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Bayreuths Torjäger Marcel Schiller nimmt Stellung

Letzte Aktualisierung: 13. März 2019

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Offensivspieler Marcel Schiller erzielte für die SpVgg Oberfranken Bayreuth alle drei Tore in diesem Jahr. Foto-Quelle: foto2press
Zwei Spiele, drei Tore: Marcel Schiller (22) erzielte in der Regionalliga Bayern alle bisherigen Treffer für die SpVgg Oberfranken Bayreuth in diesem Jahr. In der Partie beim zweitplatzierten VfB Eichstätt sicherte der Angreifer dem Traditionsverein das Remis (1:1), zuletzt traf Schiller beim Heimsieg gegen Spitzenreiter FC Bayern München II doppelt (2:0).

Im BFV.de-Interview spricht der 1,75 Meter große Linksfuß über seinen Doppelpack und die besondere Atmosphäre beim Sieg gegen den Titelfavoriten sowie das kommende Duell mit seinem Ex-Klub FC Ingolstadt 04 II am Freitagabend.

In den ersten 22 Saisonspielen war Ihnen exakt ein Treffer gelungen. Im neuen Jahr waren Sie in zwei Partien schon dreimal erfolgreich. Hätte 2019 für Sie noch besser beginnen können, Herr Schiller?

Marcel Schiller: Nein. Der Auftakt war optimal, schöner hätte ich es mir nicht erträumen können. Ich hoffe jetzt natürlich, dass es in den nächsten Wochen so weitergeht.

Die drei Tore erzielten Sie noch dazu beim 1:1 gegen den zweitplatzierten VfB Eichstätt und dem 2:0 gegen Spitzenreiter FC Bayern München II. Mit einem so starken Restrundenstart war insgesamt nicht zu rechnen, oder?

Schiller: Dass wir gegen die beiden Top-Teams der Liga vier von sechs möglichen Punkten geholt haben, ist sensationell. Vor allem in unserer Situation, in der wir im Abstiegskampf jeden Zähler gut gebrauchen können, sind solche Erfolgserlebnisse enorm wichtig.

Besonders das 2:0 gegen den FC Bayern II war beeindruckend. Die Münchner hatten zuvor fünfmal in Serie gewonnen. Ihr Fazit zum Spiel?

Schiller: Unser Trainer Timo Rost hatte uns fantastisch auf den Gegner eingestellt. Wir wussten, dass Bayern II sehr spielstark ist und standen defensiv von Beginn an kompakt. Die gesamten 90 Minuten waren wir präsent und wir haben zu keinem Zeitpunkt nachgelassen. Ich denke, dass wir absolut verdient gewonnen haben.

Was war es für ein Gefühl, gegen einen so hochkarätigen Gegner einen Doppelpack zu schnüren?

Schiller: Es war großartig. Es ist natürlich immer klasse, der Mannschaft mit Toren zu helfen. Aber gegen den Spitzenreiter und Titelfavoriten zweimal zu treffen, ist schon etwas Besonderes.

Glauben Sie, dass der Knoten bei Ihnen jetzt geplatzt ist?

Schiller: Gut möglich. Für den Kopf war es auf jeden Fall wichtig, mit solchen Leistungen in das neue Jahr zu starten. Ich bin guter Dinge, dass ich in den kommenden Begegnungen daran anknüpfen und weitere Tore erzielen kann.

Gegen Bayern II waren auch rund 200 Fans des Zweitligisten SG Dynamo Dresden vor Ort, weil das Dresdner Spiel bei der SpVgg Greuther Fürth witterungsbedingt kurzfristig ausgefallen war. Haben Sie davon etwas mitbekommen?

Schiller: Während des Spiels wussten wir nicht, dass auch Dresdner Anhänger im Stadion sind - das wurde uns erst nach dem Abpfiff gesagt. Die Atmosphäre war aber insgesamt beeindruckend und hat uns zusätzlich gepusht. Auch die Fans haben dazu beigetragen, dass wir gegen Bayern II gewonnen haben. Rückblickend war es mit der Eröffnung unserer neuen und überdachten Gegengerade, der Unterstützung aus Dresden und dem Sieg ein perfekter Tag für uns.

Trotz der jüngsten Erfolgserlebnisse beträgt der Vorsprung auf die Relegationsplätze gerade einmal fünf Zähler. In der unteren Tabellenhälfte geht sehr eng zu!

Schiller: Definitiv. Das ist bereits meine vierte Regionalligasaison, aber so etwas habe ich bis jetzt auch noch nicht erlebt. Bislang gab es immer ein wenig Luft zwischen den Abstiegsrängen und dem Tabellenmittelfeld. Diesmal ist es anders. Für uns heißt das, dass wir uns auf dem Sieg gegen Bayern II nicht ausruhen dürfen, sondern weiter ordentlich punkten müssen.

Am Freitagabend treffen Sie auf Ihr Ex-Team FC Ingolstadt 04 II, das ebenfalls gegen den Abstieg kämpft. Worauf freuen sie sich beim Wiedersehen am meisten?

Schiller: Ich freue mich auf das Duell mit früheren Mannschaftskollegen, mit denen ich immer noch in Kontakt stehe. Wir haben uns bereits über das Spiel ausgetauscht und sind alle heiß. Das ESV-Stadion des FCI kenne ich bestens. Sieben Jahre habe ich dort zunächst für die U 19 und dann für die U 23 gespielt. Bei der Rückkehr in meine langjährige Heimspielstätte möchte ich unbedingt einen Sieg holen.

Wird die gesamte Familie zuschauen?

Schiller: Ob alle kommen, weiß ich nicht. Aber es haben sich bereits einige Familienmitglieder und Freunde aus Ingolstadt und Umgebung angekündigt. Das motiviert mich sicherlich noch einmal mehr, nach meinen Toren in Eichstätt und gegen Bayern II auch am Freitag zu treffen.

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BFV-Interview: Christian Knoth/mspw

 
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