Header Image - 2018

Spitzengespräch im Landtag

Letzte Aktualisierung: 28. Mai 2018

klicken zum Vergrößern
Foto: BayernSPD-Landtagsfraktion

Spitzengespräch in München: BFV-Präsident Rainer Koch und BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher haben sich im Bayerischen Landtag mit der Landesvorsitzenden der BayernSPD, Natascha Kohnen, und Diana Stachowitz, sportpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, zum Meinungsaustausch getroffen. Schwerpunkte waren dabei unter anderem die neue Datenschutzverordnung und die zentrale Bedeutung von Sportvereinen für gesellschaftliche Aufgaben wie Integration oder Inklusion.

"Sportvereine sind mittlerweile nicht mehr nur erste Anlaufstation zur Sportausübung für Kinder und Jugendliche, sondern sehen sich auch einer Vielzahl von gesellschaftlichen Aufgaben wie zum Beispiel Integration, Inklusion oder dem Erlernen gesellschaftlicher Teilhabe konfrontiert. Sie leisten somit in den Städten und Gemeinden einen wertvollen, aber bisher noch nicht ausreichend geschätzten Beitrag zur Jugendsozialarbeit. Deshalb ist es eminent wichtig, die Leistungen der Sportvereine für die Gesellschaft nicht nur anzuerkennen und entsprechend zu würdigen, sondern vor allem auch konkret zu fördern. Dies kann mit verbesserter finanzieller Ausstattung oder personeller Unterstützung, z.B. Mitteln für Jugendsozialarbeit in den Sportvereinen ähnlich wie bei Jugendzentren und Freizeitheimen, geschehen - oder auch durch steuerliche und gemeinnützigkeitsrechtliche Erleichterungen für die Vereine", erklärte Rainer Koch.

SPD-Landesvorsitzende Natascha Kohnen regte eine Erhöhung der Zuschüsse von Fanprojekten an. "Das Geld ist gut angelegt, weil Fanprojekte dabei helfen, eine friedliche Fankultur zu stärken und sich im Kampf gegen Gewalt, Rassismus, Diskriminierung und Rechtsextremismus engagieren."

Jürgen Igelspacher ging auf die neue Datenschutzverordnung und die Auswirkungen auf die Arbeit der Sportvereine ein: "Die neue Datenschutzverordnung hat mit dem stärkeren Schutz des Individuums gegenüber Großkonzernen sicherlich die richtige Zielrichtung. Jedoch ist nicht jede Regelung, die für Wirtschaftsunternehmen möglicherweise sinnvoll und gerechtfertigt ist, auch für Sportvereine und gemeinnützige Vereine allgemein praktikabel. Man darf hier nicht die ehrenamtliche Arbeit in vielen Vereinen und Organisationen belasten oder gar verhindern."

Für Natascha Kohnen steht mit Blick auf die neue Datenschutzverordnung fest: "Wir müssen die Ehrenamtlichen vor zu großem Aufwand und drohenden Abmahnungen schützen. Das Gesetz soll Verbraucherrechte gegenüber Unternehmen sichern, Ehrenamtliche beispielsweise in Sportvereinen dürfen damit nicht überfordert werden. Deshalb sollten die Regelungen in der Anwendung mit Augenmaß berechtigte Verbraucherinteressen und Aufwand für Ehrenamtliche zum Beispiel in Sportvereinen in Balance halten."

Weiteres Thema war das Sportangebot von Vereinen in Städten mit großen Zuzugsbewegungen. "Wenn Sportvereine ein adäquates Angebot unterbreiten wollen, dann brauchen sie ausreichend Spiel- und Trainingsstätten. Hier gilt es, bestehende Anlagen sinnvoll zu ergänzen oder umzuwandeln bzw. neue Flächen zu schaffen. Insbesondere im Fußball kann aufgrund der intensiveren Nutzungsmöglichkeit die Umwandlung von einer Rasenfläche zu einem Kunstrasen-Spielfeld Sinn machen", sagte Koch.

Auch eSports als Ergänzung zu den klassischen Angeboten von Sportvereinen wurde diskutiert: "eSports ist eine Chance für den klassischen Sport. Deshalb sind für einen vorbehaltlosen Umgang mit diesem Thema. Viele Jugendliche entdecken über Sport-Simulationen auf der Konsole ihre Leidenschaft für eine Sportart und wollen diese dann auch selbst ausprobieren und aktiv im Verein betreiben", erklärte Diana Stachowitz.


 
Spitzenvereine

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

© 2018 BFV.de