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Kreistag München: Die Ergebnisse

Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2018

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Die neue Führung im Kreis München.

Wahl der BFV-Kreis-Funktionäre, Fazit der vergangenen Amtsperiode sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs. Der Fußballkreis München hat sich beim Kreistag in Grasbrunn für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt und neu ausgerichtet. 262 Vereinsdelegierte nutzten im Bürgerhaus die Möglichkeit, die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in der Region mitzugestalten.

Im Amt bestätigt wurden Bernhard Slawinski als Kreis-Vorsitzender (einstimmig), Florian Weißmann als Kreis-Jugendleiter (12 Gegenstimmen, 3 Enthaltungen) und Karin Mayr als Kreisbeauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball (3 Gegenstimmen, 2 Enthaltungen). Als Kreis-Spielleiter wurde Michael Baumann (bisher Gruppenspielleiter München) als Nachfolger von Christian Wagner neu gewählt. Bestätigt wurde der bereits gewählte Walther Michl als Kreis-Schiedsrichterobmann (1 Gegenstimme, 1 Enthaltung). Ulrich Goldmann, Johannes Böhm sowie Gerhard Jula als Kreis-Sportgerichtsvorsitzende und Helmut Grohmann als Kreis-Ehrenamtsbeauftragter sollen den Kreisausschuss komplettieren. Alle vier sollen vom BFV-Präsidium berufen werden.

"In den vergangenen vier Jahren haben wir im Kreis München viel Positives auf den Weg bringen können. Ich freue mich, auch in den kommenden vier Jahren Gas zu geben. Die Vereine sind es wert", erklärte Slawinski.

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Die BFV-Sozialstiftung übergab in Grasbrunn drei Schecks an Mitglieder der bayerischen Fußballfamilie.

Meinungsbilder zu drei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Kreistag waren die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften)"
2. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
3. "Erhöhung der Anzahl an Auswechslungen auf Kreisebene"

Alle Details zu den Meinungsbildern sowie aktuelle Pro- und Contra-Argumente der betroffenen Vereine: hier klicken.

Für die Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im §34 SpO sprachen sich 46,9 Prozent aus, dagegen 53,1 Prozent.

Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 69,3 Prozent aus, dagegen 30,7 Prozent.

Für die Erhöhung der Anzahl an möglichen Auswechslungen auf Kreisebene auf fünf Auswechslungen sprachen sich 45,6 Prozent aus, dagegen 54,4 Prozent.

VIDEO | Kreistag München - Ergebnisse




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Bestens gelaunt: BFV-Präsident Rainer Koch auf dem Kreistag München in Grasbrunn.

Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle 22 Kreis- und sieben Bezirkstage besucht, unter anderem auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball ein. Im Fokus standen die Positionierung und die Bedeutung des herausragenden ehrenamtlichen Engagements an der Fußballbasis in Zeiten einer fortschreitenden Eventisierung der Gesellschaft und immer höheren Geldflüssen im Profi-Bereich sowie im Besonderen die nötige Digitalisierung des Amateurfußballs und die entsprechenden BFV-Angebote, die für eine breite öffentliche Wahrnehmung und die auch künftig positive Entwicklung elementar sind.

"Ohne Amateurfußball kein Spitzenfußball, keine Talente, keine Bundesliga, keine Nationalmannschaft, keine Begeisterung für den Fußball und keine vollen Stadien. Umgekehrt brauchen aber auch wir Amateure unbedingt den professionellen Fußball als Zugpferd und wirtschaftlichen Förderer. Erfolge der Spitzenklubs, der Nationalmannschaften und die Strahlkraft der Fußballstars wirken sich immer auch positiv auf die Fußballbegeisterung und die Mitgliederzahlen der Vereine aus. Ein fünfter Stern in Russland dieses Jahr - und wir werden wieder einen neuen Fußball-Boom erleben", erklärte Koch.

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Eine Talkrunde mit Manfred Schwabl (Präsident SpVgg Unterhaching), Beatrix Zurek (Leiterin Referat für Bildung und Sport der Stadt München) und BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher rundete das Programm ab.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt

Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein. BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher legte dem Kreistag detailliert die Ergebnisse der AG Finanzen dar.

Scheckübergaben der BFV-Sozialstiftung

Jürgen Faltenbacher (Mitglied im Stiftungsvorstand) übergab auf dem Kreistag drei Schecks der BFV-Sozialstiftung. 1000 Euro erhielt der TSV Indersdorf, der eine große Typisierungsaktion für die Frau eines Vorstandsmitgliedes, die an Leukämie erkrankt ist, organisiert und finanziert hatte. Das Schöne an der Geschichte: Für die Frau konnte mittlerweile ein Stammzellenspender gefunden werden. 3000 Euro erhielt die Familie Falcan/Hadzibabic. Während eines AH-Ligaspiels des TSV München-Solln verstarb im Mai 2017 der langjährige Trainer, Spieler und Spielervater Mario Falcan im Alter von 43 Jahren. Er hinterlässt neben seiner Lebensgefährtin auch zwei einjährige Zwillinge. Über 5000 Euro konnte sich Jan Lüders freuen, der an Krebs erkrankt war und nach drei Operationen und einer Strahlentherapie querschnittsgelähmt und an einen Rollstuhl angewiesen ist. Mit dem Geld unterstützt die Sozialstiftung den barrierefreien Umbau der Wohnung der Familie.

Anträge der Vereine

Zudem gab es mehrere Vereinsanträge: Der Antrag des TSV Milbertshofen, dass ein Spieler nach einer gelb-roten Karte automatisch für das nächste Spiel gesperrt ist, wurde mehrheitlich angenommen. Der Antrag des TSV Milbertshofen, dass A-Junioren-Spieler grundsätzlich am Herrenspielbetrieb teilnehmen dürfen, sobald sie als A-Junioren gelten, wurde ebenso mehrheitlich abgelehnt wie der Antrag, dass mit Beginn des Spieljahres, in dem ein Kicker A-Junioren-Spieler wird, er passrechtlich den Herren gleichzusetzen ist. Der Antrag der JFG TaF Glonntal, den Paragraf 73 der RVO dahingehend zu ergänzen, dass ein Verein nur dann für seine Anhänger und Zuschauer haftet, wenn ihn nachweislich eine Schuld - beispielsweise durch Unterlassung - trifft, wurde mehrheitlich abgelehnt. Angenommen wurde hingegen der Antrag des SV Anzing, der beantragt hatte, dass es den Vereinen freigestellt ist, ob sie den Freitag als Regelspieltag im Kreis nutzen. Der Antrag des SV Heimstetten auf ersatzlose Streichung von Paragraf 62, Nr. 4 der Spielordnung wurde angenommen. Den Antrag auf Änderung von Paragraf 41 RVO hatte Heimstetten zurückgezogen. Abgelehnt wurden die Anträge der BSG Markt Schwaben, die Einsatzbeschränkung im Paragraf 34, Nr. 2.1 sowie 3.1 zu ersatzlos zu streichen bzw. auf 15 Tage zu ändern. 

Eine Talkrunde mit Manfred Schwabl (Präsident SpVgg Unterhaching), Beatrix Zurek (Leiterin Referat für Bildung und Sport der Stadt München) und BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher rundete das Programm ab.

 
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