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Kreistag Würzburg: Weichenstellung und Neuausrichtung

Letzte Aktualisierung: 8. Januar 2018

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Die alte und neue Kreis-Spitze zusammen mit dem Bezirks-Vorsitzenden, Jürgen Pfau (l.), und BFV-Präsident Rainer Koch (r.).

Wahl der BFV-Kreis-Funktionäre, Fazit der vergangenen Amtsperiode sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs. Der Fußballkreis Würzburg hat sich beim Kreistag in Rimpar für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt und neu ausgerichtet. 252 Vereinsdelegierte nutzten in der Mehrzweckhalle die Möglichkeit, die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in der Region mitzugestalten.

Die komplette Kreis-Spitze stellte sich in Rimpar zur Wiederwahl. Im Amt bestätigt wurden Marco Göbet als Kreis-Vorsitzender und Kreis-Spielleiter, Claus Höpfner als Kreis-Jugendleiter sowie Angelina Schreck als Kreisbeauftragte für Frauen- und Mädchenfußball. Bestätigt wurde auch der bereits gewählte Helmut Wittiger als Kreis-Schiedsrichterobmann. Werner Pfeifer als Kreis-Sportgerichtsvorsitzender und Ludwig Bauer als Kreis-Ehrenamtsbeauftragter sollen den Kreisausschuss komplettieren. Beide sollen vom BFV-Präsidium berufen werden.

"Bleiben wir gemeinsam am Ball in den Vereinen und auch im Verband, um die Zukunft unseres Amateurfußballs weiterhin erfolgreich zu gestalten und die kommenden Herausforderungen zu meistern", erklärte der im Amt bestätigte Marco Göbet.

Meinungsbilder zu drei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Kreistag waren die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften)"
2. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
3. "Erhöhung der Anzahl an Auswechslungen auf Kreisebene"

Alle Details zu den Meinungsbildern sowie aktuelle Pro- und Contra-Argumente der betroffenen Vereine: hier klicken.

Für die Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im §34 SpO sprachen sich 26,3 Prozent aus, dagegen 73,7 Prozent.

Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 72,2 Prozent aus, dagegen 27,8 Prozent.

Für die Erhöhung der Anzahl an möglichen Auswechslungen auf Kreisebene auf fünf Auswechslungen sprachen sich 45,2 Prozent aus, dagegen 54,8 Prozent.

VIDEO | Kreistag Würzburg - Ergebnisse




Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle 22 Kreis- und sieben Bezirkstage besucht, unter anderem auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball eingehen. Im Fokus standen die Positionierung und die Bedeutung des herausragenden ehrenamtlichen Engagements an der Fußballbasis in Zeiten einer fortschreitenden Eventisierung der Gesellschaft und immer höheren Geldflüssen im Profi-Bereich sowie im Besonderen die nötige Digitalisierung des Amateurfußballs und die entsprechenden BFV-Angebote, die für eine breite öffentliche Wahrnehmung und die auch künftig positive Entwicklung elementar sind.

"Wir angeblich "ewig Gestrige des Amateurfußballs", wir sind alleine in Bayern über 1,5 Millionen Mitglieder in über 4600 Vereinen. Wir stehen inmitten unserer Gesellschaft, wir sind Fußball in Bayern! Ihr leistet in Euren Vereinen mit Eurer Arbeit einen wesentlichen Beitrag dafür, dass das Leben in unserem Land, in unseren Dörfern und Kommunen wirklich gut funktioniert", erklärte der BFV-Präsident.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt

Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein. BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher legte dem Kreistag detailliert die Ergebnisse der AG Finanzen dar.

Scheckübergabe und Talkrunde runden Kreistag ab

Der frisch im Amt bestätigte Kreis-Vorsitzende Marco Göbet und BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher überreichten einen Scheck der BFV-Sozialstiftung in Höhe von 2000 Euro an Vertreter des SV Bavaria Trennfeld zur Sanierung des Hallenbodens der Triefenstein-Halle, der durch ein Unwetter zerstört worden ist.

Eine vom BFV-Vizepräsidenten Jürgen Pfau moderierte Talkrunde mit Eberhard Nuß (Landrat des Landkreises Würzburg) und Burkhard Losert (Bürgermeister des Marktes Rimpar) rundete das Programm ab.

 

 
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