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Kreistag Rhön: Die Ergebnisse

Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2018

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Die neue Kreisspitze zusammen mit dem Bezirks-Vorsitzenden Jürgen Pfau (l.) und BFV-Präsident Rainer Koch (r.).

Wahl der BFV-Kreis-Funktionäre, Fazit der vergangenen Amtsperiode sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs. Der Fußballkreis Rhön hat sich beim Kreistag in Mellrichstadt für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt und neu ausgerichtet. 197 Vereinsdelegierte nutzten in der in der Oskar-Herbig-Halle die Möglichkeit, die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in der Region mitzugestalten.

Im Amt bestätigt wurden Rainer Lochmüller als Kreis-Vorsitzender, André Nagelsmann als Kreis-Spielleiter sowie Ruth Müller als Kreisbeauftragte für Frauen- und Mädchenfußball. Als Kreis-Jugendleiter wurde Markus Winterstein (bisher Jugendgruppen-Spielleiter) als Nachfolger von Rainer Lochmüller neu gewählt. Bestätigt wurde der bereits gewählte Harald Schreiber als Kreis-Schiedsrichterobmann. Rudolf Ressel als Kreis-Sportgerichtsvorsitzender und Klaus Eisenmann als Kreis-Ehrenamtsbeauftragter sollen den Kreisausschuss komplettieren. Beide sollen vom BFV-Präsidium berufen werden. 

"Ich bedanke mich für das Vertrauen. Ich sehe es als Auftrag für mich und mein Team, die dringlichen Aufgaben im Kreis gemeinsam mit den Vereinen zu lösen", erklärte Lochmüller.

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Gut besucht war der Kreistag Rhön in Mellrichstadt.

Meinungsbilder zu drei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Kreistag waren die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften)"
2. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
3. "Erhöhung der Anzahl an Auswechslungen auf Kreisebene"

Alle Details zu den Meinungsbildern sowie aktuelle Pro- und Contra-Argumente der betroffenen Vereine: hier klicken.

Für die Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im §34 SpO sprachen sich 36 Prozent aus, dagegen 64 Prozent.

Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 75 Prozent aus, dagegen 25 Prozent.

Für die Erhöhung der Anzahl an möglichen Auswechslungen auf Kreisebene auf fünf Auswechslungen sprachen sich 54 Prozent aus, dagegen 46 Prozent.

Auf Antrag des DJK-SV Eichenhausen wurde ein viertes Meinungsbild eingeholt. Für den einheitlichen Rundenbeginn für alle Herren-Spielklassen auf Kreisebene sprachen sich 75 Prozent aus, dagegen 25 Prozent.

VIDEO | Kreistag Rhön - Ergebnisse




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Ein eingespieltes Team: BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher und BFV-Präsident Rainer Koch.

Ein gemeinsamer Antrag der Vereine SpVgg Haard, Spfrd Herbstadt, SV Eintracht Morlesau, TSV Oerlenbach und TSV Wollbach, die Altersklassen im Juniorenbereich von zwei auf drei Jahre zu strecken, wurde von der Mehrheit des Kreistages befürwortet. Der Antrag wird nun an den Bezirkstag Unterfranken zur weiteren Behandlung weitergegeben. Vorgenannte Vereine beantragten außerdem die Ablösung der Herren B-Klassen ab der Saison 2018/19. Dieser Antrag wurde von der Versammlung nach intensivem Meinungsaustausch aber abgelehnt.

Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle 22 Kreis- und sieben Bezirkstage besucht, unter anderem auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball ein. Im Fokus standen die Positionierung und die Bedeutung des herausragenden ehrenamtlichen Engagements an der Fußballbasis in Zeiten einer fortschreitenden Eventisierung der Gesellschaft und immer höheren Geldflüssen im Profi-Bereich sowie im Besonderen die nötige Digitalisierung des Amateurfußballs und die entsprechenden BFV-Angebote, die für eine breite öffentliche Wahrnehmung und die auch künftig positive Entwicklung elementar sind.

"Wir sind nicht von gestern, wenn wir die Bedeutung des Ehrenamts herausstellen und stolz sind auf unser ehrenamtliches Engagement. Wenn wir uns für Trainer, Betreuer, Schiedsrichter und all die anderen Frauen und Männer stark machen, die sich Woche für Woche unentgeltlich in unseren Vereinen um unsere Buben und Mädchen sorgen und kümmern", erklärte Koch. Mit Blick auf die besondere Situation der Rhön hinsichtlich sinkender Mannschaftszahlen insbesondere im Frauen- und Mädchenfußball rief der Verbandspräsident die Vereine zu mehr Mut für Veränderungen auf. So könne zum Beispiel der in der Rhön nicht immer auf Gegenliebe stoßende Futsal ein Schlüssel für die Gewinnung von jungen Fußballerinnen und Fußballern für die Vereine sein.

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Eine vom BFV-Vizepräsidenten Jürgen Pfau moderierte Talkrunde mit Thomas Habermann (Landrat im Kreis Rhön-Grabfeld) und Emil Müller (stellvertretender Landrat im Kreis Bad Kissingen) rundete das Programm ab.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt

Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein. BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher legte dem Kreistag detailliert die Ergebnisse der AG Finanzen dar.

Eine vom BFV-Vizepräsidenten Jürgen Pfau moderierte Talkrunde mit Thomas Habermann (Landrat im Kreis Rhön-Grabfeld) und Emil Müller (stellvertretender Landrat im Kreis Bad Kissingen) rundete das Programm ab.

 

 
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