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Augsburgs Cheftrainer Nachwuchs Alexander Frankenberger im Interview

Letzte Aktualisierung: 27. März 2019


Alexander Frankenberger, Cheftrainer Nachwuchs beim FC Augsburg, weiß um die Bedeutung des Verbleibs der U 23 in der Regionalliga Bayern. Quelle: FC Augsburg

Vier Spiele, vier Niederlagen: Schlechter hätte der Start des abstiegsgefährdeten FC Augsburg II mit dem neuen Trainer Josef Steinberger in die Restrunde der Regionalliga Bayern nicht verlaufen können. Im BFV.de-Interview spricht Augsburgs Nachwuchs-Cheftrainer Alexander Frankenberger über den Abstiegskampf und das zweite Duell mit Spitzenreiter Bayern München II innerhalb von rund drei Wochen.

Mit Ihnen als Interimstrainer hatte das Team das Kalenderjahr 2018 mit drei Siegen beendet. Unter der Regie des neuen Trainers Josef Steinberger gab es bisher vier Niederlagen. Wie bewerten Sie die ersten Wochen unter seiner Regie, Herr Frankenberger?

Alexander Frankenberger: Blenden wir die Ergebnisse aus, ist die Art und Weise, wie wir auftreten, positiv. Allerdings befinden wir uns nicht mehr im Nachwuchs-, sondern im Herrenbereich - und dort wird der Erfolg nun einmal an Resultaten gemessen. Wir sind akut abstiegsgefährdet und müssen nun wieder damit anfangen, zu punkten.

Wie hätte der Restrundenstart verlaufen müssen, damit Sie zufrieden gewesen wären?

Frankenberger: Erst einmal sollten wir festhalten, dass das Auftaktprogramm alles andere als einfach war. Wir haben mit Spitzenreiter Bayern II, dem VfB Eichstätt und dem 1. FC Schweinfurt bereits gegen die besten drei Mannschaften der Liga gespielt. Und in jeder dieser Partien waren wir nah dran an einem Punktgewinn. Auch beim 0:3 gegen Bayern II hätten wir durchaus ein Remis verdient gehabt. Zuletzt beim 2:3 gegen Eichstätt haben wir sogar eine Führung aus der Hand gegeben. Ich hätte mir gewünscht, dass wir uns zumindest einmal nicht um den verdienten Lohn gebracht hätten.

Wie haben Sie das jüngste Spiel gegen den zweitplatzierten VfB Eichstätt gesehen?

Frankenberger: Die Begegnung hat gezeigt, dass unser Team funktioniert und mit allen Gegnern aus dieser Liga mithalten kann. Man hat aber ebenfalls gesehen, dass uns noch die nötige Cleverness und Erfahrung fehlt, um ein solches Spiel dann auch mindestens mit einem Unentschieden zu beenden.

Durch die N iederlagenserie rutschte der FCA auf Relegationsplatz 15 ab, der Rückstand auf die Nichtabstiegsränge beträgt aber bloß einen Zähler. Wie bewerten Sie die Tabellensituation?

Frankenberger: Sie ist gefährlich, aber auch interessant. Wir haben es noch in der eigenen Hand, den direkten Nichtabstieg zu schaffen. Gleichzeitig beträgt der Vorsprung auf Schlusslicht FC Pipinsried nur drei Punkte. Es ist noch alles offen und wir müssen definitiv aufpassen.

Wie viele Zähler werden Ihrer Meinung nach zum direkten Klassenverbleib reichen?

Frankenberger: Von derartigen Prognosen halte ich mich fern. Unser Ziel ist es, bereits vor dem letzten Spieltag den Nichtabstieg perfekt zu machen. Ein Herzschlagfinale um den Klassenverbleib wollen wir vermeiden.

Wie wichtig wäre der Nichtabstieg für den Nachwuchsbereich des FC Augsburg?

Frankenberger: Es ist für uns ungemein wichtig, mit der U 23 in der 4. Liga zu bleiben. Wir möchten den A-Jugendlichen für ihren Einstieg in den Herrenbereich auch weiterhin die bestmögliche Plattform bieten, um sich optimal weiterzuentwickeln. Einfach ist es aber nicht, sich mit immer jünger werdenden U 23-Teams in den starken Regionalligen zu behaupten. Auch die Nachwuchsmannschaften des VfB Stuttgart und des FSV Mainz spielen in der Regionalliga Südwest gegen den Abstieg, die U 23 des FC Schalke 04 kämpft aktuell in der Oberliga Westfalen um den Wiederaufstieg in die Regionalliga West. Die 4. Liga ist für zweite Mannschaften auf jeden Fall eine Herausforderung.

Am Freitag treten Sie beim Spitzenreiter Bayern München II an, nachdem das Nachholspiel aus der Hinserie erst vor rund drei Wochen stattfand. Schon kurios, oder?

Frankenberger: Alltäglich ist das sicher nicht, das Hinspiel ist bei uns allen noch präsent. Wir haben bewiesen, dass wir uns auch gegen ein Top-Team wie Bayern II nicht zu verstecken brauchen. Am Freitag wollen wir Revanche nehmen und die ersten Punkte in diesem Jahr einfahren.

Sie glauben also, dass ausgerechnet beim Titelfavoriten die ersten Zähler der Restrunde geholt werden?

Frankenberger: Den Glauben an einen Sieg haben wir immer - egal, wie der Gegner heißt. Wie gesagt: Anfang März haben wir gegen Bayern II eine ansprechende Leistung gezeigt. 0:3 zu verlieren, hatten wir nicht verdient. Diesmal wollen wir es noch besser machen und den FCB im Titelrennen ärgern.

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BFV-Interview: Christian Knoth/mspw

 
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