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Siegmar Seiferlein beerbt Gerhard Pech als BSO

Letzte Aktualisierung: 6. März 2018

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Thomas Schrimpff, Ehren-BSO Gerhard Pech, Siegmar Seiferlein, Holger Hofmann u. Christiane Röhlin

Siegmar Seiferlein beerbt Gerhard Pech als BSO

Am Wochenende wurde Gerhard Pech von seinen Schiedsrichterkollegen nach langer Amtszeit als Bezirksschiedsrichterobmann (BSO) verabschiedet und mit Siegmar Seiferlein auch gleich der Nachfolger gekürt.
Bereits vor der Wahl war Siegmar Seiferlein im Prinzip schon als neuer BSO festgestanden, die anwesenden Delegierten aus den zwölf Schiedsrichtergruppen folgte dann auch dem Wahlvorschlag und stimmten einstimmig für den neuen Vorsitzenden der Schiedsrichter in Mittelfranken. Seit 1976 pfeift der Referee, der just an seinem 61-Jährigen Geburtstag in das Amt gewählt wurde, und ist seit 2009 bereits Mitglied im Bezirksschiedsrichterauschuss (BSA). Neu im BSA ist nach dem Ausscheiden Pechs der 34-jährige Landesliga-Schiedsrichter Holger Hofmann aus Langenfeld. Weitere BSA-Mitglieder sind weiterhin der 47-jährige Thomas Schrimpff aus Roth und die 34-jährige Christiane Röhlin aus Neuendettelsau als Frauenbeauftragte.
In seinem Rückblick ging Pech auf die Erfolge der mittelfränkischen Schiedsrichter ein. 2969 Schiedsrichter und 99 Schiedsrichterinnen sind im Bezirk Mittelfranken verzeichnet und haben knapp 200.000 Spiele in den vergangenen vier Jahren geleitet. Und auch national und international sind die Schiedsrichter aus dem Bezirk "Exportschlager". Mit Deniz Aytekin stellen die Mittelfranken einen FIFA-Referee, der Länderspiele und auch Champions League-Spiele leitet. Dazu gesellen sich mit Benjamin Cortus, Florian Badstübner und Steffen Brütting drei weitere Unparteiische aus Mittelfranken, die es auf die DFB-Liste geschafft. Bei den Damen ist zudem Angelika Söder Fifa-Schiedsrichterin.
Beer beim Futsal - Habermann kurzfristig verhindert

Eigentlich hätte der Bezirksvorsitzende Dieter Habermann Gerhard Pech verabschieden sollen, konnte aber aufgrund seiner schwer erkrankten Frau kurzfristig doch nicht kommen. Und Bezirksspielleiter Ludwig Beer war zeitgleich mit Türkspor Nürnberg bei der Süddeutschen Futsalmeisterschaft in Regensburg.

Seit 1976 Schiri-Funktionär

Dabei sagt Gerhard Pech im Rückblick, dass er die vielen Jahre gerne die ehrenamtliche Arbeit bei den Schiedsrichtern gemacht habe. 1973 hat er mit dem Pfeifen begonnen, weil bei seinem Heimatverein DJK Fürth, wo er viele Jahre selbst Fußball gespielt hat, dringend ein Schiri gemeldet werden sollte. "Ich hab mal die AH, mal die Jugend gepfiffen und dann hat unser Abteilungsleiter gejammert, dass der Verein doch wenigstens einen Schiri braucht. Dann hab ich mich eben gemeldet."

Aber nicht nur als aktiver Schiedsrichter bis zur Landesliga, damals immerhin die vierthöchste Spielklasse, war Pech im Einsatz. Von 1976 bis 1994 war er Lehrwart der Gruppe Fürth, dessen Obmann er später für insgesamt elf Jahre gewesen ist. Von 1990 bis 2006 war der später für Tuspo Fürth und nach Verschmelzung bei der SpVgg Greuther Fürth tätige Referee Mitglied im Verbands-Lehrstab des BFV und zudem 13 Jahre lang Beisitzer im Kreisschiedsrichterausschuss.

Pionierarbeit in der EDV-Einführung

Insbesondere konnte der beruflich in der IT-Branche für die Quelle tätige Pech sein Know-how für den Verband in die EDV-Einführung für die Einteilung der Schiedsrichter einbringen. "Tag und Nacht" habe er an den Grundlagen für eine automatische Einteilung gearbeitet, noch ehe das Internetzeitalter begonnen hatte. Bitter klingt es, wenn Pech heute erzählt, dass von der Pionierarbeit, die er in diesem Feld - in mehreren Landesverbänden - vor gut rund 30 Jahren geleistet hatte, "viel abgekupfert" wurde, "ohne selbst ein Dankeschön" dafür erhalten zu haben.

 

Von Sebastian Baumann

 
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