Geld wird seine Trainerausbildung (C-Lizenz) unterstützt.

Eine Talkrunde mit Martin Birner (1. Bürgermeister der Stadt Neunburg vorm Wald), Thomas Ebeling (Landrat des Landkreises Schwandorf) sowie Roger Anders (BLSV-Kreisvorsitzender) rundete das Programm ab.


 
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