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Toto-Pokal 2018/19: Achtelfinale

Letzte Aktualisierung: 12. September 2018

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Verbandsspielleiter Josef Janker (l.) und Manfred Riedl von Lotto Bayern (3. v. l.) überbrachten den siegreichen Schnüdeln den Scheck.

Das Viertelfinale im bayerischen Toto-Pokalwettbewerb ist komplett: Am Mittwochabend ist Regionalligist 1. FC Schweinfurt 05 der große Coup gelungen. Vor 5.160 Zuschauern im Willy-Sach-Stadion setzten sich die Schnüdel im unterfränkischen Vergleich mit Drittligist FC Würzburger Kickers 3:1 (2:0) durch und sicherten sich das Ticket für die Runde der letzten acht Teams. Damit ist der Titelverteidiger aus der Kugellagerstadt, der in den vergangenen beiden Spielzeiten bereits triumphierte, weiter mit von der Partie und darf vom Pokal-Hattrick träumen. Für den FWK war hingegen im Achtelfinale Endstation.

"Wir sind natürlich überglücklich. Ich bin stolz auf mein Team, das vor dieser Kulisse alles rausgehauen hat", sagte Schweinfurts Trainer Timo Wenzel: "Wenn Du am Ende gegen eine höherklassige Mannschaft mit 3:1 gewinnst, hast Du nicht viel falsch gemacht." Für FC-05-Vorsitzenden Markus Wolf war es ein Sieg, "mit dem ich gerechnet hatte. Jetzt freuen wir uns auf den nächsten attraktiven Gegner, mein Wunschlos wäre der TSV 1860 München." Freude auf der einen, Trübsal auf der anderen Seite. Kickers-Coach Michael Schiele nannte den Auftritt seiner Mannschaft am Ende "dünn. Wir sind zwar ordentlich ins Spiel gekommen, waren aber nicht zwingend genug. Dann kommt so etwas zum Vorschein".

Die Hausherren waren es, die nach einem anfänglichen Abtasten, in der die Kickers zwar mehr Ballbesitz verbucht hatten, allerdings Durchschlagskraft vermissen ließen, erstmals jubelten: Ein trockener Flachschuss von Marco Fritscher fand den Weg aus 17 Metern zur 1:0-Führung ins Tor. Und kurz vor dem Seitentausch schlug der FC 05 abermals zu. Alexander Piller tankte parallel zur Strafraumgrenze durch und jagte die Kugel schließlich aus 16 Metern perfekt ins Netz - 2:0 für den Regionalligisten.

Nach der Pause ging es dann Schlag auf Schlag: Die Würzburger kamen zum Anschlusstreffer (54.), nachdem sich Dominic Baumann an der Grundlinie behauptet hatte und Patrick Breitkreuz mustergültig bediente. Doch die Freude der Rothosen währte nicht lange: Der Ex-Würzburger Adam Jabiri stellte per Kopf den Zwei-Tore-Unterschied umgehend wieder her und sorgte für die 3:1-Führung (55.). Die Schweinfurter mussten die letzten 20 Minuten ohne Torwart Eiban auskommen, der sich nach einem Foul von Baumann verletzt hatte.

"Es war ein echter Toto-Pokal-Abend mit einer tollen Kulisse und einem höchst attraktiven Spiel, in dem Titelverteidiger Schweinfurt überzeugt hat und auch zurecht eine Runde weiter ist. Diese Partien sind es, die den Toto-Pokal-Wettbewerb so reizvoll machen", sagte Verbandsspielleiter Josef Janker: "Dass es auf beiden Seiten einige wenige Unverbesserliche gibt, die mit dem Abbrennen von Pyrotechnik solch einen Abend trüben wollen und ihren Klubs damit empfindlich schaden, ist umso bedauerlicher."

Schiedsrichter Patrick Hanslbauer hatte die Partie zunächst zweimal kurz unterbrechen müssen. Beim dritten Vorfall - im Schweinfurter Block war ein Knallkörper gezündet worden - gingen beide Mannschaften auf Geheiß des Referees entsprechend der beim Verbandstag im Mai dieses Jahres erlassenen Richtlinien in die Kabinen (81.). Während der Unterbrechung appellierten FC-05-Vorsitzender Markus Wolf und sein Sportlicher Leiter Gerd Klaus an die Vernunft direkt im Schweinfurter Block. Nach fünf Minuten hatte Hanslbauer wieder anpfeifen wollen, dann brannte es im Kickers-Block. Diesmal appellierten die FWK-Verantwortlichen an den eigenen Anhang. Wieder ging es in die Kabinen, ehe 14 Minuten später der Ball tatsächlich rollte und die Partie schließlich mit einem bitteren Beigeschmack über die Bühne ging.

Viertelfinal-Auslosung am Donnerstag (10.30 Uhr)

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) und Partner Lotto Bayern losen bereits am Donnerstag, 13. September, im BFV.TV-Studio im Münchner "Haus des Fußballs" das Viertelfinale aus. Ab 10.30 Uhr überträgt der BFV die Ziehung live auf seiner Facebook-Seite. Die Aufsicht hat Verbands-Spielleiter Josef Janker, "Losfee" ist Josef Müller, Vizepräsident von Lotto Bayern. Gelost wird aus einem Topf, Heimrecht genießt stets der unterklassige oder aber der erstgezogene Verein (bei Klassengleichheit). Neben dem Titelverteidiger aus Schweinfurt sind mit dem TSV 1860 München und der SpVgg Unterhaching auch noch zwei der drei gestarteten bayerischen Drittliga-Klubs im Wettbewerb vertreten. Das Toto-Pokal-Viertelfinale wird am 2./3. Oktober ausgetragen.

Der Toto-Pokal-Sieger 2018/2019 startet in der darauffolgenden Saison in der lukrativen 1. DFB-Pokal-Hauptrunde. Dort winken ein echter Pokalknüller gegen einen namhaften Bundesligisten und Einnahmen aus der DFB-Pokal-Vermarktung von weit über 100.000 Euro. Amtierender Toto-Pokal-Sieger ist der 1. FC Schweinfurt 05, der in Runde eins des DFB-Pokals dem FC Schalke 04 knapp mit 0:2 unterlag.

BFV-Partner Lotto Bayern gibt im Rahmen einer werblichen Sonderaktion zum 20. Geburtstag des Toto-Pokals für jedes erzielte Tor der Pokal-Saison 2018/19 zehn Euro an die BFV-Sozialstiftung. In den bisherigen beiden Runden sowie zuvor in den Finalspielen auf Kreisebene fielen zusammen 389 Tore. Damit kamen bereits 3890 Euro von Lotto Bayern für die BFV-Sozialstiftung zusammen. 2019 werden die 21 Landespokalendspiele am Tag des DFB-Pokal-Finals ausgetragen. Mehr als zehn Stunden lang wird am 25. Mai 2019 in der ARD der Ball rollen. Das Erste zeigt zunächst die Endspiele aller 21 Landespokale in einer großen Livekonferenz, verteilt auf drei verschiedene Anstoßzeiten, ehe am Abend die Übertragung des DFB-Pokal-Finales aus dem Berliner Olympiastadion folgt. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, sagt: "Die Idee des DFB-Pokals als gemeinsamer Wettbewerb des gesamten deutschen Fußballs, an dem alle Vereine von der Kreisliga bis zur Bundesliga teilnehmen können, wird mit dem Finaltag der Amateure erstmals an einem Tag zusammen mit dem DFB-Pokal-Finale von der ARD bundesweit ins Bild gesetzt - ein deutliches Zeichen pro Amateurfußball."

Die Achtelfinal-Paarungen im Überblick

FC Pipinsried (Regionalliga) - FV Illertissen (Regionalliga) - 0:1
ASV Cham (Landesliga) - ATSV Erlangen (Bayernliga) - 0:3
TSV Buchbach (Regionalliga) - SV Schalding-Heining (Regionalliga) - 4:0
SV Wacker Burghausen (Regionalliga) - SpVgg Unterhaching (3. Liga) - 6:7 (n.E.)
FC Memmingen (Regionalliga) - TSV 1860 München (3. Liga) - 0:1
SpVgg Bayern Hof (Bayernliga) - SV Viktoria Aschaffenburg (Regionalliga) - 0:3
SV Seligenporten (Bayernliga) - TSV Rain/Lech (Bayernliga) - 3:2
1. FC Schweinfurt 05 (Regionalliga) - FC Würzburger Kickers (3. Liga) - 3:1

 
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